Das aktuelle Wetter NRW 11°C
US-Trends

Wie Apps beim Shoppen den Verkäufer ersetzen sollen

31.05.2013 | 13:21 Uhr
In Hamburg und Berlin können Kunden bei Edeka mit einer App bezahlen. In den USA werden derzeit viele Apps entwickelt, die nicht das Bezahlen erleichtern sollen, sondern die Beratung.Foto: obs/Edeka

Toronto.  In den USA basteln immer mehr Firmen an Ideen, die das Einkaufen im Einzelhandel revolutionieren sollen - zumindest für Smartphone-Besitzer. Im Laden sollen Verkäufer durch individuelle Beratungstipps via App ersetzt werden. Apps können auch regististrieren, wann ein Kunde wie lange im Laden war. Für treue Kunden - und für die gespeicherten Daten - gibt es dann Bonuspunkte.

Online einkaufen ist bequem. Die Bewertungen von anderen Einkäufern werden zur Entscheidungshilfe und das Schlafzimmer nach der Lieferung zur Umkleide.

Trotzdem möchten viele ihre Einkaufstour durch hippe Läden nicht missen, auf denen sie mit Verkäufern und anderen Kunden in Kontakt kommen und sich vom Angebot inspirieren lassen. App-Anbieter in Nordamerika führen nun beide Welten zusammen. Dabei soll das Smartphone zum Einkaufsberater werden.

Interessante Infos für Werbekunden

Apps wie Swirl, Shopkick, Shopcaster, Sudo oder Clutch geben dem Käufer Informationen über Produkte, Aktionen und Empfehlungen an die Hand. Am weitesten geht dabei wohl Swirl. Hier bekommt der Nutzer in den Läden direkt Angebote unterbreitet und Produkte vorgeschlagen. In der beliebten New Yorker Einkaufsgegend SoHo ist Swirl bereits omnipräsent. "Von uns gibt es direkt im Laden Hinweise wie 'Hier findest du die neuesten Angebote' oder 'Du suchst doch nach Taschen, die neuesten aus dem Sortiment liegen genau vor dir'", verrät Swirl-Chef Hilmi Ozguc.

Einzelhandel
Zahlen per Handy nur eine Vision

Bislang war es nur ein Versuchsballon. Doch ab kommender Woche setzt der erste Discounter deutschlandweit auf das Bezahlen per Handy. Läutet Netto damit eine Zeitenwende beim bargeldlosen Zahlungsverkehr ein? Werden Kreditkarten und Geldscheine bald überflüssig sein? Leider nein.

Bluetooth-Sensoren, die an Wänden oder Regalen montiert sind, übermitteln die Daten und geben dem Kunden je nach Standort genaue Einkauftipps. Laut Ozguc will der moderne Kunde "die Vorteile des E-Commerce, aber in den konventionellen Geschäften". Besonders wertvoll werde das in Boston ansässige Start-Up durch die genauen und umfassenden Daten über die Kunden. Swirl wisse, wie häufig ein Laden besucht werde und in welchen anderen Shops der Nutzer noch Zeit verbringe. Deswegen seien die Informationen für Werbekunden so interessant.

Shop-Besuch wird mit Bonus-Punkten belohnt

Neben Swirl werden in Nordamerika viele andere Einkauf-Apps entwickelt. Zu denen gehört Shopkick, das in den USA für das iPhone von Apple sowie Smartphones mit Googles Betriebssystem Android verfügbar ist.

Die Anwendung informiert Kunden über Angebote und belohnt den Besuch bestimmter Geschäfte mit Bonus-Punkten.

Diese können dann beispielsweise in Form von Gutscheinen, Kinotickets oder Song-Downloads bei iTunes eingelöst werden. Andere Anbieter wie Clutch und Sudo konzentrieren sich vor allem darauf, Nutzer über Sonderangebote in Kenntnis zu setzen.

App für Kunden, die Ketten meiden

Einen etwas anderen Ansatz hat Shopcaster. Die App richtet sich an Kunden, die sich von großen Ketten fernhalten und bei unabhängigen Einzelhändlern einkaufen wollen. "Für unsere Nutzer ist Einkaufen in vielen Fällen eine Form von Sport", sagt Firmen-Chefin Judy Sims. Anstoß für den Kauf sei häufig die Geschichte hinter dem Produkt und wo es sich kaufen lasse. (rtr)

Die 10 besten Foto-Apps
Das neue Galaxy S4

    



Kommentare
Aus dem Ressort
Apple legt Streit mit Lieferant von Saphir-Glas bei
Apple
Saphir-Glas gilt als extrem kratzfest. Deshalb hatte Apple gemeinsam mit der US-Firma GT Advanced Technologies in die Technologie investiert. Doch der Fertigungsprozess ist nicht ausgereift, der Saphir-Lieferant inzwischen pleite. Die Firma muss nun ihre Schmelzöfen verkaufen um Apple auszuzahlen.
Anleger nervös - Amazon schockiert Börse mit hohem Verlust
Internethandel
Online-Händler Amazon investiert in Wachstum. Offenbar um jeden Preis. Konzern-Chef Jeff Bezos will überall mitmischen. Doch seine Investitionen gehen ins Geld und die Verluste machen Anleger zunehmend nervös. Die Aktie ist aktuell um mehr als zehn Prozent eingebrochen.
Verbogene iPhones - Website macht Druck auf Apple
#bentgate
Unter dem Hashtag #bentgate beschweren sich Twitter-Nutzer über verbogene iPhone 6-Geräte. Doch beim iPhone-Produzenten Apple heißt es, man wisse nur von neun tatsächlichen Fällen. Das Gegenteil will die Website "Oneofthenine.com" beweisen. Sie sammelt Fotos krummer iPhones.
Museum ersteigert alten Apple-Computer für 905.000 Dollar
Technik
Apple-Fans sind es gewohnt, für ein Gerät mit dem Apfel-Symbol vergleichsweise viel Geld zu zahlen. Ein Museum in den USA hat jetzt richtig tief in die Tasche gegriffen - für einen fast 40 Jahre alten Apple-Computer. Der Preis markiert einen neuen Rekord für einen "Apple-1".
Online-Klamottenbörse "Kleiderkreisel" reagiert auf Kritik
Second-Hand
Die Verbraucherzentrale bezeichnet das Bewertungs- und Bezahlsystem von "Kleiderkreisel" als verlockend für Betrüger. Vor allem das Bewertungssystem steht in der Kritik. Nutzer können sich dort bewerten obwohl sie gar nicht miteinander gehandelt haben. Nun reagiert Kleiderkreisel auf die Kritik.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

 
Fotos und Videos
Fans warten aufs neue iPhone
Bildgalerie
Apple
Das sind iPhone 6 und Apple-Watch
Bildgalerie
Apple-Neuheiten
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin