Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Facebook

Facebook legt schwachen Börsengang hin

18.05.2012 | 17:33 Uhr
Facebook legt schwachen Börsengang hin
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg blieb in Kalifornien, um den Börsenstart zu feiern.

New York.   Das Online-Netzwerk Facebook hat nach einem furiosen Börsenstart wieder Federn lassen müssen. Zum Handelsauftakt sprangen die Papiere auf 43 Dollar, fielen dann aber wieder auf den Aufgabepreis zurück. Analysten reagierten enttäuscht.

Die Aktie des Online-Netzwerkes Facebook hat an ihrem ersten Handelstag an der New Yorker Wall Street einen Gewinn von 23 US-Cent (18 Euro-Cent) ausgewiesen. Der Schlusskurs lag am Freitagabend bei 38,23 Dollar. Damit fiel das größte Börsendebüt eines Internetunternehmens am Ende des ersten Handelstages eher bescheiden aus. Bereits kurz nach Handelsbeginn um 17.30 Uhr deutscher Zeit fiel die Aktie kurzzeitig auf den Ausgabepreis von 38 Dollar zurück - und raffte sich US-Medienberichten zufolge nur dank der an dem Börsengang beteiligten Banken wieder auf. Wenige Stunden nach dem Handelsstart an der US-Technologiebörse Nasdaq hielten sich die Anteile bei gerade einmal knapp über 40 Dollar.

In den ersten Sekunden war die Aktie des weltgrößten sozialen Online-Netzwerks mit rund 900 Millionen Mitgliedern zunächst auf 43 Dollar geschossen, dann sackte der Kurs ab. Zuvor hatte eine Panne bei der Nasdaq den Handelsstart um eine halbe Stunde verzögert.

Facebook startete mit 43 Dollar in den Handel, der Kurs gab dann etwas nach, blieb aber deutlich über dem Ausgabekurs von 38 Dollar, mit dem Facebook 16 Milliarden Dollar einnahm.

Immerhin: Allein bei dem Ausgabekurs von 38 Dollar ergab sich ein Wert des erst acht Jahre alten Unternehmens an der Börse von 104 Milliarden Dollar oder rund 82 Milliarden Euro - soviel wie die DAX-Schwergewichte Bayer und BMW zusammen. Facebook hat mit dem Börsengang 16 Milliarden Dollar eingenommen.

Zuckerberg spricht von "Meilenstein"

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wischte in einer ersten Stellungnahme den müden Börsengang beiseite und sprach von einem "Meilenstein" für das Unternehmen: "Unsere Mission ist nicht, eine börsennotierte Firma zu sein. Unsere Mission ist, unsere Welt offener zu machen und stärker miteinander zu vernetzen." Er lobte seine Mitarbeiter: "In den vergangenen acht Jahren habt ihr die größte Community in der Geschichte der Welt aufgebaut. Ihr habt erstaunliche Dinge getan, von denen wir nie geträumt hätten, und ich kann es nicht erwarten, mit euch weiter nach vorn zu schreiten."

Analysten hatten vor dem Börsengang jedoch davon gesprochen, dass jede Preissteigerung unter 50 Prozent wohl als Enttäuschung zu werten sei. "Ich bin überrascht über die Schwäche", sagte Investor Kevin Landis dem US-Wirtschaftssender CNBC kurz nach Handelsbeginn. "Wer am ersten Tag gegen Facebook gewettet hat, sieht jetzt wie ein Genie aus", twitterte die Korrespondentin des Senders, Jane Wells. "Es war nicht so aufregend, wie es hätte sein können", sagte Nick Einhorn, Analyst bei dem Beratungsunternehmens Renaissance Capital. "Ich denke aber nicht, dass wir es als Misserfolg betrachten sollten."

  1. Seite 1: Facebook legt schwachen Börsengang hin
    Seite 2: Zuckerberg blieb Wall Street fern

1 | 2



Kommentare
04.06.2012
17:29
Facebook legt schwachen Börsengang hin
von febel | #15

So richtig wundert einen das jedenfalls nicht...

01.06.2012
17:42
Facebook legt schwachen Börsengang hin
von ikleinert_0 | #14

Das war doch absehbar

20.05.2012
12:43
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #13

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

19.05.2012
08:15
Facebook legt schwachen Börsengang hin
von ESteiger | #12

wer braucht Facebook!

Kein Mensch!

18.05.2012
20:02
Auf und Ab beim Börsengang von Facebook
von silera | #11

Wie kann man dieser Seifenblase seine Daten unentgeldlich überlassen.Womöglich auch noch Aktien kaufen.Wie krank muß man eigentlich sein und seine geistigen Ergüsse
auf ein sogenanntes Soziales Netzwerk hinterlassen. 900 Millionen können sich irren

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #11-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.05.2012
19:39
Auf und Ab beim Börsengang von Facebook
von lospolloshermanos | #10

Erinnert stark an die T-Aktie. Die Volksaktie ohne Risiko. 17.000 Kunden haben das doch gerade vom Gericht bestätigt bekommen.
Jeder, der dort sein Geld "investiert" könnte es auch gleich verbrennen, der Effekt ist der selbe.

18.05.2012
19:12
Auf und Ab beim Börsengang von Facebook
von jmeller | #9

Bei N-TV hat man noch vor 3 Stunden darauf spekuliert das die Aktie heute auf 80 Dollar steigt, und der Wert von Facebook von 100 Milliarden auf 200 Milliarden Dollar steigt.

18.05.2012
19:04
Facebooks Geschäftskonzept
von Plem | #8

Durch seine Anmeldung stellt der FB-Nutzer sich und sein Profil als Produkt unentgeltlich Facebook zur Verfügung. Die 900 Mio. Nutzer bilden also Facebooks Produktpalette. Diese Produkte werden nun auf dem Markt angeboten. Dabei ist zweierlei zu beachten:
1. die Produkte werden niemals verkauft, sondern nur verliehen; Facebook bleibt also immer im Besitz seiner Produkte,
2. jedes Produkt kann beliebig oft an beliebig viele Kunden verliehen werden.

Die Kunden zahlen für die bestellten Produktkontingente eine Leihgebühr, die von Facebook als Dividende an die Aktionäre ausgezahlt wird. Nach Zahlungseingang erhalten die Kunden ein begrenztes Verfügungsrecht über die bestellten Produkte; sie können nun versuchen, über die Verwertung der Produkte ihren Gewinn zu steigern.

Das ist im Grunde genommen schon das ganze Geschäftskonzept.

18.05.2012
18:54
Auf und Ab beim Börsengang von Facebook
von oxofrmbl | #7

Wo sind die Werte? Neben ein paar Servern hat Facebook nichts zu bieten, außer einer schnelllebigen Idee. Sobald die Teenies etwas neues entdecken, rauscht der angebliche "Wert" von Facebook ins Bodenlose, und alle wundern sich mal wieder über diese Internetblase. Die Gewinne sind bereits abgeschöpft, wer jetzt noch investiert, wird sein blaues Wunder erleben.

18.05.2012
18:53
Auf und Ab beim Börsengang von Facebook
von a_ha | #6

Facebook ist nichts. Nur ein Versprechen. Zuckerberg muss sich ins Fäustchen lachen, ob soviel Kohle! Wenn die Datenschutzbestimmungen endlich verschärft und eingehalten werden, sind die Geschäftsidee und das Geld futsch.

2 Antworten
Auf und Ab beim Börsengang von Facebook
von jmeller | #6-1

Da haben Sie wohl Recht:

http://kress.de/mail/alle/detail/beitrag/116146-datenschuetzer-weichert-sieht-mega-boersengang-kritisch-facebook-hat-ein-riesiges-problem.html
"Wer als Aktionär spekuliert, muss damit rechnen, dass, wenn sich der Datenschutz in Deutschland und Europa mit seinen Belangen durchsetzt, das Geschäftsmodell von Facebook in sich zusammenbricht", so Weichert. Es sei zwar möglich, dass Facebook den Forderungen der Datenschützer nachkomme, aber das sei vollkommen offen.

Facebook legt schwachen Börsengang hin
von a_ha | #6-2

Danke. Profitiert haben außer Zuckerberg nur die, die bei 38 eingestiegen und spekulativ bei 42, 43 wieder ausgestiegen sind. Ich schätze mal, das wird nix mehr. Viel Hype, viel Zeitgeist, viel wenig.

Aus dem Ressort
Thyssen-Krupp Steel führt die 31-Stunden-Woche ein
Stahl
Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp Steel führt an seinen Standorten Duisburg, Bochum, Dortmund, Finnentrop und Siegen die 31-Stunden-Woche bei Lohnverzicht ein. Darauf haben sich Unternehmen und Betriebsrat verständigt. Der „Tarifvertrag Zukunft“ soll Stellenstreichungen und Kurzarbeit verhindern.
Jeder vierte Auszubildende in Duisburg bricht die Lehre ab
Arbeitsmarkt
Jeder vierte Duisburger Auszubildende beendet seine Lehre nicht. Gründe dafür können sowohl eine falsche Berufswahl aber auch zwischenmenschliche Gründe sein. Allein im letzten Jahr wurden 966 Ausbildungen abgebrochen. Um die Zahlen zu senken setzt die Arbeitsagentur auf die Berufsorientierung.
Warum Buchhändler das Ende der Buchpreisbindung fürchten
Freihandel
Buchhändler machen mobil gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Ihre Angst: Bei den Verhandlungen könnten die Europäer die deutsche Buchpreisbindung opfern. Aber sind die festen Preise überhaupt noch zeitgemäß - und was wäre, wenn die Preisbindung verschwände?
„Rote Karte gegen Tarifflucht“ bei Amazon in Rheinberg
Streik
Die Beschäftigten des Onlineversandhändlers Amazon wollen unbedingt einen Tarifvertrag abschließen. Die Haltung, dass das Unternehmen mit den Mitarbeitervertretern darüber nicht einmal reden wolle, müsse aufgebrochen werden. Man werde nicht locker lassen, kündigen DGB und Verdi an.
Autozulieferer Hella aus Lippstadt geht an die Börse
Familienunternehmen
Mit neuer LED-Lichttechnik und Elektronik für die Automobil-Industrie wächst Hella aus Lippstadt seit Jahren. Der Automobilzulieferer eilt von Erfolg zu Erfolg. Jetzt geht das Familienunternehmen an die Börse. Platziert werden aber nur 15 Prozent der Anteile.
Umfrage
Statt mit Aufkleber will Verkehrsminister Dobrindt die Pkw-Maut mit automatischer Nummernschild-Erkennung an den Autobahnen kontrollieren lassen. Was halten Sie davon?

Statt mit Aufkleber will Verkehrsminister Dobrindt die Pkw-Maut mit automatischer Nummernschild-Erkennung an den Autobahnen kontrollieren lassen. Was halten Sie davon?