Erneut 14 000 im Ausstand

Hagen..  Auch gestern haben wieder knapp 14 000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen aus 116 Betrieben zeitweise die Arbeit niedergelegt. Allein 1100 Arbeitnehmer beteiligten sich nach Angaben der IG Metall in Bad Berleburg, 700 in Plettenberg, 750 in Lippstadt und 1500 in Dortmund.

Sie fordern 5,5 Prozent mehr ­Entgelt und verbindliche Regelungen zur Alters- und Bildungsteilzeit. Die Arbeitgeber bieten 2,2 Prozent. Die nächste Verhandlungsrunde findet an diesem Freitag in Mülheim statt, der laut Gewerkschaft von einem Demonstrationszug und einer Kundgebung von Metallern aus ganz NRW begleitet wird. Damit haben landesweit bisher 74 000 Beschäftigte an Warnstreiks teilgenommen.

Unterdessen sieht die Metall- und Elektroindustrie Anzeichen für ein Ende der Stagnation in der Branche. Die Stimmung der Unternehmer drehe sich und die Auftragseingänge wüchsen, sagte der Chefvolkswirt des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stahl. Voraussichtlich werde die Produktion in diesem Jahr um 1,5 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr waren es demnach zwei Prozent, die jedoch hauptsächlich im ersten Vierteljahr erwirtschaftet worden seien. Beim Umsatz rechnet Gesamtmetall für 2014 mit einem Zuwachs von vier Prozent.