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Tarifauseinandersetzung

Flugbegleiter der Lufthansa sollen laut Schlichter 4,6 Prozent mehr Lohn erhalten

13.11.2012 | 09:29 Uhr
Flugbegleiter der Lufthansa in einer Boeing 747-8 am Frankfurter Flughafen.Foto: Thomas Lohnes/dapd

Frankfurt/Main.   Am Mittag will Bert Rürup, der Schlichter im Tarifstreit zwischen Lufthansa und Flugbegleitern seine Entscheidung bekanntgeben. Die Airline hatte 3,5 Prozent mehr Lohn für 36 Monate angeboten, die Flugbegleiter hatten fünf Prozent mehr gefordert, zunächst für zwölf Monate.

Aufatmen bei Lufthansa-Passagieren: Die Fluggesellschaft hat den langwierigen Tarifkonflikt mit ihren Flugbegleitern gelöst - neue Streiks sind damit vorerst vom Tisch. Die Flugbegleiter sollen im kommenden Jahr fast 4,6 Prozent mehr Gehalt bekommen. Neben höheren Grundgehältern erhalten die Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 320 Euro. Das teilte der Schlichter des Tarifkonflikts, der ehemalige Wirtschaftweise Bert Rürup, am Dienstag in Wiesbaden mit.

Das Schlichtungspaket umfasst demnach auch den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2014 sowie den Verzicht auf den Einsatz von Leiharbeitsfirmen bis zum Jahr 2016 - ein weiterer Kernpunkt des Konflikts,.

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Frankfurt am Main, 13.11.12: Im Trainingszentrum der Lufthansa am Rhein-Main-Airport werden Piloten künftig im Simulator für die Boeing 747-8 ausgebildet. Die Lufthansa ist der erste Carrier, der die Passagierversion der 747-8 in Betrieb nimmt.

Vertreter der Lufthansa und der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) hatten im September nach einem Streik des Kabinenpersonals den Schlichter eingeschaltet. Das Personal forderte über einen Zeitraum von zwölf Monaten fünf Prozent mehr Lohn. Die Airline bot zunächst 3,5 Prozent für 36 Monate. Außerdem wollte die Lufthansa ihren rund 19.000 Flugbegleitern künftig seltener Gehaltserhöhungen anbieten.  Der Arbeitskampf hatte den Konzern 33 Millionen Euro gekostet.

Gereizte Stimmung bei den Flugbegleitern

In trockenen Tüchern ist die Einigung damit aber noch nicht. Die Ufo-Mitglieder müssen den Schlichterspruch in einer Urabstimmung noch annehmen. Die Stimmung bei den Flugbegleitern ist gereizt, da Deutschlands größte Airline einen strikten Sparkurs verfolgt, der jüngst sogar noch verschärft wurde.

Die Lufthansa will einen Teil ihres Europaverkehrs von der Billigtochter Germanwings erledigen lassen, bei der die Bordkräfte weniger verdienen als beim Mutterkonzern. Zusätzlich werden wegen der Kürzung der Flugkapazitäten noch 2000 Flugbegleiter weniger gebraucht.  (rtr/dapd)



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