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Ex-BVB-Großaktionär Florian Homm festgenommen

09.03.2013 | 19:48 Uhr
Ex-BVB-Großaktionär Florian Homm festgenommen
Hedgefond-Manager Florian Homm sitzt in Florenz in Haft.Foto: Getty

Dortmund.  Seit mehr als fünf Jahren war weltweit nach Florian Homm gefahndet worden - jetzt ist der ehemalige BVB-Großaktionär festgenommen worden. Auf den Finanzbetrüger war ein Kopfgeld von 1,5 Millionen ausgesetzt worden. Homm war mit mehr als 150 Millionen Euro untergetaucht: Kundengelder von Anlegern.

Der mutmaßliche Millionenbetrüger und ehemalige Hedgefond-Manager Florian Homm sitzt italienischen Medienberichten zufolge nach fünf Jahren Flucht in Italien in Haft. Der 53-Jährige sei bei einem Besuch der Uffizien in Florenz festgenommen worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Samstag. Es werde erwartet, dass er an die USA ausgeliefert werde.

Homm war am vergangenen Sonntag plötzlich wieder aufgetaucht: als Talkgast von Peter Hahne im ZDF. Thema der Sendung: „Finanzhai trifft Sozialistin – zahlen die Dummen für die Eurokrise und die Cleveren sahnen ab?“

Dem Manager wird Betrug bei Wertpapier-Geschäften in großem Stil vorgeworfen. Die US-Börsenaufsicht SEC verlangt von ihm rund 56 Millionen Dollar (44 Millionen Euro). Homm war mit mehr als 150 Millionen Euro unter getaucht: Kundengelder von Anlegern. Über Nacht hatte er seinen Rücktritt als Chef der Hedge-Fonds-Gesellschaft Absolute Capital Management bekannt gegeben und war mit falschem Pass nach Panama verschwunden. Die Aktie brach um 93 Prozent ein.

Als Großaktionär und vermeintlichen Retter von Borussia Dortmund haben den Mann aus Oberursel viele in Erinnerung, ehe er versuchte im Verein mitzuregieren. Als Kurskiller beschimpften sie den Finanzjongleur an der Börse, weil er so gerne auf fallende Kurse spekulierte .

Homm hatte sich offensichtlich nicht lange an einem Ort aufgehalten. In Venezuela war er mehrfach, in Caracas schossen Straßenräuber ihn einmal an beim Versuch seine goldene Rolex zu klauen. Unter verschiedenen Identitäten reiste er durch Europa und Afrika, unter anderem nach Liberia. (fp/dpa)



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