Falsch deklariert? NRW-Umweltminister lässt Spargel testen

Die Spargelzeit hat bereits begonnen. Ob das Stangengemüse "aus der Region" tatsächlich von hier kommt, überprüft nun das Umweltministerium.
Die Spargelzeit hat bereits begonnen. Ob das Stangengemüse "aus der Region" tatsächlich von hier kommt, überprüft nun das Umweltministerium.
Was wir bereits wissen
Als regional deklarierter Spargel war wohl in der Vergangenheit manchmal in Wirklichkeit ausländischer Herkunft. Deshalb lässt NRW-Umweltminister Remmel das Gemüse nun auf seine Herkunft untersuchen.

Düsseldorf.. Pünktlich zum Beginn der Spargelsaison lässt das NRW-Umweltministerium wieder Proben des beliebten Stangengemüses auf seine Herkunft untersuchen. Auf Wochenmärkten, bei fahrenden Händlern und auf Feldern würden Proben genommen, teilte Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) am Sonntag mit.

In der Vergangenheit sei es vorgekommen, dass als heimisch deklarierter Spargel in Wirklichkeit aus dem Ausland oder anderen Regionen Deutschlands gekommen sei. Allerdings sei die Zahl solcher Fälle von Verbrauchertäuschung deutlich zurückgegangen. 2013 seien alle 46 untersuchten Proben richtig deklariert gewesen.

In einem chemischen Verfahren untersuchen die Behörden, in welchem Boden der Spargel gewachsen ist. Das lässt Rückschlüsse auf das Herkunftsgebiet zu. Vergangenes Jahr wurden in NRW etwa 18.000 Tonnen Spargel geerntet. Es ist damit nach Niedersachsen das zweitgrößte Spargelanbaugebiet in Deutschland. (dpa)