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Sozialverband

Experten fordern für Behinderte mehr Lehrstellen

10.08.2010 | 11:09 Uhr

Düsseldorf.Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert mehr Ausbildungsplätze für junge Menschen mit Behinderung in Handwerk, Industrie und Handel.

„Von den rund 50.000 Jugendlichen, die zum beginnenden Ausbildungsjahr noch ohne Lehrstelle sind oder mangels Alternativen an berufsvorbereitenden Maßnahmen teilnehmen, haben rund 2000 ein Handicap. Junge Menschen mit Behinderung haben es besonders schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden“, sagte SoVD-Landeschefin Gerda Bertram am Dienstag in Düsseldorf.

Sechs von zehn behinderten Ausbildungsplatzbewerbern konnten demnach bislang laut Bundesagentur für Arbeit nicht in eine reguläre Ausbildung vermittelt werden. Bei den nicht behinderten Ausbildungsplatzbewerbern sind es vier von zehn.

Arbeitgeber und die Bundesagentur für Arbeit müssten ihre Anstrengungen verstärken, um diesen jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten. „Menschen mit Handicap müssen vorrangig in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Denn berufliche Teilhabe ist eine entscheidende Voraussetzung für die gesellschaftliche Inklusion. Auch junge Menschen mit Handicap dürfen nicht im Stich gelassen werden“, sagte Bertram. (ddp)

DerWesten

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Kommentare
10.08.2010
11:37
Experten fordern für Behinderte mehr Lehrstellen
von Silverado | #1

Ich finde es einfach nur schlimm, das Menschen mit einem Handicap schwerer eine Lehrstelle finden. Ich selber hatte auch Schwierigkeiten. Am meisten bei den Auswahlverfahren/Einstellungstest. Aus Sicht des AG sind die Teste eine tolle Investitition, aber es ist nunmal oft so, dass manche normale Bewerber diese Tests einfach besser absolvieren.
Ich hatte ein durchschnittliches Verfahren und kam nicht weiter, aber meine Lehrerin hat sich meinen AG gekrallt und mit ihm ein Gespräch geführt.

Wenn ich unsere anderen Azubis sehe, da kann ich manchmal sage, ehh du hast es viel besser drauf! Viele haben Angst vor den Kosten und vielleicht auch um ihr Image, aber das Intergrationsamt und die Bundesagentur für Arbeit kümmern sich um die zusätzlichen Hilfmittel.


Mein Ziel ist es, wenn ich 2011 mit meiner Ausbildung fertig bin, den Ausbilderschein zu machen, und ein Projekt oder so zu starten, wo nur gehandicapte Menschen eine Chance zu bekommen ihren Berufwunsch nachzugehen.

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