Edeka will 8.000 neue Arbeitsplätze schaffen

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Hamburg. Die Übernahme von Plus soll laut Edeka-Vorsitzendem Markus Mosa keine Arbeitsplätze gefährden. Zudem sollten in diesem Jahr mehr als 8.000 neue Stellen bei Edeka entstehen. Längerfristig sieht der Firmenchef eine Fortsetzung des Trends zum Einkauf beim Discounter.

Der größte deutsche Lebensmittelhändler Edeka will nach der Übernahme des Discounters Plus Tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Der Kauf der Billigkette werde nicht zulasten der Beschäftigten gehen, sagte Edeka-Chef Markus Mosa dem «Hamburger Abendblatt». «Wir haben alle 25.000 Mitarbeiter von Plus übernommen und behalten sie auch. Bei Edeka wird es allein in diesem Jahr darüber hinaus mehr als 8.000 neue Stellen geben», sagte Mosa.

Trend zum Discounter

Der Chef der genossenschaftlich organisierten Edeka-Gruppe geht davon aus, dass der Marktanteil der Discounter im Lebensmittelhandel künftig weiter steigt. «In den nächsten Jahren wird jeder zweite Euro beim Discounter ausgegeben. Bisher liegt der Marktanteil bei 42 Prozent. Der Trend dorthin ist ungebrochen. Und er wird durch die derzeitige Krise noch begünstigt», sagte Mosa.

Zugleich rechnet der Edeka-Chef damit, dass die Lebensmittelpreise, die 2008 im Schnitt um fünf Prozent gestiegen seien, in diesem Jahr zurückgehen. «Die Preiserhöhungen der Lieferanten, die wir 2008 akzeptieren mussten, werden jetzt zum Teil zurückgenommen. Und diesen Vorteil geben wir natürlich an die Verbraucher weiter», sagte Mosa.

Anfang Dezember hatte das Bundeskartellamt der Übernahme von 2.340 Plus-Filialen durch Edeka endgültig zugestimmt. Damit baut der zur Edeka-Gruppe gehörende Discounter Netto sein Filialnetz auf rund 3800 Märkte aus. Die Edeka-Gruppe hat insgesamt rund 253 000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von mehr als 40 Milliarden Euro. (ddp)