Euro klettert wieder in die Höhe
16.07.2010 | 15:57 Uhr 2010-07-16T15:57:00+0200
Brüssel.Von wegen Euro-Schwäche: Die Vertrauenskrise scheint überwunden zu sein. Europas Einheitswährung klettert wieder in die Höhe. Am Freitag knackte der Wechselkurs erstmals seit Mai wieder die 1,30-Dollar-Marke.
Der Euro steigt in rasantem Tempo wieder nach oben, nachdem sie zuvor in der griechischen Vertrauenskrise kräftig an Wert verloren hatte. Am Freitag lugte der Euro-Wechselkurs erstmals seit Mai wieder über 1,30 Dollar. Die Europäische Zentralbank stellte den täglichen Referenzkurs genau bei dieser Marke fest.
In den vergangenen Wochen hat der Euro damit sage und schreibe um mehr als zehn Cent zugelegt – eine ungewöhnlich rasche Aufwertung. Er notiert nun wieder deutlich höher als im langfristigen Durchschnitt.
Gründe dafür dürften die entspannenden Meldungen von Europas Kapitalmärkten sein, wo es sogar den finanziell angeschlagenen Ländern Spanien und Portugal gelingt, sich neues Geld zu besorgen. Auch die Erwartung, dass die meisten Banken nächste Woche den Stresstest bestehen, ohne neues Kapital aufnehmen zu müssen, wirkt stabilisierend. Gleichzeitig wachsen die Zweifel daran, dass der Aufschwung in den Vereinigten Staaten von Dauer ist, was auf den Dollar drückt.

09:24
Zur vermeintlichen Stärke des EURO sei nur gesagt, daß diese Retortenwährung in den letzten Wochen gegenüber starken Währungen (der Dollar ist keine) weiter verloren hat, Beispiel Schweizer Franken. Was ist daraus zu folgern? EURO und Dollar sind zu Weichwährungen verkommen, das ist der massiven Überschuldung der beteiligten Länder geschuldet. Das Ergebnis wird sein, daß auf beiden Seiten des Atlantiks gewaltige Währungsreformen anstehen und da verliert nur einer, nämlich der Sparer. Ein Hair-Cut aller Einlagen von 10:1 dürfte hier ein wahrscheinliches Resultat sein. Das heißt z.B. Altersvorsorge ade, viel Spaß dabei.
08:25
Was soll denn daran jetzt positiv sein ,in welchem Zusammenhang?
Ein stärker werdender Euro bedeutet für unsere Export -Industrie -ausserhalb des Euro -Währungsraumes - eine relative Verteuerung der Produkte.
Allerdings kann man mit einer stärkeren Währung im Importbereich -relativ - mehr Produkte einkaufen.
Dies müsste sich z.B. an den Tankstellen für Benzin niederschlagen ,wenn wir auch in diesem Bereich noch eine funktionierende Marktwirtschaft hätten.
Viel wichtiger ist doch was mit einem wieder stärker werdenden Euro für den interessierten Wirtschafts-Betrachter signalisiert wird.
Der Euro wird nämlich gegenüber dem Dollar wieder stärker.
Dies heißt nichts anderes als : Der prognostizierte ,amerikanische Wirtschaftsaufschwung bzw. die amerikanische Wirtschaftserholung ist ins Stocken geraten.
Dies ist für die Export-Nation Deutschland keine gute Nachricht.
Denn in vielen Bereichen -z.B. im Spezialmaschinenbau - ist die USA - nach Euroland - der größte Handelspartner.
Schlußfolgerung: Das Geschäftsmodell Deutschland als Export-Überschuß-Land ist massivst gefährdet.
Denn derzeit schon ist die gegenwärtige ,kleine Erholung sehr einseitig vom asiatischen (China) Wirtschaftsraum getragen.
Und bei denen wachsen die Bäume auch nicht in den Himmel.
Unsere europäischen Handelspartner sind weitgehend überschuldet und werden zusätzlich noch mit einem - für die Situation untauglichen - sog. Entschuldungsdiktat überzogen.
Also ,was ist an dieser Nachricht positiv?
07:55
Das wird den Weltuntergangsmarktschreiern aber gar nicht gefallen...
00:28
Frau Merkel und die anderen haben wieder dickes geld in der tasche,und wir.NIX
16:30
Klar, bis zum nächsten Fall