Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Eon

Eon zieht sich in Deutschland aus Regionalgeschäft zurück

04.06.2012 | 17:34 Uhr
Eon zieht sich in Deutschland aus Regionalgeschäft zurück
Die Stromnetze spielen in Sachen Energiewende eine Schlüsselrolle. Foto: Jens Schlueter/dapd

Düsseldorf.   Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon will sich von Regionalversorgern mit rund 3700 Beschäftigten trennen. Nun wittern die Kommunen ihre Chance. Auch in NRW laufen Gespräche über einen möglichen Einstieg von Städten und Gemeinden.

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon will sich von Unternehmen mit rund 3700 Beschäftigten trennen. Auf der Verkaufsliste steht unter anderem der nordrhein-westfälische Regionalversorger Eon Westfalen Weser. Das Unternehmen mit Sitz in Paderborn zählt 1000 Mitarbeiter und betreibt Verteilnetze für Strom, Gas und Wasser. Trennen will sich der Konzern auch von den Tochterfirmen Eon Mitte (Kassel) und Eon Thüringer Energie (Erfurt).

Damit gibt Eon ein Viertel seines deutschen Regionalgeschäfts ab. In Kreisen der Arbeitnehmer wird der Rückzug kritisch beäugt. „Dadurch verliert Eon an Verankerung in den Kommunen“, hieß es.

Nach Privatisierungen nun Trend zur „Re-Kommunalisierung“

Der Konzern hofft darauf, dass nun Kommunen als Eigentümer einspringen. Auch in NRW gebe es hierzu bereits Gespräche, teilte Eon mit. In der Energiebranche ist nach Jahren der Privatisierungen ein Trend zur „Re-Kommunalisierung“ zu erkennen.

„Die Kommunen haben ein hohes Interesse, als Akteure der Energiewende dabei zu sein“, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, dieser Zeitung. „Netze zu übernehmen ist eine Chance, um sich stärker am Markt zu etablieren. Das schafft auch Arbeitsplätze in der Region.“ Das Risiko nannte Landsberg auch angesichts niedriger Kreditzinsen „überschaubar“.

Ulf Meinke



Kommentare
05.06.2012
12:40
Eon zieht sich in Deutschland aus Regionalgeschäft zurück
von wilbec | #2

Ganz natürliche menschliche Regung.
Da die Politik mit ihren Umwelträumen eine sichere Energieversorgung zerstört wlíl Eon sich nicht für die nicht mehr funktionierende Energieversorgung von der Politik beschimpfen lassen.
Sollen sich doch die Städte (Stadtwerke) mit den Kunden rumschlagen.

04.06.2012
20:47
Eon zieht sich in Deutschland aus Regionalgeschäft zurück
von stefan48 | #1

na das ist ja mal was gutes nur haben das die linken schon seit Jahren so gefordert also kann ja die Politik der Linken nicht falsch sein

Aus dem Ressort
Herbstbelebung drückt Arbeitslosenzahl auf 2,72 Millionen
Arbeitsmarkt
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November um 16.000 auf 2.717.000 gesunken. Das sind 89.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,3 Prozent.
Amazon engagiert weniger Weihnachtsaushilfen als 2013
Amazon
Scharen von Saisonkräften arbeiten alljährlich während des umsatzstarken Weihnachtsgeschäfts beim Versandhändler Amazon. Obwohl weitere Streiks der Gewerkschaft Verdi drohen, hat der Branchen-Riese diesmal sogar weniger Aushilfen als im Vorjahr eingeplant.
Bäckerei ja, Videothek nein - wo Sonntagsarbeit erlaubt ist
Sonntagsarbeit
Busfahrer und Feuerwehrleute müssen sonntags arbeiten. Aber müssen auch Videotheken und Callcenter am Wochenende öffnen? Nein, sagt das Bundesverwaltungsgericht und setzt nach einer Klage in Hessen der Sonntagsarbeit Grenzen. Das Urteil dürfte Folgen auch in anderen Bundesländern haben.
Burger King bleibt vorerst bei Kündigung von Franchisenehmer
Burger King
Einer der Gesellschafter des umstrittenen Franchise-Nehmers Yi-Ko soll sich zurückgezogen haben. Yi-Ko-Anwalt Dominik Ziegenahn hofft deshalb auf eine baldige Einigung mit Burger King. Doch der Konzern hält vorerst trotzdem an der Kündigung des Franchise-Nehmers fest.
57 Männer, 4 Frauen – diese Unternehmen verpassen die Quote
Frauenquote
Die Frauenquote kommt – aber wie weit sind heimische Unternehmen, Städte und Stadttöchter davon entfernt? Wir haben nachgezählt. Und festgestellt: Im Ruhrgebiet gibt's eine Menge Nachholbedarf. In 20 Aufsichtsräten haben wir nur eine einzige Chefin gefunden.
Umfrage
Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

 
Fotos und Videos