Foodwatch sieht systematischen Verstoß gegen Tierschutz
17.01.2012 | 19:29 Uhr 2012-01-17T19:29:00+0100
Essen. Die Verbraucherorganisation Foodwatch beklagt massive Missstände in deutschen Ställen. Es werde systematisch gegen den Tierschutz verstoßen, sagte Foodwatch-Chef Thilo Bode im Interview mit der WAZ-Mediengruppe. Einzelmaßnahmen wie die Antibiotika-Datenbank in NRW reichten nicht aus.
Für die Verbraucherorganisation Foodwatch sind die jüngsten Skandale in der Tiermast nur der Beleg, dass etwas grundsätzlich schiefläuft. In deutschen Ställen werde systematisch gegen den Tierschutz verstoßen, sagte Foodwatch-Chef Thilo Bode im Interview mit der WAZ-Mediengruppe. In der Schweinemast würde laut Foodwatch Tieren flächendeckend die Ringelschwänze abgeschnitten oder Geflügel die Schnäbel gekürzt, „weil sich die Tiere aus Stress und Langeweile gegenseitig anknabbern“.
Todesfälle und Schlachthofbefunde seien eklatant, viele Krankheiten eine Folge der Haltung. Das Eindämmen von Antibiotika und anderen Medikamenten löse nicht das grundsätzliche Problem des flächendeckenden Einsatzes von Arzneimitteln in der Tierhaltung.
Bode und sein Stellvertreter Matthias Wolfschmidt forderten Landwirtschafts- und Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) zum Eingreifen auf. Die Sterblichkeit von Tieren müsse in den Betrieben erfasst und ausgewertet werden. Würden Vorgaben nicht erreicht, müssten die Behörden eingreifen. „Obwohl Tierschutz seit zehn Jahren als Staatsziel in unserer Verfassung steht, hat die Politik der Agrar-Lobby keine klare Vorgabe gemacht“, kritisierte Bode.
Herr Bode, NRW-Verbraucherminister Johannes Remmel fordert eine Antibiotika-Datenbank. Was halten Sie davon?
Bode: Es ist überfällig, dass die verabreichten Tierarzneimittel in einer Datenbank erfasst werden. Nur so können wir feststellen, in welchen landwirtschaftlichen Betrieben es welche Probleme gibt. Doch ich glaube nicht, dass härtere Sanktionen gegen Tierärzte, die zu viel verschreiben, das grundsätzliche Problem lösen.
Herr Wolfschmidt, Sie sind Tierarzt. Was sollte sich ändern?
Wolfschmidt: Alle Nutztiere müssen tiergerecht gehalten werden. Sie müssen artgerechtes Verhalten ausüben können und sie dürfen nicht in einem System gehalten werden, das sie krankmacht. Die Tiere werden zu schnell gemästet, haben zu wenig Platz, Stallhygiene und Management sind oft nicht gut genug. Behandlungszahlen, Todesfälle und Schlachthofbefunde sind eklatant. Obwohl Tierschutz seit zehn Jahren als Staatsziel in unserer Verfassung steht, hat die Politik der Agrar-Lobby keine klare Vorgabe gemacht.
Was hören Sie von Kollegen?
Wolfschmidt: Viele Krankheiten sind eine Folge der Zustände in der Tierhaltung. In der Schweinemast sind fast alle Gelenkserkrankungen darauf zurückzuführen. Innerhalb von sechs Monaten werden die Tiere auf ein Lebendgewicht von 100 Kilo gemästet. Da kommt das Skelett nicht mit.
Die Ställe sind schlicht überfüllt
Wie sieht es in Ställen aus?
Wolfschmidt: Die sind schlicht überfüllt. Bei Geflügel oder Schweinen ist daher Kannibalismus normal. Die Tiere knabbern sich aus Stress und Langeweile an. Deswegen werden nahezu flächendeckend bei Schweinen die Ringelschwänze abgeschnitten und bei Geflügel die Schnäbel gekürzt.
Ist das nicht eigentlich verboten?
Wolfschmidt: Ja. Aber es ist ausnahmsweise erlaubt, wenn kurzfristig eine Änderung der Haltung nicht möglich ist. Die angebliche Ausnahme ist aber leider der Standard. Alle Fachleute wissen: Es herrscht systematischer Rechtsbruch statt Tiergerechtigkeit. Die EU-Kommission müsste Deutschland verklagen. Sie tut es nicht, weil es in anderen EU-Staaten ähnlich schlimm ist.
Was sollte die Politik tun?
Wolfschmidt: Frau Aigner muss die verfassungsmäßigen Rechte der Nutztiere durchsetzen. Dazu muss sie zwei generelle Vorgaben machen: Jedes Nutztier muss in jedem Betrieb artgerechtes Verhalten zeigen können und darf nicht durch die Haltungsbedingungen krank gemacht werden. Tiergesundheit ist objektiv erfassbar. Behandlungsindizes, Sterblichkeit und Schlachthofbefunde müssen betriebsgenau ausgewertet werden. Werden die Benchmarks nicht erreicht, müssen die Behörden eingreifen.
Ist Massentierhaltung per se schlecht?
Wolfschmidt: Je mehr Tiere gehalten werden, desto komplexer sind natürlich die Anforderungen. Man kann kleine und große Tierherden gut oder schlecht halten. Krankheits- und Sterblichkeitsraten in größeren Haltungen müssen nicht zwangsläufig höher sein. Es kommt auf den einzelnen Betrieb an, wie krank er Tiere macht und wie gesund er sie hält.
Auch auf den Biohöfen ist es nicht besser
Auf Biohöfen leben Tiere also nicht automatisch besser?
Wolfschmidt: Leider nein. Zwar haben die Tiere bessere Möglichkeiten, sich artgerecht zu verhalten. Das allein reicht aber offenbar nicht aus, dass die Tiere nicht erkranken. Wirklich tiergerechte Haltung erfordert klare Vorgaben und Überwachungsmaßnahmen für Zucht, Haltung, Management, Transport und Schlachtung.
Will der Verbraucher nicht zu allererst billige Lebensmittel?
Bode: Wenn man die gesellschaftliche Debatte über Tierhaltung führen will, dann gehört diese Wahrheit dazu: Die Produktion von Eiern oder Fleisch wird teurer werden, will man Tieren zugestehen, dass sie nicht mehr so schnell wachsen müssen und artgerecht gehalten werden. Wir müssen die Qualität von Lebensmitteln sehr viel weiter fassen.
Was meinen Sie damit?
Bode: Zur Qualität der Lebensmittel gehören die Umweltauswirkungen und der Umgang mit Nutztieren. Schonung der Umwelt und Respekt vor Tieren kostet. Diese Kosten müssen sich im Preis, z.B. von Fleisch, niederschlagen. Das ist aber auch richtig – weil der Fleischverbrauch in Europa mit über 90 Kilo pro Kopf und Jahr viel zu hoch ist. Wir könnten gar nicht die ganze Welt ernähren, wenn wir alle so viel Fleisch essen.
Aber Lebensmittel müssen doch bezahlbar bleiben…
Bode: Natürlich. Das ist auch eine Frage der Sozialpolitik. In unserem Land, das immer reicher wird, muss jeder sein Menschenrecht auf Nahrung ausüben können.
Sehen Sie das denn gefährdet?
Bode: Ja. Studien des Forschungsinstituts Kinderernährung in Dortmund sagen: Bestimmte Altersgruppen von Unterstützungsempfängern, die Arbeitslosengeld II für Kinder und Jugendliche beziehen, haben nicht genug Geld, um sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Für viele Menschen wird es noch schwerer, wenn Lebensmittel teurer würden. Das sind die unbequemen Wahrheiten, die wir den Bürgern sagen müssen.
Manch einer fühlt sich von Ihnen bevormundet.
Bode: Ehrliche Preise und Kostentransparenz sind keine Bevormundung. Wir haben gravierende gesellschaftliche Kosten durch Fehlernährung: Übergewicht und Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes – auch schon bei Kindern. An den Börsen wird mit Lebensmitteln spekuliert. Wir müssen auch bei der Ernährung eine Wende einläuten, so wie wir dies aktuell mit unserem System der Energieversorgung tun.
Warum scheint uns das so schwer zu fallen?
Bode: Weil in der öffentlichen Debatte nach wie vor die Auffassung besteht: Verbraucher müssten einfach vernünftiger einkaufen, Bio zum Beispiel. Oder Fehlernährung sei eine Frage von Erziehung und Bildung. Das greift viel zu kurz.
Verbraucherministerium abspalten
Ministerin Aigner hat nach dem Dioxin-Skandal vor einem Jahr gesagt: Der Bund hat schnell und entschlossen gehandelt. Stimmt das?
Bode: Nein, das Entscheidende ist nicht passiert: Es wurde nicht verhindert, dass Dioxin überhaupt in die Lebensmittelkette gelangen kann. Das geht nur, indem künftig bei der Produktion von Futtermitteln alle Bestandteile auf Dioxine überprüft werden.
Dazu aber hat sich Ministerin Aigner nicht durchgerungen – obwohl sie es versprochen hat. Stattdessen hat sie die Öffentlichkeit getäuscht, indem sie Alibimaßnahmen wie Informationspflichten für Labore durchgesetzt hat.
Ihnen wird vorgeworfen, das Dioxin-Problem zu dramatisieren.
Bode: Wir schüren keine Panik. Natürlich fällt ein Verbraucher nicht sofort tot um, wenn er ein hoch belastetes Dioxin-Ei isst. Doch wir wissen, dass ein Großteil der Bevölkerung, insbesondere Kinder, bereits eine zu hohe Gift-Belastung im Körper trägt. Das heißt: Wir dürfen überhaupt kein zusätzliches Dioxin in die Nahrungsmittelkette gelangen lassen, um die Gesundheit der Menschen langfristig zu schützen.
Sie würden das Verbraucher- und Landwirtschaftsministerium sofort abschaffen. Warum?
Bode: Verbraucherpolitik braucht ein eigenes Ressort. So aber vertritt dasselbe Ministerium die Interessen der Verbraucher und die der Futtermittelindustrie. Das geht zu Lasten der Verbraucher.
Wieso?
Bode: Weil das Ministerium traditionell die Interessen der Landwirte vertritt, die von denen der Verbraucher verschieden sind. Die Verbraucher wollen hohe Qualität zu möglichst geringen Preisen. Die Hersteller von Futtermitteln wollen möglichst teuer verkaufen und zu geringen Kosten produzieren. Dabei sind sie auf den Kauf billiger Rohstoffe angewiesen. Und so kann es passieren, dass Altöl im Futtermittel landet. Es wird laufend gegen das Gesetz verstoßen, weil das Risiko, erwischt zu werden, gering ist.
Wir können so nicht mehr weitermachen.

19:44
Da Fleisch immer billiger wurde und leider auch schon seit vielen, vielen Jahren die Fleischproduktion subventioniert wird, hat sich bei den Verbrauchern der Anspruch verfestigt, jeden Tag oder gar zu jeder Mahlzeit Fleisch essen zu müssen.
Dies schadet nicht nur den Tieren, die in industriell geführten Massenproduktionen gequält werden sondern auch den Verbrauchern selbst. Zu viel Fleisch ist bewiesenermaßen nicht gut für unsere Gesundheit. Darüber hinaus ist die Fleischproduktion auch noch einer der größten Umweltsünder überhaupt.
Wenn aber der Endverbraucher nicht umdenkt und Fleisch wieder zu einem Sonntagsevent macht, wie es vor fünfzig Jahren noch der Fall war, wird sich gar nichts ändern. Hier sind ganz klar Politik und Medien gefragt, die diesen Denkprozess durchaus beeinflussen können.
21:40
Um auf ein paar der vorhergehenden Kommentare einzugehen: 1) „Von der alleinerziehenden Mutter, die nur billiges Fleisch kaufen kann.“ In Diskountern sind alle Waren billig, ob das jetzt Gemüse ist oder Nudeln, Milchprodukte etc. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit dem gleichen Geld nicht auskommt, wenn man nur 1x die Woche Fleisch isst oder 3x am Tag. Jemand der was anderes behauptet, soll mir das mal vorrechnen. Ich habe als Student und (damals noch) Vegetarier von dem gleichen Geld gelebt, wie meine Studienkollegen, die sich mit Fleisch voll stopften. Dieses Argument lasse ich gelten, wenn behauptet wird ein Hartz 4 Empfänger kann sich kein teueres Biofleisch kaufen. Ich lasse es nicht gelten, in Bezug darauf dass auch arme Menschen ihren Fleischkonsum von 90 Kg pro Kopf auf 30 Kg oder noch weniger runterschrauben können. Wobei es für mich persönlich schon ein Fortschritt wäre, wenn nur die Billigfleisch kaufen würden, die sich kein andere leisten können. 2) „Der Metzger des Vertrauens“ bekommt sein Fleisch oft genug vom gleichen Züchter und Schlachthof wie die Diskounter. Und selbst wenn die Tiere von regionalen Landwirten stammen, kann die Haltung trotzdem schaurig sein. Ich habe Zustände in kleinen und mittelständischen Betrieben gesehen, die einem den Schlaf rauben. Diese grauenvollen Zuständen, wären mit einem Schlag zu beseitigen: Die Leute müssen einfach weniger Fleisch-, Milch- und Eiprodukte essen. Und wenn man dann Tier isst, dann was Anständiges. Aber die meisten Leute wüssten ja überhaupt nicht mehr, was sie dann noch essen könnten. Unsere Gesellschaft ist derart fleischlastig, dass ich ständig gefragt werde: Du als Veganer kannst doch nur noch Wurzeln und Blätter essen? Und das in einer Zeit, in der das Leben ohne oder mit wenig Tierprodukten für alle Menschen so einfach und lecker ist, wie noch nie in der Menschheitsgeschichte. Diese Unwissenheit ist zum Heulen!
Stimme Dir voll zu Daswenz .Würden sich die Menschen mal mit ihrer Ernährung beschäftigen und nicht erst wenn sie krank sind, wäre allen geholfen .Das Thema Ernährung müßte auch an den Schulen gelehrt werden Z.B. im Biounterricht.Der Mensch ist was er ißt .Es gibt hervoragende vegetarische und vegane Rezepte .Man muß nur einmal sich damit beschäftigen ,Waren es nicht die Dänen die ein freiwilligen fleischfreien Donnerstag einführten ? Das wäre doch mal ein Anfang .
20:30
Das Thema Fleisch essen hat sich für mich erledigt .Wenn ich im Fernsehen die Bilder von gequälten ,halb toten Tieren sehe wie sie zur Schlachtbank geführt oder gezerrt werden .Nein Danke ! Und es werden immer mehr die so denken .Wer meint Fleisch essen zu müssen soll es so wie Uschilein 48 sagt beim Metzger seines Vertrauens kaufen .Etwas weniger ,aber dafür Qualität .Es heißt Lebensmittel und nicht Sattmittel .
Fleisch sollte immer nur Beilage sein und nicht Hauptbestandteil einer Mahlzeit !!
20:04
Ein Aspekt denn man nicht außer acht lassen sollte, ist diese unfassbare Verfügbarkeit von Fastfood, dass nur aus Fleisch besteht. Ich bin Veganer und viel unterwegs. Wenn ich mir schnell was zwischendurch kaufen möchte, dann besteht das Angebot an Snacks to go zu 80% aus Fleisch- oder Wursthaltigen und der Rest aus Milch- oder Eiproduktehaltigen Dingen. Man kann sich heute nur gesund und tierarm ernähren, wenn man sich das Essen selbst zubereitet. Und die Mehrzahl der Leute, hat dazu selten Zeit. Ich glaube die meisten Leute haben überhaupt keine Ahnung wie viele Tierprodukte sie überhaupt essen. Das fiel mir auch erst auf, als ich damit aufgehört habe. Und deswegen fühlt sich die Mehrzahl für diesen Massentierwahnsinn überhaupt nicht mitverantwortlich. Ich persönlich bin nur von Menschen umringt "die wenig Fleisch essen". Wer isst denn die 90 kg pro Kopf?
20:00
Ersteinmal sollten in unserem Land die menschlichen Missstände beseitigt werden. Erst dann sind die Tiere dran. Was wird gegen die hungernden Kinder getan? Was ist mit den Tafeln in unseren Städten für arme Senioren? Wieviel Menschen können inzwischen die immer steigenden Abgaben nicht mehr bezahlen? Was ist mit dem Dahinsiechen der Demenzkranken? Und... und... Keine Lösungen! Das interessiert mich, nicht Foodwatch.
Wenn in 20 Jahren der Klimakollaps eintritt, weil der ganze Regenwald für Weideflächen und zur Futtermittelproduktion abgeholzt wurde, hilft das den hungernden Kinden und den armen Senioren auch nicht. Außerdem kann man sich ja auch für beides engagieren. Genau dieses Argument kam übrigens von einer Freundin von mir. Auf meine Nachfrage wie genau den ihre Unterstützung für arme Senioren und hungernde Kinder konkret aussieht, kam leider gar nichts.
Es gibt da kein "erst einmal", da solche Dinge Hand in Hand gehen. Gandhi hat einmal gesagt:
"Man kann den Fortschritt und moralischen Wert einer Gesellschaft daran messen, wie sie mit ihren Tieren umgeht"
Eine soziale Gesellschaft, die sich um Benachteiligte und Schwächere kümmert, kümmert sich automatisch auch um ihre gesamte Umwelt, zu der eben Menschen UND Tiere gehören. Wer glaubt, dies trennen zu können, hat etwas nicht richtig verstanden.
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:33
@uschilein48 | #6
Erzählen Sie das doch mal der verblödeten Facebook-Generation von heute.
09:43
#6uschilein.
Von welcher guten alten Zeit sprechen Sie denn? Auch bei uns gab es Suppen und Eintöpfe, alles sehr gesund (das Gemüse i.e.L.) und schmackhaft nach guter alter Hausfrauenart gemacht, aber es war immer ein Mett-/Bockwürstchen dabei und das ganze i.d.R. mit Rinderkraftbrühe/Hühnerbrühe angesetzt.
Ohne Fleisch ging es leider meistens nicht, das war aber seinerzeit auch ein Ausdruck des "Wir können es uns jetzt leisten nach dem Krieg"-Generation.
Wenn wir heute Eintöpfe machen, klappt das auch wunderbar mit einer Gemüsebrühe.
Es wäre mal interessant zu sehen, wo bei uns diese Massen von Fleisch überhaupt verbraucht werden.
09:33
von uschilein48 | #6
Das ist der Punkt und es gab noch keine Aldis-Lidls und Co man holte das Fleisch noch bei dem Metzger des Vertrauens.
Aber die Geiz ist Geil Generation will es ja so...Und schreien dann auf,wenn mal wieder
Hähnchen vergiftet sind.
Ganz ehrlich, das Gerede von der "Geiz-ist-geil-Generation" geht mir auf den Keks. Schon mal den aktuellen Armutsbericht gelesen? Es soll nämlich immer mehr Leute geben, die einfach nicht mehr Geld zum ausgeben haben und das trotz Arbeit. Aber schön, dass es Ihnen so gut geht.
Es gibt ja kaum noch Metzger. Fast ausschließlich im Supermarkt sind sie zu finden und die unterbieten sich mit ihren Preisen.Wir haben in unserer Siedlung eine Metzgerei. Aber weiß ich, wo der sein Fleisch bezieht? Es wird so kommen das man mit einem unguten Gefühl Fleisch kauft. Oder vielleicht gibt es das ja auch bald in der Apotheke, weil so viel Antibiotiker drin ist. Wer weiß? Ich glaube ich werd Vegetarier. Aber dann bekomm ich Ehec
Ehec stammt übrigens IMMER aus dem Darm von Tieren oder Menschen. Dass der O104:H4 in Sprossen gefunden wurde, muss für die Fleischindustrie ein Fest gewesen sein. Wie dieser Keim in die Sprossen kam, wurde ja nie untersucht. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch fäkale Verunreinigungen.
09:24
Vielleicht sollte die Regierung einteilen an welchen Tagen Fleisch gegessen werden darf, so wie beim Schnaps und den Zigaretten. Aber mal Spaß beiseite. Wir sind selber Schuld das Tiere so gequält werden. Als ich Kind war, gab es zwei mal in der Woche Fleisch. Einmal in der Woche und einmal Sonntags. Fisch, Eintopf und andere guten Sachen machten uns nicht dick. Wir waren auch bei Wind und Wetter draußen und Hausarrest war die schlimmste Strafe für uns. Was sagt uns das? Nicht alles war schlecht damals.
09:19
Guter Artikel, auch wenn die Auswirkungen der Massentierhaltung auf die (direkte) Umwelt durchaus etwas anschaulicher und detaillierter sein könnten.
"Die Abluft aus Ställen hat der Epidemiologe Dick Heederik von der Universität Utrecht näher untersucht und ist zum Schluss gekommen: „Wir haben die gesundheitlichen Gefahren der industriellen Massentierhaltung bei Weitem unterschätzt.“ Im Umkreis von 1.000 Metern um die Anlagen sei das Risiko einer MRSA-Infektion deutlich erhöht, warnt Heederik. Die antibiotikaresistenten Keime würden durch die Luft übertragen, also nicht nur durch Direktkontakt, wie bisher angenommen wurde. Es wurde zu viel weggeschaut, kritisiert der Professor. " tagesspiegel.
die geliebten Nahbarn haben im übrigen ein vorrübergehendes Verbot für den Neubau von Tierfabriken ausgesprochen.
Den beiden Herren unter mir empfehle ich einen Entspannungstee, dann muss man zu Themen wo es für Menschen mit halbwegs gängigen Moralvorstellungen keine 2 Meinungen geben dürfte, nicht reflexartig mit dem Vorwurf linker Propaganda kommen.
Ich werde den Tee genießen, bin jedoch ganz froh das meine Moralvorstellung nicht der von Ihnen entspricht!