Frühling am Arbeitsmarkt – Viele neue Stellen in NRW

In NRW gibt es viele neue Arbeitsplätze.
In NRW gibt es viele neue Arbeitsplätze.
Foto: IMAGO
Der im Februar übliche Einbruch auf dem Arbeitsmarkt blieb dieses Jahr aus:  In Nordrein-Westfalen gibt es wieder viele neue Stellen.

NRW.. Stillstand gilt der Wirtschaft gemeinhin als der Anfang vom Ende. Eine der wenigen Ausnahmen ist der Stillstand am Arbeitsmarkt in Zeiten, die eigentlich steigende Erwerbslosigkeit mit sich bringen. So ruht im Februar normalerweise die Arbeit in den Außenberufen, saisonbedingte Kurzarbeit lässt in aller Regel die Arbeitslosigkeit steigen.

Diesmal nicht, obwohl der Februar einige Frosttage mit sich brachte: In NRW stagnierte die Arbeitslosenzahl bei 767.000, bundesweit sank sie sogar auf 3,017 Millionen, den niedrigsten Februar-Stand seit 1991. Die Bundesagentur für Arbeit feiert das als klares Signal für einen bevorstehenden kräftigen Frühjahrsaufschwung.

Wegen der guten Auftragslage stellten die Firmen bereits jetzt Mitarbeiter ein. Dazu passt die aktuelle DIHK-Umfrage, nach der die Unternehmen in diesem Jahr 200.000 neue Stellen schaffen wollen, davon allein 40 000 in der Industrie.

15 Prozent mehr Stellen als vor einem Jahr

Christiane Schönefeld, Chefin der Bundesagentur in NRW, beobachtet schon jetzt eine wachsende Zahl an Stellenangeboten. Aktuell sind in NRW 104.289 Arbeitsplätze zu besetzen – 15,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Arbeitsmarkt Mit Statistiktricks haben die guten Zahlen nichts zu tun: Rechnet man alle Menschen hinzu, die arbeitslos sind, aber aus der offiziellen Statistik herausfallen, ist die „Unterbeschäftigung“ in NRW zum Vorjahresmonat um 20.000 oder 2,1 Prozent auf 961.000 gesunken. Hier werden auch Menschen mitgezählt, die etwa in Eingliederungsmaßnahmen stecken oder deren Beschäftigung vom Staat gefördert wird.

Allerdings bereitet der Sockel von gering qualifizierten Langzeitarbeitslosen weiter Sorge. In NRW suchen 365.000 Arbeitslose eine Helfer-Tätigkeit, doch die allermeisten freien Stellen sind für Fachkräfte oder gar Spezialisten ausgeschrieben. Im Ruhrgebiet ist das Missverhältnis besonders krass: Auf eine freie Stelle kommen 33 arbeitslose Helfer.