Fast jede vierte Zigarette wird nicht versteuert
15.02.2012 | 11:05 Uhr 2012-02-15T11:05:28+0100
Berlin. Mehr als jede fünfte in Deutschland gerauchte Zigarette ist nicht versteuert. Der Anteil der Kippen, die am Fiskus vorbei geraucht werden, stieg nach Angaben des Zigarettenverbands auf 22,1 Prozent. Ungefähr jede zweite davon ist eine Schmuggelzigarette. Gesamtschaden: 4,2 Milliarden Euro.
Deutsche Raucher greifen immer häufiger zu unversteuerten Zigaretten. Im vergangenen Jahr gingen nach einer Erhebung des Deutschen Zigarettenverbands in der Bundesrepublik 23,5 Milliarden unversteuerte Glimmstengel in blauem Dunst auf - 1,5 Milliarden mehr als im Vorjahr. Der Anteil der unversteuerten an allen konsumierten Zigaretten sei damit um 0,9 Punkte auf 22,1 Prozent gestiegen, sagte die Verbandsgeschäftsführerin Marianne Tritz am Mittwoch in Berlin.
Nach Angaben von Tritz wurde gut die Hälfte der unversteuerten Zigaretten nach Deutschland geschmuggelt. Weitere rund zehn Milliarden Zigaretten wurden legal aus EU-Ländern mitgebracht. Den Schaden durch die unversteuerten Zigaretten bezifferte die Geschäftsführerin auf 4,2 Milliarden Euro beim Fiskus und 1,3 Milliarden Euro bei Handel und Zigarettenherstellern. (dapd)

08:19
Das kann ich nur anhand von Beobachtungen im Bekanntenkreis bestätigen. Die einen rauchen Zigaretten aus dem Ausland, die anderen sind auf E-Zigarette umgestiegen. Nur ganz wenige noch, die bereit sind, dem Staat den mehr als dreisten Steueranteil in den Rachen zu werfen und mittlerweile 10 DM für eine Schachtel zu bezahlen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Steuerverlust durch ausländische Zigaretten inzwischen deutlich höher ist, als die Einnahmen der letzten gefühlten 25 Tabak-Steuererhöhungen.
12:14
Je höher die Steuern, umso mehr wird man sie umgehen. Einfach logisch. Die letzte Mehrwertsteuererhöhung von 18,75 % (SPD) förderte auch die Schwarzarbeit massiv, weil es sich mehr lohnt. Not macht eben erfinderisch!
ja dann einfach noch mehr kontrollieren... und nicht nur Vietnamesen, sondern ruhig mehr Endverbraucher
Wo eine Nachfrage, da auch ein Anbieter