Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Apple

Düsseldorfer Gericht setzt Verfahren gegen iPad-Rivalen aus

25.09.2012 | 13:45 Uhr
Düsseldorfer Gericht setzt Verfahren gegen iPad-Rivalen aus
Links: iPad 2 und iPhone 4S. Rechts die Konkurrenz von Samsung: Der Tabletcomputer Galaxy und das Smartphone Galaxy S III. Foto: Getty Images

Düsseldorf.   Das Verfahren im Streit zwischen Apple und Samsung um den Tablet-PC Galaxy ist vorerst ausgesetzt. Das Düsseldorfer Landgericht will zunächst die Entscheidung des europäischen Harmonisierungsamtes abwarten. Apple will in dem Verfahren ein Verkaufsverbot für fünf iPad-Rivalen der Koreaner in der EU erreichen.

Das Düsseldorfer Landgericht hat das von Apple vorangetriebene Verfahren gegen Tablet-PCs des Rivalen Samsung ausgesetzt. Die Richter wollen zunächst die Entscheidung des europäischen Harmonisierungsamtes im spanischen Alicante über mehrere Nichtigkeitsklagen abwarten, mit denen Samsung Gemeinschaftsgeschmacksmuster von Apple für ungültig erklären lassen will, wie die Vorsitzende Richterin Johanna Brückner-Hofmann am Dienstag ankündigte.

Apple will in dem Verfahren ein Verkaufsverbot für fünf iPad-Rivalen der Koreaner in der EU erreichen, da es durch die Geräte diese Geschmacksmuster verletzt sieht. Allerdings machte die Kammer Apple wenig Hoffnungen im Düsseldorfer Verfahren die angestrebten Verkaufsverbote durchsetzen zu können.
 

Patentstreit
Südkorea verurteilt Apple und Samsung wegen Patentverletzung

In Seoul gibt es im Kampf der Giganten keinen Gewinner: Sowohl Apple als auch Samsung müssen einander Schadenersatz wegen Patentverletzungen bezahlen. Dieses Urteil fällte ein südkoreanisches Gericht am Freitag. Der milliardenschwere Prozess in Kalifornien dauert weiter an.

Nach der bisherigen Einschätzung der Kammer würden durch die Samsung-Tablets weder die Geschmacksmusterrechte von Apple verletzt, noch liege ein Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vor, sagte die Richterin.

Das Verfahren soll erst nach Rechtskraft der Entscheidung aus Alicante fortgesetzt werden. Das dort angesiedelte Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) ist das Marken- und Geschmacksmusteramt der Europäischen Union. Es ist für die Eintragung von Gemeinschaftsmarken und Gemeinschaftsgeschmacksmustern zuständig. (dapd)


Kommentare
27.09.2012
14:00
Düsseldorfer Gericht setzt Verfahren gegen iPad-Rivalen aus
von campe | #3

Mercedes Benz sollte mal alle anderen Autohersteller verklagen.
Schließlich haben sie das erste Automobil gebaut und alle anderen haben ja auch vier Räder, ein Lenkrad und einen Motor und ähneln daher dem ersten. ;-)

27.09.2012
00:15
Düsseldorfer Gericht setzt Verfahren gegen iPad-Rivalen aus
von 3Stefan3 | #2

Was hier veranstaltet wir, ist in meinen Augen einfach nur lächerlich. Alle Smartphones gleichen sich. Diese Dinger sind alle rechteckig und man kann den Bildschirminhalt mit seinen fettigen Fingern verschieben. Seitens der Technologie hat Samsung bereits die Nase vorn. Das weiß eben auch Apple und versucht, hirnrissige Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen. Wenn dieses Gehampel von Appel so weiter geht, werden die Kunden lieber zu den Koreanern wechseln.

25.09.2012
20:22
Düsseldorfer Gericht setzt Verfahren gegen iPad-Rivalen aus
von Catman55 | #1

"Nach der bisherigen Einschätzung der Kammer würden durch die Samsung-Tablets weder die Geschmacksmusterrechte von Apple verletzt, noch liege ein Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vor, sagte die Richterin."

Samsung gräbt Apple den Reibach ab. Ist das nicht Grund genug? Verbraucherinteressen interessieren dabei nicht. Die können ja überteuerte Appelprodukte kaufen!

Aus dem Ressort
Essener Energieversorger Steag klagt gegen Spanien
Steag
Beim Essener Kraftwerkskonzern Steag kriselt das bislang ertragsstarke Auslandsgeschäft. Doch die Übernahme durch Stadtwerke aus finanzschwachen Kommunen des Ruhrgebiets erhält den Segen der Behörden.
Twitter begeistert Börsianer mit großem Nutzerwachstum
Kurznachrichten
Seit dem Börsengang von Twitter im November stellen sich Anleger die Frage: Wächst der Kurznachrichtendienst schnell genug? Lange konnte es Twitter den Anlegern nicht recht machen. Die neuesten Zahlen aber verzückten die Börsianer.
Wie NRW tausende Mini- in Vollzeitjobs umwandeln will
Arbeitsmarkt
Zwei Jahre lang wurden 2000 Minijobber in vier Städten gefördert. Nun wurden ihre Jobs in Vollzeitstellen umgewandelt. Arbeitsminister Guntram Schneider wertete das 300 000 Euro teure Projekt als Erfolg.
Umsatz mit E-Zigarette und Zubehör ist stark angestiegen
E-Zigarette
Der Umsatz mit E-Zigaretten und Zubehör in Deutschland ist laut Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) innerhalb von vier Jahren von fünf auf 100 Millionen Euro bis Ende 2013 explodiert. 2014 soll er sich auf 200 Millionen Euro verdoppeln. Die Diskussion über die Gesundheitsgefährdung hält an
Karstadt-Insolvenzverwaltung verteidigt Verkauf an Berggruen
Insolvenz
Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat Karstadt vor vier Jahren praktisch verschenkt. Görg überließ dem Milliardär Berggruen die Warenhauskette für einen Euro – ohne einen Vertrag mit klaren Investitionszusagen. Daher muss sich Görg nun kritische Fragen gefallen lassen.
Umfrage
Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?

Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?