Eine Villa für 29,90 Euro
29.01.2009 | 18:09 Uhr 2009-01-29T18:09:00+0100
Bochum/Witten. Weil der Bochumer Geschäftsmann Hans-Georg Bär keinen Käufer für seine Villa in Witten findet, will er das Haus nun per Gewinnspiel im Internet an den Mann bringen. Eine Idee, die er sich in anderen Ländern abgeschaut hat.
Hans-Georg Bär versucht seit über zwei Jahren, seine Villa im Grünen in Witten (siehe Foto) loszuwerden. Bislang vergebens. Alle Kaufinteressenten bekamen, so seine Darstellung, die Finanzierung nicht hin oder waren nicht bereit, den Preis für das Objekt zu bezahlen, den sich Bär vorstellt. Angeblich ist die Villa über eine Million Euro wert, hat ein 12.000 Quadratmeter großes Grundstück mit Blick aufs Ruhrtal und eine Garage für sechs Fahrzeuge.
34 Jahre wohnt Bär in der Villa. Doch das 250 Quadratmeter große Haus ist dem 67-Jährigen und seiner Frau zu groß geworden. Auch macht er kein Hehl daraus, dass er das Geld als Altersvorsorge braucht.
Nun hat sich der Bochumer Geschäftsmann einen neuen Weg überlegt: Er will sein Haus per Gewinnspiel im Internet veräußern. Es ist offenbar die erste Aktion dieser Art in NRW. Die Idee kam ihm, nachdem er Presseberichte aus Österreich las, wo eine Villa per Verlosung für 99 Euro den Besitzer wechselte.
Verlosungen in Deutschland verboten
Das Problem: In Deutschland fallen Verlosungen unter das staatliche Glückspielverbot. Wer solche veranstaltet, macht sich strafbar. Es drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe, warnt der Hamburger Anwalt Martin Bahr in einem Exposé auf der Internetseite der gleichnamigen Kanzlei, die sich auf Glückspiel spezialisiert hat.
Deshalb hat sich Bär etwas anderes überlegt und fühlt sich damit auf der sicheren Seite. Statt einer Verlosung will er ein Gewinnspiel anbieten. Denn das darf im Gegensatz zum Glückspiel jeder in Deutschland veranstalten, wie Rechtsanwalt Bahr bestätigt.
Für 29,90 Euro dabei
Jeder Teilnehmer zahlt an Bär zunächst 29,90 Euro als Mitmachbeitrag. Erst wenn 49.900 Mitspieler zusammengekommen sind, wird das Quiz gestartet. Durch drei Spielrunden á fünf Fragen sollen sich die Interessenten spielen. In der letzten Runde zählt dann die Schnelligkeit: Wer die fünf Fragen am schnellsten beantwortet hat, der gewinnt als Hauptpreis das Haus. Den restlichen Spielern winken weitere Preise.
Für Donnerstag hat Bär Journalisten in sein Anwesen eingeladen, die sollen sich vor Ort von seinem Angebot überzeugen können. Anschließend werde die Internetseite für das Gewinnspiel www.villa-gewinnen.at freigeschaltet, hieß es.
„Das ist alles ganz sauber“, versichert Bär. Jurist Bahr rät dennoch den Mitspielern, die Spielbedingungen vorher genau zu studieren. Dort muss drin stehen, was der Gewinner bekommt und worauf er Anspruch hat. Auch die genauen Spielabläufe müssen dort festgehalten sein.
Für Mitspieler nicht ohne Risiko
Risiken bleiben für die Mitspieler dennoch: Falls das Spiel doch gegen Gesetze verstoßen würde, wäre wohl auch das Geld weg. Und noch viel schlimmer: Auch der Teilnehmer würde sich strafbar machen, so der Anwalt. „Das Problem dabei ist: Der juristische Laie kann nicht beurteilen, ob so ein Spiel strafbar ist.“
In München ist eine Hausverlosung vorerst geplatzt. Die Bezirksverwaltung Mittelfranken stoppte nach Medienberichten das Gewinnspiel des Münchners Volker Stiny. Der wollte eine Doppelhaushälfte im Münchner Vorort Baldham per Internet an den Mann bringen. Binnen weniger Tage hatten sich bereits 30.000 Teilnehmer registrieren lassen. Stiny hatte jedoch im Gegensatz zu Bär Wissensquiz und Verlosung kombiniert. Wegen des Zufallsprinzips in der Verlosung, das auf ein Glücksspiel hindeutet, stoppte die Behörde das Spiel schon nach wenigen Tagen. Stiny will sich nun rechtlich wehren.
Bär glaubt nicht an ein ähnliches Schicksal. Sollte sein Spiel dennoch nicht zustande kommen, will er den Interessenten abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 9,90 Euro das Geld zurückzahlen, versichert er.
Österreich im Verlosungs-Fieber
In Österreich hat das erste verloste Haus bereits den Besitzer gewechselt. Dort hatte die Österreicherin Traude Daniel ihre Villa am Wörthersee in 9999 Losen zu 99 Euro angeboten und für großes Aufsehen gesorgt. Mittlerweile gibt es in der Alpenrepublik viele Nachahmer, wie die Internetseite immobilienlotterie.at zeigt. Auch in Spanien und England ist diese Form des Hausverkaufs längst bekannt.
Der Immobilienverband Deutschland (IVD), Region West, mit Sitz in Köln reagiert gelassen auf solche Aktionen. „Das sind Einzelfälle und werden es auch bleiben“, sagte Geschäftsführer Alexander Greischen auf Nachfrage. Fallende Immobilienpreise, die die Leute zu solchen Wegen zwingen könnten, sieht er nicht. Außer in manchen ländlichen Gebieten seien die Häuserpreise in NRW stabil. Teure Immobilien in Toplagen würden sich weiter gut verkaufen. Nur: Häufig schätzten die Verkäufer den Wert ihrer Immobilie höher ein, als der Markt, nennt Greischen ein Problem.
- Ansturm der Fernsehteams: Bär zeigt die Villa von innen
- Wittener Villa zu gewinnen?
- Der Preis ist heiß: Der Traum vom Haus für 19 Euro
- Hausverlosung in Deutschland: Mit beiden Beinen im Gefängnis?: Exposé auf der Internetseite von Anwalt Martin Bahr

10:59
die seite brauchst du nicht. du kannst in www.die-hausverlosung.de gehen,da siehst du mehrere Häuser...etc
viel glück
21:50
@genius
Gucks Du
villa-gewinnen.at
21:40
Warum muß sich der Staat einmischen und den unmündigen Bürger - vor was eigentlich, sich selbst? schützen..
Wenn statt der erwarteten 49.000 nur 10.000 Teilnehmer mitmachen hat Herr Bär sein Haus quasi verschenkt. Durch die Beschränkung der Teilnehmerzahl kann jeder seine Chance einschätzen und aus freien Stücken entscheiden. Besser als die tägliche Volksverdummung im TV, wo man für eine a) oder b) Antwort je Anruf 50ct zahlt und dabei nur rund 5.000€ gewinnen kann. Da regt sich niemand auf....
21:04
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21:03
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15:12
DIE SEITE VERDAMMT!!! WER WEIß DIE ??
SAGEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
12:40
ich möchte nicht verallgemeinern, aber es drängt sich doch mal wieder das Stereotyp des deutschen, in diesem Fall mittelfränkischen Beamtenarsches auf. Auf solche Leute können wir wirklich verzichten. Es ist eigentlich Schade um jeden Tag, den solche “Steuerverschwender” sich weiterhin ihren ***** auf den Stühlen platt sitzen und weiterhin den Schaden vom deutschen Volk “nicht” abwenden. Aber raus bekommt man solche Ärsche eben nicht. Leider
15:06
EINE TOLLE IDEA. WARUM NICHT; DIE FRAGEN WERDEN VON EINEM NOTAR GESTELT;ALSO KEIN BETRUG.
HEINLE
22:45
BRAVO ENDLICH MAL JEMAND DER SEIN SCHICKSAL SELBST IN DIE HAND NIMMT OHNE SICH AUF DEN RETTUNGSFALLSCHIRM VON FRAU MERKEL zU VERLASSEN:EIN UNTERNEHMER IM EIGENTLICHEN SINNE !!
21:06
Kann mir jemand sagen wo die Quizseite ist?