Das aktuelle Wetter NRW 7°C
Insolvenz

"Frankfurter Rundschau" stellt Insolvenzantrag

13.11.2012 | 14:39 Uhr
"Frankfurter Rundschau" stellt Insolvenzantrag
Die "Frankfurter Rundschau" steht möglicherweise vor dem Aus.Foto: dapd

Frankfurt/Main.  Die "Frankfurter Rundschau" steht möglicherweise vor dem Aus. Das Amtsgericht Frankfurt am Main bestätigte der Nachrichtenagentur dapd, dass das Druck- und Verlagshaus einen Insolvenzantrag eingereicht hat. Seit vielen Jahren kämpft die Zeitung mit dem Umbruch in der Medienbranche.

Für die "Frankfurter Rundschau" ist am Dienstag ein Insolvenzantrag gestellt worden. Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main habe am Morgen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Frankfurt am Main und bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland". Am Nachmittag werde die Belegschaft auf einer Betriebsversammlung über Einzelheiten informiert.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter sei der Frankfurter Anwalt Frank Schmitt von der Kanzlei Schultze & Braun eingesetzt worden, sagte der Sprecher des Amtsgerichts. Am Nachmittag solle auch die Öffentlichkeit mit einer Presseerklärung über Einzelheiten des vorläufigen Insolvenzverfahrens informiert werden.

Die "Frankfurter Rundschau" kämpft seit vielen Jahren mit dem Umbruch in der Medienbranche. Das Verlagshaus gehört mehrheitlich der Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg. Daneben sind die SPD über ihre Medienholding beteiligt sowie die Karl-Gerold-Stiftung. (dapd/afp)

Facebook
 
Kommentare
13.11.2012
18:17
Schade um die Meinungsvielfalt!
von DerRheinberger | #3

Die FR war mal eine Bastion für linksliberalen Journalismus und ein wohltuender Kotrast zu der ultrarechten Springer-Presse. Schade um die 4.Macht, welche sich durch die zunehmende "Gleichschaltung der Meinungsmache" immer mehr zu den wahren Mächtigen im Staate emporschwingen!

13.11.2012
15:32
Bedauerlich..
von Pit01 | #2

...dass eine seriöse und journalistisch sehr gute Zeitung vom Markt geht. Das haben die Mitarbeiter nicht verdient. Ich hoffe, sie finden einen adäquaten Arbeitsplatz.

13.11.2012
14:58
Vielleicht
von eisenkopf | #1

gibt es zuviele Angebote linksgrüner "Qualitäts"-Medien oder der geneigte Leser ist der Indoktrination überdrüssig.
Schade für die Mitarbeiter, aber vielleicht haben sie ja Chancen beim Neuen Deutschl, pardon der Süddeutschen.

4 Antworten
Bei Ihrer
von KuKu | #1-1

dumpf-rechts-bürgerlichen Presse a la Bild haben die Mitarbeiter allerdings keine Chance. Dazu sind sie zu sehr an tatsächliche Rechereche gewöhnt...

@ KuKu
von eisenkopf | #1-2

Sie haben bei "dumpf-rechts-bürgerlichen Presse a la Bild" das Wolt "liberal" vergessen.

Bei Ihrem Weltbild ein unverzeihlicher Fehler!

Weltbild
von KuKu | #1-3

Ich hätte etwas falsch gemacht, wenn "Denker" wie Sie mir keine unverzeihlichen Fehler bescheinigen würden.

@ KuKu
von eisenkopf | #1-4

Sie haben mich auch als Bild-Leser berzeichnet. Auch das war inkorrekt ;-)

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7288931/create

Umfrage
Die Stimmung der Verbraucher hat sich laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK deutlich verbessert. Geben auch Sie derzeit kräftig Geld aus?

Die Stimmung der Verbraucher hat sich laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK deutlich verbessert. Geben auch Sie derzeit kräftig Geld aus?

 
Fotos und Videos
Premiere der neuen S-Klasse
Bildgalerie
Mercedes-Benz
Zwischen Bangen und Hoffen
Bildgalerie
Opel Bochum
Opel-Aus im Jahr 2015
Bildgalerie
Opel
Zyperns Banken geöffnet
Bildgalerie
Euro-Krise
Aus dem Ressort
Lamborghini gegen Ferrari - 50 Jahre schwarz-gelb gegen rot
Luxusautos
Aus Wut auf Ferrari baute der Traktorenhersteller Lamborghini ab 1963 eigene Sportwagen. Schwarz-gelb gegen rot – das farbig geprägte Duell gibt es in der automobilen Welt also seit 50 Jahren. Geschichte schrieben Lamborghinis ohne Rücksicht auf Traditionen gezeichneten, kantigen Extremflundern.
Bahn soll Kunden ab 30 Minuten Verspätung entschädigen
Bahn
Jürgen Trittin, Fraktionschef der Grünen, fordert, dass die Bahn ihre Kunden ab einer Verspätung von einer halben Stunde entschädigt. Bislang zahlt die Bahn erst an sechzig Minuten Verspätung einen Teil des Fahrpreises zurück.