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Verbraucher-Täuschung

Fluglinien tricksen immer noch beim Preis

14.05.2009 | 23:55 Uhr
Fluglinien tricksen immer noch beim Preis

Brüssel. Die EU-Kommission warnt: Lockvogel-Angebote sind eigentlich verboten. Doch einige Fluglinien versuchen immer noch, ihre Kunden zu täuschen. Auch die deutsche Billig-Fluglinie Germanwings gehört zu den schwarzen Schafen. Nur mit 16 Linien ist Brüssel heute schon zufrieden.

Urlauber müssen nach wie vor aufpassen, dass sie sich bei der Buchung ihrer Reise im Internet nicht täuschen lassen. Zwar verzichten mittlerweile die meisten Fluglinien auf Lockvogel-Angebote oder andere unfaire Geschäftspraktiken. Trotzdem kann die für Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissarin Meglena Kuneva keine Entwarnung geben: „Ein Dutzend Fluglinien gibt weiterhin Anlass zur Besorgnis.“

Auf Nachfrage wird sie konkreter und nennt – neben einigen kleineren Anbietern - Aeroflot, Emirates, Northwest, Olympic, Royal Air Maroc, Turkish Airways und die österreichische Niki sowie die deutsche Germanwings. Diese Fluglinien haben nach Kunevas Angaben noch nicht – ohne noch nicht angemessen – auf Forderungen der Behörden reagiert, ihren Internet-Auftritt zu korrigieren. Etwas positiver fällt das Urteil über 36 andere Fluglinien aus, darunter Lufthansa, Easyjet, Air Berlin und Condor. Diese Gesellschaften seien auf gutem Weg, die Standards für die Online-Buchung einzuhalten. Nur mit 16 Linien ist Brüssel heute schon zufrieden – unter anderem Finnair, SAS und die deutsche TUIfly.

Bewusste Irreführung der Kunden

„Ich kenne Fälle, da wurden London-Flüge für 79 Dänen-Kronen angepriesen – und wenn man sich bis zum Ende durchclickte, musste man 500 Kronen zahlen“, gibt der dänische Ombudsmann Henrik Oe ein Beispiel für Verstöße gegen EU-Recht. Er ärgert sich darüber, dass Fluglinien entgegen anderslautender Vorgaben Entgelte und Kosten erst im Verlauf der Buchung aufaddierten. Das sei bewusste Irreführung des Kunden, denn schließlich könne „ja niemand ein Flugzeug besteigen, ohne einen Flughafen zu betreten“. Flughafengebühren könnten deshalb wohl kaum wie Zusatzkosten behandelt werden.

Kuneva setzt allen Fluglinien, mit deren Internet-Auftritt sie noch unzufrieden ist, ein Ultimatum. Wer bis Juli Unzulänglichkeiten nicht beseitige, muss sich auf Ärger mit den nationalen Behörden einstellen, die wenn nötig von der EU-Kommission zum Jagen getragen werden.

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Yovka Dimitrova und Detlef Fechtner

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Kommentare
14.05.2009
23:10
Fluglinien tricksen immer noch beim Preis
von Theo Weigel | #3

Ich fliege halt Air Berlin oder Lufthansa. Wenn man mal durchrechnet sind die nicht viel teuer (wenn überhaupt) als die Billigflieger, die Flüge gehen ab den großen Flughäfen und der Service ist einfach besser...

14.05.2009
22:53
Fluglinien tricksen immer noch beim Preis
von Vanagas | #2

Wie heißen denn nun die anderen 13 zufriedenen Fluglinien ?

14.05.2009
20:29
Fluglinien tricksen immer noch beim Preis
von dasKollektiv | #1

Tageweise Flugverbot könnte helfen.

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