Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Wirtschaft

Fed-Chef Bernanke verteidigt US-Zinspolitik

14.10.2012 | 12:09 Uhr
Foto: /AP/Manuel Balce Ceneta

Der Präsident der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Ben Bernanke, hat zum Ende der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds die Zinspolitik seines Hauses verteidigt. Es sei keineswegs der Fall, dass ein konstant niedriger Leitzins in den USA zu höheren Inflationsraten in Schwellenländern führe, sagte Bernanke am Sonntag in Tokio.

Washington (dapd). Der Präsident der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Ben Bernanke, hat zum Ende der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds die Zinspolitik seines Hauses verteidigt. Es sei keineswegs der Fall, dass ein konstant niedriger Leitzins in den USA zu höheren Inflationsraten in Schwellenländern führe, sagte Bernanke am Sonntag in Tokio.

Der Ansatz der Fed helfe nicht nur, die Erholung der US-Wirtschaft zu stärken, sagte Bernanke. Höhere Ausgaben und Wachstum in den USA kämen der gesamten Weltwirtschaft zugute. Die Bemühungen der Fed und der Zentralbanken anderer Industriestaaten sorgten für Wirtschaftswachstum und größere Absatzmärkte für Güter aus Entwicklungsländern.

Aus dem Ausland war wiederholt Kritik an der Geldpolitik der Fed zu hören, da der niedrige Zinssatz zu einem schwachen Dollar führe, der den USA einseitige Handelsvorteile verschaffe. Ein schwacher Dollar verbillige US-Exporte. Entscheidungen der Zentralbanken der Industriestaaten diktierten nicht notwendiger Weise den Kapitalfluss, sagte Bernanke. Zudem hätten auch Entwicklungsländer Mittel und Wege, zu hohe Investitionsvolumen zu regulieren.

Noch im September hatte die Fed angekündigt, den Leitzins bis mindestens Mitte 2015 auf niedrigem Niveau zu halten - solange, bis sich der Arbeitsmarkt in den USA nachhaltig erholt habe. Am 23. und 24. Oktober kommt die Führungsriege der Fed erneut zusammen, um über ihre Politik zu beraten.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Jeder dritte Deutsche fordert ein Verkaufsverbot für Weihnachtsgebäck im Spätsommer . Und Sie?

Jeder dritte Deutsche fordert ein Verkaufsverbot für Weihnachtsgebäck im Spätsommer . Und Sie?

 
Aus dem Ressort
Bochumer Betriebsrat wirft Opel Fehler bei Abfindungen vor
Opel
Rund drei Monate vor dem Aus der Autoproduktion im Bochumer Opel-Werk ist ein Streit um die Abfindungen für rund 800 Beschäftigte entbrannt. Betriebsratschef Rainer Einenkel warf dem Unternehmen fehlerhafte Berechnungen vor. Auch bei Daimler in Düsseldorf gibt es Unruhe.
Siemens verkauft Haushaltsgeräte-Sparte komplett an Bosch
Siemens
Der Münchener Technologiekonzern überlässt Bosch seinen Anteil des Hausgeräteriesen BSH für drei Milliarden Euro. Dafür steigt der Technologiekonzern mit dem Kauf von Dresser-Rand in den US-Gasmarkt ein. Mit der Abgabe von BSH trennt sich Siemens von der letzten Schnittstelle mit Konsumenten.
So erkennen Sie die echten neuen Zehner
Geldschein
Der neue Zehn-Euro-Schein ist ab diesem Dienstag im Umlauf und an Geldautomaten und Bankschaltern zu bekommen. Durch Hologramm und Wasserzeichen mit der mythischen Figur Europa soll er fälschungssicherer sein. Ein Speziallack macht ihn zudem haltbarer. Für 2016 ist der neue Zwanziger angekündigt.
Wie Hövelmann sein Getränke-Imperium in Duisburg aufbaute
Getränke
Er gilt als „Duisburgs größter Durstlöscher“, hat hartnäckig nach Wasser gebohrt, sich mit der Sinalco-Übernahme einen Traum erfüllt und damit das Familienunternehmen zu einem der absatzstärksten Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland ausgebaut: Hermann Hövelmann wird am Montag 80 Jahre alt.
Bosch übernimmt BSH von Siemens für drei Milliarden Euro
Konzernübernahme
Der Technologiekonzern Bosch kauft Siemens für drei Milliarden Euro 50 Prozent des gemeinsamen Hausgerätekonzerns BSH ab und übernimmt ihn damit komplett. Der Name Siemens darf weiterfür die Produkte verwendet werden. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.