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Ermittlungen gegen ADAC wegen Bespitzelung von Mitarbeitern

21.03.2013 | 17:56 Uhr
Ermittlungen gegen ADAC wegen Bespitzelung von Mitarbeitern
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den ADAC-Regionalverband Niedersachsen/Sachsen-Anhalt wegen Bespitzelung von Mitarbeitern.Foto: dapd

Hannover.  Dem ADAC-Regionalverband Niedersachsen/Sachsen-Anhalt wird vorgeworfen Mitarbeiter bespitzelt und die Betriebsarbeit behindert zu haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover. Der ADAC weist die Vorwürfe zurück.

Wegen Behinderung der Betriebsratsarbeit und der Bespitzelung von Mitarbeitern hat die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen gegen den ADAC-Regionalverband Niedersachsen/Sachsen-Anhalt aufgenommen. Konkret werde unter anderem gegen den Geschäftsführer des Regionalverbands ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover am Donnerstag. Der Sprecher bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des NDR Politikmagazin "Panorama 3", wonach der Betriebsrat Strafanzeige erstattet hatte.

ADAC weist Vorwürfe zurück

Ein Sprecher des ADAC wies die Vorwürfe auf Nachfrage zurück. Er sagte: "Es hat niemals und in keiner Form eine Anweisung der Geschäftsführung zur Aushorchung des Betriebsrates gegeben."

In der NDR-Sendung am Dienstag hatte die ehemalige Leiterin der IT-Abteilung des Automobilclubs berichtet, die Geschäftsführung habe sie als Spitzel instrumentalisiert. Auf Druck der Geschäftsführung habe sie unter anderem E-Mails nach Stichwörtern durchsucht, Nachrichten kopiert und Screenshots der Computer von Mitarbeitern gemacht. Ein ehemaliges Vorstandsmitglied sprach in diesem Zusammenhang bei "Panorama 3" von einem "Sumpf", der in Niedersachsen herrsche. (dapd)

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