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Eon-Chef Teyssen soll weitere fünf Jahre bleiben

11.03.2013 | 19:24 Uhr
Eon-Chef Teyssen soll weitere fünf Jahre bleiben
Weitere fünf Jahre an der Konzernspitze? Eon-Chef Johannes Teyssen.Foto: dpa

Düsseldorf.  Eon-Chef Teyssen winkt eine Vertragsverlängerung. Er soll den größten deutschen Energiekonzern laut einem Zeitungsbericht auch in den nächsten fünf Jahren führen. Außerdem verdichten sich die Hinweise, dass RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum in das Führungsgremium des Konkurrenten Eon einziehen wird.

Eon-Chef Johannes Teyssen soll einem "Handelsblatt"-Bericht zufolge weitere fünf Jahre an der Spitze des größten deutschen Energiekonzerns stehen. Der Eon-Aufsichtsrat werde an diesem Dienstag über eine Vertragsverlängerung für den 53-jährigen Vorstandschef beraten, berichtete das Wirtschaftsblatt unter Berufung auf das Umfeld des Gremiums. Zur Vorlage stehe ein Kontrakt über weitere fünf Jahre. Eon kommentierte den Zeitungsbericht nicht.

Außerdem verdichten sich die Hinweise, dass RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum in das Führungsgremium des Konkurrenten Eon einziehen wird. Im Eon-Vorstand soll Birnbaum künftig für Technologie zuständig sein, schreibt das "Handelsblatt" weiter.

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RWE-Manager Birnbaum geht zum Konkurrenten Eon

Die durch die Atomwende unter Druck geratenen Energieriesen Eon und RWE stellen ihr Top-Management neu auf. RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum wechselt zum Konkurrenten Eon. Zudem gibt die im Arbeitnehmerlager umstrittene Eon-Personalchefin Regine Stachelhaus ihren Posten auf.

Über einen bevorstehenden Wechsel von Birnbaum von RWE zu Eon auf diese Position hatte auch schon die "Rheinische Post" berichtet. Birnbaum war 2011 als ein möglicher Nachfolger des damaligen RWE-Chefs Jürgen Großmann im Gespräch.

Deutlich weniger Gewinn

Teyssen wird an diesem Mittwoch die Eon-Bilanz 2012 vorlegen und einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr geben. Die Folgen der Energiewende setzen Eon weiter schwer zu. Für 2013 rechnet Eon wegen der europaweiten Marktschwäche und der Lasten der Energiewende mit deutlich weniger Gewinn, wie Teyssen bereits Ende Januar deutlich machte. Der Konzern will deshalb weitere Beteiligungen verkaufen, seine Investitionen verringern und sich auf lukrative Märkte wie Brasilien oder die Türkei konzentrieren. Gaskraftwerke, die rote Zahlen schreiben, will Eon nicht mehr weiterbetreiben.

Bis 2015 streicht Eon auf seinem Sparkurs weltweit 11 000 Arbeitsplätze, davon 6000 in Deutschland. Dieser Stellenabbau ist schon länger bekannt, ein Sozialplan wurde bereits vereinbart. Die 30 000 Beschäftigten von Eon in Deutschland bekommen rückwirkend ab Jahresbeginn 2,8 Prozent mehr Geld plus eine Einmalzahlung von 300 Euro. Mit diesem Tarifabschluss wurde im Februar in letzter Minute ein Streik verhindert, mit dem Verdi auch in Kraftwerken gedroht hatte. Eon hätte dann möglichweise teuer Strom zukaufen müssen. (dpa)



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