Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Touristik

Duisburger Reiseveranstalter Alltours setzt auf die Kanaren und lässt die Preise stabil

27.06.2013 | 19:58 Uhr
Las Teresitas auf Teneriffa – jeder zweite Alltours-Wintergast steuert die Kanaren an.Foto: Marco Siekmann (Archiv)

Duisburg/Düsseldorf.   Neue Hotels, vor allem auf den Kanaren, und feste Flugkontingente sollen Alltours weiteres Wachstum bringen. Nach einem Plus von fünf Prozent bei Gästen und Umsatz im bis Ende Oktober laufenden Geschäftsjahr will das Duisburger Familienunternehmen im Winter um zehn Prozent wachsen. Gute Nachricht für die Kunden: Unterm Strich bleiben die Preise stabil

Mit erweiterten, stärker auf Luxus ausgerichteten Hotel-Kapazitäten – vor allem auf den Kanaren – und mehr Mut zum Risiko bei fest gecharterten Flugzeug-Plätzen gibt sich Deutschlands viertgrößter Reiseveranstalter Alltours für den kommenden Winter äußerst optimistisch.

Um stolze zehn Prozent will das Duisburger Familienunternehmen dann bei der Gästezahl und beim Umsatz zulegen, kündigte der Alltours-Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing, Dieter Zümpel, gestern vor Journalisten in Düsseldorf an. Bis dahin will Alltours sein laufendes Geschäftsjahr (bis 31. Oktober) mit einem Umsatzplus von fünf Prozent abgeschlossen und erstmals mehr als 1,8 Millionen Kunden in den Urlaub gebracht haben. Das Ganze bei stabilen Erträgen, deren genaue Höhe das Unternehmen indes erst im Herbst verkünden möchte.

Die Alltours-Zentrale am Duisburger Innenhafen mit rund 500 Beschäftigten.Foto: Fabian Strauch

Die Preise für die Winterferien im Warmen will Alltours unterm Strich stabil halten. Ziele in der Türkei und auf Mallorca würden rund 1,5 Prozent teurer, so Zümpel. Die Kanaren blieben auf Vorjahresniveau, wobei Fuerteventura tendenziell günstiger und Gran Canaria teurer werde. Günstiger werde auch Ägypten, kündigt Zümpel an. Dort „fahren wir im Moment auf Sicht“, sagt der Manager mit Blick auf die instabile politische Lage. Allerdings müsse Alltours auch in Ägypten wachsen, um das Zehn-Prozent-Ziel zu erreichen.

Mallorca als Ganzjahresziel

In allen Zielregionen rund ums Mittelmeer, aber auch bei Fernzielen wie Sri Lanka, Thailand oder der Karibik, hat Alltours seine Hotelkapazitäten durchforstet und durchweg ausgebaut – in der Regel hin zu luxuriöseren Herbergen. Dieser Trend folge den aktuellen Kundenwünschen, könne sich aber auch wieder ändern, sagte Zümpel.

Laut Alltours-Sprecher Stefan Suska wird „Mallorca als Ganzjahresziel immer beliebter“. Im Winter nähmen die Gäste dort in Kauf, „dass es nicht 25 Grad warm ist, dafür aber ein umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot gibt“. Langzeiturlauber, die im Januar und Februar acht Wochen auf Mallorca blieben, zahlten für ein Doppelzimmer im Vier-Sterne-Hotel, all inclusive, mit Flug, ab 162 Euro pro Woche. Ein Fünf-Sterne-Quartier in der Türkei gebe es für Langzeiturlauber für 198 Euro pro Woche, so Suska.

Alltours-Zentrale am Innenhafen

Schwergewicht des Alltours-Engagements sind die Kanarischen Inseln – erst recht angesichts der unklaren Situation in anderen Warmwassergebieten. Jeder zweite Alltours-Wintergast steuere Fuerteventura, Gran Canaria & Co an. 90 Hotels des auf 270 Anlagen vergrößerten Kanaren-Kontingents seien in Deutschland nur bei Alltours buchbar, erläutert Zümpel. So wollen sich die Duisburger auf diesem Kernmarkt von ihren Wettbewerbern unterscheiden.

Zudem hat Alltours gelernt: Als Air Berlin im vergangenen Winter Flugkapazitäten strich, hätte man noch manches Hotelbett verkaufen können. Deshalb hat Alltours vorgesorgt und für 30 bis 40 Prozent der rund 340.000 erwarteten Wintergäste ganze Maschinen oder feste Flugzeug-Kontingente gechartert. „Damit steigt unser Risiko“, sagt Zümpel – aber es locken die Wachstumschancen.

Thomas Rünker



Kommentare
29.06.2013
09:10
Duisburger Reiseveranstalter Alltours setzt auf die Kanaren und lässt die Preise stabil
von dantonrobespierre | #2

Dieser Laden schimpft sich "Familienunternehmen".
Und das Oberhaupt ist dieser, sagen wir es mal nett, leicht aufbrausende und etwas überhebliche, Herr Verhuven. Irgendwie tun mir seine 500 Untergebenen leid. Sicher nicht leicht, in einem Klima der Angst zu arbeiten, dass dieser Mensch verbreitet.
Aber vielleicht reagiert er nur so in Stress-Situationen und ist in Wirklichkeit ein ganz Netter ;-)

28.06.2013
13:20
Ich schenke Herrn Verhuven einen Scheibenwischer!
von herberger | #1

Mit Alltours würde ich noch nicht einmal für "umsonst" Urlaub machen.

Aus dem Ressort
Container-Pläne in Dortmund sorgen für Ärger
Hafen
Wenn Wirtschaftsförderung auf Wutbürger trifft: Dortmund baut im Hafen ein Container-Terminal, das eine Job-Maschine sein soll. Es sorgt aber auch für viel Ärger – sogar bei den Grünen, die eigentlich für den Container-Verkehr sind.
Ein Sauerländer soll an die Spitze der IHK NRW
WIRTSCHAFT
Der Olsberger Unternehmer Ralf Kersting gilt als aussichtsreicher Kandidat für das Amt. Gewählt wird am 4. November.
Telefonanschlüsse vertauscht - Telekom verursacht Kabelsalat
Telefonnetz
Panne bei der Telekom: In Dinslaken wurden bei der Installation von neuen Verteilerkästen einige Anschlusskabel falsch verbunden. Die Folge: Einige Telefonleitungen sind tot, Kunden telefonieren mit der Nummer des Nachbarn und surfen eventuell auch auf dessen Kosten im Internet.
Sauerländer Ralf Kersting soll Chef der IHK NRW werden
Wirtschaft
Die 16 Industrie- und Handelskammern aus Nordrhein-Westfalen in Bochum wählen am 4. November einen neuen Präsidenten ihres Landesverbandes. Ein Sauerländer hat wohl gute Chancen auf diese Position: Ralf Kersting, Präsident der IHK Hellweg-Sauerland in Arnsberg, soll zu den Favoriten gehören.
Ruhr-Unternehmen ärgern Mindestlohn und die Rente mit 63
IHK-Umfrage
Unternehmen an Rhein und Ruhr beschreiben ihre aktuelle wirtschaftliche Lage mit großer Mehrheit als robust. Von den Industrie- und Handelskammern nach der Zukunft befragt, zeigen sich aber Sorgenfalten. Die Laune der Revier-Unternehmen sinkt vor allem wegen der Rente mit 63 und des Mindestlohns.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?