Das aktuelle Wetter NRW 0°C
Zeitschriften

Frauenzeitschrift „Brigitte“ engagiert wieder Profi-Models

06.09.2012 | 13:45 Uhr
Frauenzeitschrift „Brigitte“ engagiert wieder Profi-Models
„Brigitte“ will künftig sowohl professionelle als auch Laien-Models zeigen.Foto: Michael Kappeler

Hamburg.   Anfang 2010 hatte die Frauenzeitschrift „Brigitte“ die Initiative „Ohne Models“ gestartet und nur noch Laien-Models in ihren Heften gezeigt. Nun erfolgt die Abkehr: Künftig sollen auch professionelle Mannequins wieder zu sehen sein. Dies sei von vielen Lesern und Leserinnen gewünscht, hieß es.

Nach fast drei Jahren verabschiedet sich die Frauenzeitschrift „Brigitte“ wieder von ihrem Konzept, ganz auf professionelle Models zu verzichten. Mit der Ausgabe, die ab 19. September im Handel ist, werden auch wieder Profis-Models in dem Heft zu sehen sein, wie der Verlag Gruner + Jahr am Donnerstag mitteilte.

Die „Brigitte“ hatte die Initiative „Ohne Models“ Anfang 2010 gestartet. Sämtliche Fotostrecken von der Mode über Beauty bis hin zu Fitness wurden nicht mehr mit Profis produziert. „Ohne Models“ werde aber nicht abgeschafft, hieß es weiter. Vielmehr werde es einen „Mix aus Foto-Produktionen mit professionellen Models und Laien-Models“ geben.

Mehr als 1000 Laien-Models gezeigt

„Brigitte“-Chefredakteur Andreas Leber hatte seinen Posten Anfang August abgegeben. Stephan Schäfer leitet das Heft seitdem gemeinsam mit der bisherigen Chefredakteurin Brigitte Huber. Bereits Anfang der Woche hatte eine Verlagssprecherin gesagt: „Die neue Doppelspitze stellt alles auf den Prüfstand. Darunter fällt auch die Aktion ‘Ohne Models’.“

Models
Vogue zeigt keine Mager-Models mehr
Vogue zeigt keine Mager-Models mehr

Extrem magere und minderjährige Models sind künftig auf den Seiten der Vogue tabu. Die 19 Chefredakteure des weltweit vertriebenen Hochglanzmagazins einigten sich darauf, in Zukunft das Image vom gesunden Model zu vermitteln, teilte der Condé-Nast-Verlag mit. Danach wollen sie künftig "nicht wissentlich mit unter 16-jährigen Models oder jenen zusammenzuarbeiten, die offenbar an einer Essstörung leiden."

Das frühere Model Sara Ziff bezeichnete den am Donnerstag angekündigten Schritt als wichtige Entwicklung. Die Diskussion um Gewicht und Gesundheit von Laufstegschönheiten beherrscht die Modewelt schon seit einigen Jahren. Dazu trug vor allem der von mutmaßlichen Essstörungen ausgelöste Tod zweier Models bei. (dapd)

Im Heft 21/12 betonen die beiden Chefredakteure Huber und Schäfer, die Initiative habe „uns bei Ihnen viel Aufmerksamkeit und Anerkennung gebracht“. Bis heute seien mehr als 1000 Frauen in Mode- und Beauty-Fotoproduktionen in Szene gesetzt worden, „ob Sängerin oder Hausfrau, Polizistin oder Studentin, ob 18 oder 68 Jahre alt.“

„Die Idee ist ja gut, aber manchmal will man einfach nur die Mode sehen“

„Wir wollten der Schönheit die Natürlichkeit zurückgeben – und zeigen: Attraktivität hat viele Gesichter. Das ist uns, wie wir glauben, gut gelungen“, schrieben sie weiter. Nun sei es Zeit, mal wieder Bilanz zu ziehen. „Viele von Ihnen sagten in letzter Zeit: ‘Die Idee ist ja gut, aber manchmal will man einfach nur die Mode sehen.’ Oder: ‘Ich fühle mich manchmal von der Mode abgelenkt, wenn eine ganz normale Frau gezeigt wird. Und, ja, auch unter Druck gesetzt: Wenn die Frau von der Straße auf den Fotos in ‘Brigitte’ schon so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe...’“

Ab diesem Heft werde immer dann mit professionellen Models gearbeitet, „wenn wir glauben, dass es für ein Thema oder auch das Titelbild besser passt“. „Size-Zero-Figuren“ würden aber weiterhin nicht zu sehen sein.

Facebook
 
Kommentare
06.09.2012
14:27
Vermutlich zu teuer die Laien,
von MattBlack | #1

wenn man Akquise, Betreuung und vermutlich längere Shootings zusammenzählt, kommt so ein Profimodel am Ende preiswerter.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7066015/create

Umfrage
Dramatischer Kurseinsturz beim Nikkei-Index in Tokio , auch der DAX hatte am Vortag verloren . Legen Sie noch an der Börse Ihr Geld an?

Dramatischer Kurseinsturz beim Nikkei-Index in Tokio , auch der DAX hatte am Vortag verloren . Legen Sie noch an der Börse Ihr Geld an?

 
Fotos und Videos
Premiere der neuen S-Klasse
Bildgalerie
Mercedes-Benz
Zwischen Bangen und Hoffen
Bildgalerie
Opel Bochum
Opel-Aus im Jahr 2015
Bildgalerie
Opel
Zyperns Banken geöffnet
Bildgalerie
Euro-Krise
Aus dem Ressort
Brauer in NRW sehen "Kulturgut Bier" durch Fracking bedroht
Erdgas
Bis zu 13 Jahre lang könnte Deutschland den Gasbedarf mit im Gestein schlummernden Reserven decken. Doch mit reinem Bier könnte dann Schluss sein - meint zumindest der Brauerverband. Die Gasfördermethode Fracking könne zu Verunreinigungen im Grundwasser führen und so die Bierqualität beeinflussen.
Essener Firma Sanha sammelt 25 Millionen an der Börse ein
Unternehmensanleihe
Erfolgreiche Anleihe: Der Essener Rohrleitungsspezialist Sanha hat bereits am ersten Tag das gesetzte Ziel erreicht. Die Platzierung des Wertpapiers brachte dem Unternehmen 25 Millionen Euro ein. Wegen der großen Nachfrage musste die Zeichnungsfrist sogar vorzeitig beendet werden.