Das aktuelle Wetter NRW 9°C
App

Verkauf von iPhone-App Summly an Yahoo macht 17-Jährigen zum Millionär

26.03.2013 | 08:55 Uhr
Verkauf von iPhone-App Summly an Yahoo macht 17-Jährigen zum Millionär
Yahoo macht einen 17-jährigen Briten durch den Kauf einer App zum Millionär. Foto: dapd

Sunnyvale.  Ein erfindungsreicher britischer Jugendlicher hat seine iPhone-App Summly an das amerikanische Internet-Urgestein Yahoo verkauft. Summly zeigt auf dem Smartphone maximal 400 Zeichen lange Zusammenfassungen von Nachrichtentexten aus dem Web an. Die Technik will Yahoo nun in eigenen Anwendungen einsetzen.

Eine einfache Idee hat den 17-jährigen Briten Nick D'Aloisio wohl zu einem der jüngsten Internetmillionäre der Welt gemacht. Der Internetkonzern Yahoo gab jetzt bekannt, D'Aloisios Start-up-Firma Summly erworben zu haben. Summly ist eine Anwendung für das iPhone, die Webseiten-Inhalte automatisch einkürzt, um sie auf dem Smartphone übersichtlich darzustellen.

Summly zeigt auf dem Smartphone maximal 400 Zeichen lange Zusammenfassungen von Nachrichtentexten aus dem Web an. D'Aloisio habe erkannt, dass Internetnutzer nach einfacheren Wegen suchten, um sich zwischen den vielen Informationen im Netz zurechtzufinden, teilte Yahoo mit. Die Technik will Yahoo nun in eigenen Anwendungen einsetzen .

Summly-App ist im Apple-Store nicht mehr zu finden

Apps
Yoga, Vögel, Pollenflug - Zehn Gratis-Apps für den Frühling

Die Tage werden länger, die Tage werden wärmer — der Frühling kündigt sich an. Aber wann fliegen die Pollen? Wo ist der nächste Kinder-Spielplatz? Und welcher Vogel zwitschert gerade vor dem Fenster? Diese zehn Gratis-Apps machen den Frühling zum Erlebnis.

Der Teenager und sein Team würden sich in den nächsten Wochen dem Internetkonzern anschließen, erklärte Yahoo , ohne aber weitere Details des Geschäfts zu nennen. "Wir haben mit unserer Technik gerade erst angefangen", schrieb D'Aloisio in seinem Blog. Die Summly-App selbst wird allerdings eingestellt; sie ist bereits nicht mehr in Apples App-Store zu finden.

Die britische Zeitung "London Evening Standard" bezifferte den Kaufpreis auf 20 bis 40 Millionen Pfund (24 bis 47 Millionen Euro). Nach Informationen des Blogs "All Things D" lag der Preis bei knapp 30 Millionen Dollar (rund 23 Mio Euro).

Unterstützung von Ashton Kutcher

Smartphone
Schönere Bilder mit dem Smartphone - Die besten Foto-Apps

Die Kameras in den Smartphones werden immer besser. Mit Filtern und anderen Effekten werden aus Schnappschüssen dank Foto-Apps bemerkenswerte Bilder. Auch das 360-Grad-Panorama ist gar nicht so schwer. Ein Überblick über die besten Foto-Apps für Smartphones.

Das nötige Geld für die Entwicklung sammelte der geschäftstüchtige Teenager bei Wagniskapitalgebern ein. Mit Blick auf seinen neuen Reichtum sagte D'Aloisio dem Blatt: "Ich werde mir ein Paar Nike-Schuhe und vielleicht einen neuen Computer kaufen." Das übrige Geld wolle er erst einmal nur sparen.

Die Liste der Unterstützer liest sich beeindruckend: Schauspieler Ashton Kutcher, Zynga-Chef Mark Pincus, Künstlerin Yoko Ono oder die News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch. Am Ende hat D'Aloisio vor allem Yahoo-Chefin Marissa Mayer überzeugt, die das Unternehmen fit machen will für den Konkurrenzkampf mit Google und Facebook. (dpa/afp)


Kommentare
Aus dem Ressort
„Heartbleed“ gefährdet weiterhin zahlreiche Websites
Sicherheitslücke
Zahlreiche Websites sind noch immer von der gravierenden "Heartbleed"-Sicherheitslücke betroffen. Kleine Internetseiten, etwa von Online-Shops oder Vereinen, sind wegen der OpenSSL-Lücke offenbar stark gefährdet. Derweil wurden umfangreichere Suchen nach anfälligen Servern registriert.
Lebenszeichen von StudiVZ - Entwickler planen Neustart
StudiVZ
Gibt es StudiVZ eigentlich noch - diese Frage stellen Nutzer immer häufiger. Das ehemalige Millionen-Netzwerk meldete sich jetzt mit einer Rundmail zurück. Entwickler wollen der Plattform mit einem neuen Design und zusätzlichen Funktionen zu neuem Leben verhelfen.
Neue Autoplay-Funktion bei Facebook belastet Mobilguthaben
Facebook
Dass bei Facebook automatisch Videos abgespielt werden, dürfte vor allem Smartphone-Nutzer stören. Denn dadurch wird der mobile Datenverkehr erhöht und das monatliche Surfvolumen kann drastisch schrumpfen. Besonders ärgerlich: Die ungewünschte Funktion lässt sich nicht ganz abschalten.
Kostenlose Wlan-Hotspots sind im Ruhrgebiet noch Mangelware
Gratis-Internet
Die Städte im Revier bieten bisher kaum Service für kostenloses Online-Surfen. In vielen Rathäusern des Ruhrgebiets wird dies noch gar nicht diskutiert. Nur Gelsenkirchen plant bereits den großen Wurf - dort könnte noch in diesem Jahr etwas passieren.
Twitter verhandelt über Lösung im Streit mit der Türkei
Socialmedia
Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sich im Streit mit der türkischen Regierung gesprächsbereit gezeigt. Mehrere Manager sind zu Verhandlungen in die Türkei gereist. Die Regierung will Steuern eintreiben und die Eröffnung einer Niederlassung erreichen.
Umfrage
Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

 
Fotos und Videos