Duin für neue Kohle- und Gaskraftwerke

Essen..  In der Diskussion um mögliche Stromengpässe als Folge der Energiewende hat sich NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) klar von der Position der schwarz-roten Bundesregierung abgegrenzt und sich erneut für den Erhalt und die Förderung eines fossilen Kraftwerksparks zur Absicherung der Stromversorgung in Deutschland eingesetzt.

Anlässlich der Eröffnung der Energiemesse „E-World“ in Essen forderte der NRW-Minister gestern zudem finanzielle Anreize für den Bau neuer, moderner Gas- und Kohlekraftwerke. „Wir müssen für solche Investitionen die Rahmenbedingungen schaffen“, sagte Duin. Vorgehaltene Leistung brauche einen angemessenen Preis. Angesichts einer sich abzeichnenden „Sterbekurve“ fossiler Kraftwerke sei derzeit nicht sichergestellt, „ob wir ab 2020 Versorgungssicherheit haben“, betonte Duin. Gleichzeitig aus Kernkraft und Kohle auszusteigen sei „nicht möglich“.

Mit dieser Haltung setzt sich der SPD-Politiker deutlich von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ab.

Sorgen um die Zukunftssicherheit des deutschen Strommarktes und die Folgen der Energiewende waren das beherrschende Thema der „E-Word“.

Am Eröffnungsrundgang nahm auch Landesumweltminister Johannes Remmel teil. Der Grünen-Minister ließ nicht erkennen, was er von der Forderung seines Kabinettskollegen Duin nach Investitionssicherheit für fossile Kraftwerke hält. Remmel bestätigte aber einen Bericht dieser Zeitung, wonach NRW beim Ausbau der Windkraft hinter den Planzielen liege.