Discounter verlieren an Boden

Die Discounter haben 2014 in Deutschland gegenüber den klassischen Supermärkten an Boden verloren. Nach Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) schrumpfte ihr Umsatz im Lebensmittelhandel in den ersten elf Monaten 2014 um 1,4 Prozent. Dieses Minus hätten die Discounter auch im Dezember nicht wettgemacht, betont GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth. Super- und Drogeriemärkte hätten ihre Umsätze dagegen steigern können.

„Die Discounter haben sich 2014 nicht gerade mit Ruhm bekleckert“, sagt Adlwarth. Die massiven Rotstift-Aktionen seien einer der Gründe für das schlechte Abschneiden der Discounter, so Adlwarth. Denn sie hätten vielleicht das Preis-Image etwa von Aldi geschärft, jedoch weder dazu geführt, dass die Zahl der Kunden stieg, noch sei mehr verkauft worden. Wegen der raschen Reaktion der Wettbewerber sei weniger Geld in die Kassen gekommen.

Dazu macht den Discountern nach Überzeugung Adlwarths ein steigendes Qualitätsbewusstsein der Verbraucher zu schaffen. „Die rein preisorientierten Verbraucher werden weniger“, meint er. Qualitätsbewusste Konsumenten aber kauften nach Lebensmittelskandalen und aufgrund der guten Konjunktur eher in Super- und Drogeriemärkten.