Forscher machen sich für Einstellungsgutscheine stark
08.09.2009 | 07:08 Uhr 2009-09-08T07:08:00+0200
Berlin. Mitarbeiter des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wollen die Langzeitarbeitslosigkeit Medienberichten zufolge mit Einstellungsgutscheinen bekämpfen. Nach diesem Modelll soll der Staat den Lohn jedes Neueingestellten subventionieren, der länger als zwölf Monate ohne Job war.
Wissenschaftler des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wollen den Arbeitsmarkt mit Einstellungsgutscheinen für Langzeitarbeitslose in Schwung bringen. Das berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf ein noch unveröffentlichtes Papier des Instituts. Die Langzeitarbeitslosigkeit sei das entscheidende Problem in Deutschland, sagte IfW-Chef Dennis Snower der Zeitung. Derzeit sind in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 29 Prozent aller Jobsuchenden langzeitarbeitslos.
Lohn Langzeitarbeitsloser subventionieren
Snower schlägt zusammen mit seinen Kollegen Alfred Boss, Alessio Brown und Christian Merkl vor, den Lohn eines jeden Jobsuchenden zu subventionieren, der länger als zwölf Monate arbeitslos war und dann eine neue Arbeit findet. Zwar gebe es bereits so genannte Einstellungszuschüsse, bei denen für einen Zeitraum maximal bis zu 50 Prozent des Lohnes eines Langzeitarbeitslosen übernommen werden. Die Zuschüsse seien zwar grundsätzlich positiv zu bewerten, allerdings seien sie nicht abhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit und dem Qualifikationsgrad des Langzeitarbeitslosen. Das führe zu starken Mitnahmeeffekten, heiße es in dem Papier.
Dies wollen die IfW-Forscher ändern: Ist jemand etwa länger als 40 Monate arbeitslos, übernehme der Staat am Beginn seiner Tätigkeit bis zu 52,8 Prozent des Lohnes. Bei einem Jahreseinkommen von 26 000 Euro wären dies fast 1200 Euro monatlich. Ist er kürzer arbeitslos, fällt die Hilfe geringer aus. Nach 18 Monaten falle dann die Subvention auf Null. Die Höhe soll zudem vom Einkommen abhängen: So hätten Langzeitarbeitslose, die eine neue Stelle finden, ab rund 35 000 Euro Jahresgehalt keinen Subventionsanspruch mehr.
Gutscheine sollen sich selbst finanzieren
Die Wissenschaftler glaubten, dass sich die Gutscheine selbst finanzieren, indem die gestiegene Beschäftigung die Zahlungen für Arbeitslosenunterstützung reduziere und die Steuereinnahmen erhöhe. So sei etwa für einen Langzeitarbeitslosen, der einen neuen Job findet und 26 000 Euro verdient, bereits eine durchschnittliche Subventionierung über den gesamten Förderzeitraum hinweg von 16,9 Prozent selbstfinanzierend. Bei einem Einkommen von 30 022 Euro reichten 8,4 Prozent Förderung. (ddp)

17:31
Man muss schon Experte sein ,um auf so einen Schwachsinn zu kommen
13:11
IfW-Chef Dennis Snower war er zu lange in der Spätsomersonne? Merkt er aber auch garnüscht?
Das gibt es alles äußerst erfolglos bereits. Unternehmer stellen aber keine Leute ein, weil sie gerne viel Gesellschaft haben....nö.
Menno, diese Sinns und Snowers durchzufüttern, das ist DER Skandal im Lande, nicht Arbeitslosigkeit. Die gehört zum kapitalistischen Regime dazu, diese Sabbelköppe gehören in Behandlung>>>sichert Arbeitsplätze!
11:53
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:37
Ganz sicher könnte das von Merkel erwartete Defizit bei der BA (Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,647568,00.html , Heute)
von 50 Milliardn im nächsten Jahr
auf Null gebracht werden, wenn die Unternehmen selbst Putzfrauen ein Gehalt wie Ackermann zahlen.
Ich tippe auf Währungsreform zwischen Weihnachten und Neujahr.
10:32
Korrektur:
es muss
um die Staatskasse zu entlasten
10:31
Ich glaube OPEL will ab morgen 5 Millionen Leute einstellen.
10:29
Je höher der Lohn, so geringer die notwendige Förderung !
Soll ich mich jetzt der IRRIGEN Einschätzung hingeben, dass mir ein Arbeitgeber lieber 30 als 20 tausend zahlt und die Staatskasse zu entlasten ?
Der Schwachmatismus hat allergroesste Wachstumsraten.
Kann man den nicht an der Börse handeln ?
10:01
die leihbuden werden sich freuen!!!!!!!!!!
erst der vermittlungsgutschein nun dieser vorschlag!wre
09:55
Erschreckend, auf was für kranke Ideen diese Experten kommen!
08:57
Wer soll denn hier wirklich subventioniert werden?
Der Langzeitarbeitslose bekommt einen befristeten
Arbeitsvertrag und nach Auslaufen der Bezuschussung
sitzt er wieder auf der Straße.
Das Unternehmen aber hatte wärend diesere Zeit
eine preiswerte Arbeitskraft.