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Wirtschaft

Energiesparlampen machen sich bezahlt

19.06.2008 | 22:05 Uhr

In Neuseeland dürfen herkömmliche Glühbirnen ab Oktober 2009 nicht mehr verkauft werden. Können die Energiesparlampen, die es auch in Deutschland zu kaufen gibt, wirklich so viel Strom sparen?

Die Energiesparlampe (rechts) verbraucht bei gleicher Leistung etwa 80 Prozent weniger Strom. (Foto: Philipp Gülland/ddp)

Die Glühbirne produziert in erster Linie Wärme. Nur etwa fünf Prozent des benutzten Stroms werden tatsächlich in Licht umgewandelt. Eine gute, mit der 60-Watt-Glühbirne vergleichbare 11-Watt-Energiesparleuchte kann allerdings zwischen zwei und 22 Euro kosten. Sie benötigt aber bei gleicher Lichtausbeute etwa 80 Prozent weniger Strom, und die meisten Lampen halten mehr als zehn Mal so lange. Durch ihre längere Lebensdauer kann eine solche Leuchtvariante für ein Plus von rund 100 Euro in der Haushaltskasse sorgen. Und die Anschaffung zahlt sich - je nach Kaufpreis - schon nach knapp 1000 Betriebsstunden aus.

Bei der Auswahl sollte man sich jedoch nicht von Billig-Angeboten blenden lassen. In einem Vergleichstest der Stiftung Warentest haben weniger als die Hälfte der Modelle die Note "Gut" erhalten. Die Unterschiede ergaben sich durch Helligkeitsverluste, falsche Angaben bei der Lebensdauer, Watt-Schummeleien oder eine mäßige Farbwiedergabe. Nach 2000 Betriebsstunden brannten einige Modelle schon bis zu 17 Prozent weniger hell. Auch entfalten einige Lampen erst nach einer Vorlaufzeit ihre volle Helligkeit.

Weit verbreitet ist das Vorurteil, dass Energiesparlampen beim Anschalten mehr Strom verbrauchen als in einer Stunde Betrieb. Und dass sie bei häufigem An- und Ausschalten schnell kaputt gehen. Die auf Haltbarkeit ausgelegte Konstruktion von Sparleuchten verträgt das An- und Ausschalten jedoch durchaus gut.

Die EU-Komission hat jetzt erklärt, dass ein pauschales Verbot der Glühbirne nicht geplant ist. Allerdings liegen in Brüsseler Schubladen Pläne, die Grenzwerte für den Energieverbrauch vorsehen, die mit den üblichen Billigbirnen nicht erreicht werden können. Voraussichtlich Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres wird eine Entscheidung im zuständigen EU-Regulierungsausschuss angestrebt.

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Kommentare
25.06.2008
11:38
Energiesparlampen machen sich bezahlt
von Rainer | #6

Trotzdem wundere ich mich das Sparen von den Energiekonzernen bestraft wird. Denn je geringer der Jahresverbrauch desto höher der Kilowattpreis.
Übrigens, das Gas in der Birne braucht schon noch eine Weile um sich zu erwärmen und somit die volle Leuchtkraft zu erreichen. Über Stock und Stein bricht sich so mancher ein Bein.
Also nicht an der falschen Stelle sparen.

23.06.2008
11:28
Energiesparlampen machen sich bezahlt
von Hartaberherzlich | #5

Energiesparlampen sind schon eine schlaue Sache und so unerschwinglich sind sie wirklich nicht. Aber da müßten ja manche vielleicht auf die Schachtel Kippen mehr verzichten. Problem ist aber bei mir ein anderes. Ich hab mal im Hausflur auf eigene Kosten Energiesparlampen eingeschraubt. Die waren am Tag später verschwunden....Tja, wenn die lieben Nachbarn die Dinger klauen, dann kann man noch so viel Energie sparen wollen....Dasselbe gilt auch für Keller und Speicher. Gewesen ist es natürlich am Ende niemand....

23.06.2008
08:59
Energiesparlampen machen sich bezahlt
von ibbessen | #4

....am meissten Strom spart man, wenn die Treppenhausbeleuchtung nicht 5 Min. sondern nur zwei Minuten leuchtet. Man kann nicht für jeden Schlüsselsucher und Nachtflurputzer alle im Haus mitzahlen lassen. Außerdem wie sieht es mit dem Recycling der Energiesparlampen aus?

21.06.2008
21:00
Energiesparlampen machen sich bezahlt
von Wolfgang Redzig | #3

Durch die Verwendung von Energiesparleuchten konnte ich meinen Stromverbrauch um ca. 15 % verringern. Abschreckend wirken - im Verhältnis zur normalen Glühbirne - derzeit noch die hohen Anschaffungskosten. Dafür halten diese Leuchtmittel aber wesentlich länger. Die älteste Sparleuchte ist bei mir jetzt fast 5 Jahre alt.

Dem Argument von scouti kann ich nicht folgen, wonach sich bei nur kurzzeitiger Beleuchtung keine Energiesparleuchte lohne. Die Energiesparleuchten der jetzigen Generation können ein kurzzeitiges Ein- und Ausschalten problemlos verkraften. Auch die im Gegensatz zu früheren Leuchten lange Anlaufphase ist bei der jetzigen Generation nicht mehr vorhanden oder auf ein Minimum reduziert. Die volle Leuchtkraft ist somit bereits nach wenigen Sekunden vorhanden, sodass auch Treppenhäuser genügend ausgeleuchtet werden.

Australien ist mit dem Verkaufsverbot für Glühlampen auf dem richtigen Pfad. Ich würde es begrüßen, wenn ein solcher Schritt auch in der EU getan würde.

19.06.2008
19:10
Energiesparlampen machen sich bezahlt
von Elektrosteiger | #2

Für wen???
Wer kassiert da noch alles mit???

19.06.2008
19:05
Energiesparlampen machen sich bezahlt
von scouti | #1

Es gibt aber auch Gelegenheiten, wo nur kurz und hell die Beleuchtung benötigt wird - z. B. Treppenhausbeleuchtungen (hier lohnt sich keine Energiesparleuchte). Ansonsten halte ich die Leuchtmittel noch für zu teuer.
P. S. Ich schraube kein Obst in die Fassungen sondern Leuchtmittel.

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