Einstieg in russischen Markt: Millionen-Klage gegen RWE

Essen..  Die schlechten Nachrichten für den Essener Strom-Konzern RWE reißen nicht ab. Jetzt fordert der russische Unternehmer Leonid Lebedew vor dem Landgericht Essen vom Unternehmen und dessen früheren Chef Jürgen Großmann persönlich 700 Millionen Euro. Der 58-Jährige Oligarch fühlt sich um diese Summe geschädigt, weil RWE ihn beim Einstieg in den russischen Strommarkt im Stich gelassen haben soll. „RWE hat Herrn Lebedew an den Rand des Ruins gebracht“, klagt dessen Anwalt Josef Nachmann vor dem Essener Gericht. Lebedews Chancen, den Millionen-Prozess zu gewinnen sind nicht sehr hoch. Denn vor einem Schiedsgericht in London haben beide Parteien den Streit schon einmal ausgefochten. Und dort hat RWE gewonnen. Wei der Russe und die Essener Konflikte nur in London klären lassen wollen, will die Zivilkammer vorab klären, ob damit die Klage vor dem Gericht in Essen allein deshalb abzuweisen ist (Az.: 12 O 37/12).