Enervie: Sorge um Dividende

Hagen..  Bereits in den Jahren 2014 und 2015 müssen die Anteilseigner der Enervie-Gruppe auf Dividendenausschüttungen verzichten, jetzt droht diese Durststrecke sich bis in das Jahr 2019 zu verlängern. In der jüngsten Aufsichtsratssitzung des Unternehmens wurde ein Papier präsentiert, aus dem hervor geht, dass die Banken bis zum Jahr 2020 auf eine Erhöhung der Enervie-Eigenkapitalquote auf 25 Prozent drängen. Diese droht mit der Bilanz des Bereinigungsjahres 2014 und einem möglichen Minus von 132 Millionen Euro auf einen Tiefstwert von 7,2 Prozent abzurutschen.

Kritischer Blick der Banken

Selbst wenn Enervie bis 2019 die üblichen Dividendenzahlungen in Höhe von 17 Millionen Euro weitere vier Jahre aussetzen würde, ließe sich auf Basis der mittelfristigen Finanzplanung die Eigenkapitalquote nur auf 17,6 Prozent hochschrauben. Schüttet der Konzern ab 2016 hingegen wieder im üblichen Rahmen an die Anteilseigner aus, stiege die Quote lediglich auf 10 Prozent. Eine Entwicklung, die von den Banken als „sehr kritisch“ bewertet wird.

Vorstandssprecher Grünhagen wollte sich gestern an Spekulationen über die Dividende nicht beteiligen, betonte aber: „Es wird in den nächsten Jahren ein erhebliches Spannungsfeld zwischen den Anteilseigner- und Bankeninteressen geben.“