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Twitter schraubt an umstrittenem Retweet-Button

03.12.2009 | 09:20 Uhr
Twitter schraubt an umstrittenem Retweet-Button

San Francisco. Der Mikrobloggingdienst Twitter hat eine seiner umstrittensten Funktionen zeitweilig entfernt. Der "Retweet"-Knopf, mit dem Nutzer Einträge von anderen erneut posten konnten, stand am Donnerstag zeitweise nicht mehr im Menü. Inzwischen ist er bei den meisten Nutzern wieder da.

Eine der umstrittensten Funktionen im Mikrobloggingdienst Twitter ist nach lautstarken Nutzerprotesten zeitweise verschwunden. "Hat Twitter die verhasste Retweet-Funktion fallen lassen?" fragte das Blog TechCrunch am Donnerstagmorgen. Erst Anfang November hatten die Twitter-Betreiber ihre integrierte "Retweet"-Funktion nach und nach freigeschaltet. Mit ihr konnten Nutzer mit einem Klick Einträge anderer Nutzer auf ihrer eigene Twitterseite übernehmen. "Wir hoffen, dass interessante, nachrichtenstarke oder einfach lustige Informationen sich dadurch schnell im Netzwerk verbreiten", schrieben die Macher zu ihrem neuen Angebot.

Einziger Haken: Die Betreiber hatten eine Funktion erfunden, die es bereits besser und komfortabler gab. Viele Twitter-Cients (Programme, mit denen sich der Dienst nutzen lässt) bieten solche Funktionen bereits deutlich komfortabler an. Auch wer sich über die "normale" Twitterseite anmeldet, konnte dort bereits mit wenig Aufwand retweeten.

Kritik in Tweets und Blogs

Im Gegenzug fehlte bei dem vor wenigen Wochen eingebauten internene Retweet eine entscheidende Möglichkeit: Die, den Worten eines anderen Nutzers etwas hinzuzufügen - sei es Zustimmung, Kritik oder das Weiterspinnen einer Idee. Nutzer, die wissen wollten, wer ihre Einträge aufgegriffen hat, mussten nun außerdem an zwei verschiedenen Stellen im Twitter-Menü nachsehen, wo sie erwähnt wurden. Die Kritik in Tweets und Blogs war entsprechend deutlich.

Eine Mitteilung zum zwischenzeitlichen Verschwinden der Funktion im offiziellen Twitter-Blog gibt es bisher nicht. Dort waren Entwicklung und Start der neuen Funktion verkündet worden. Stattdessen fragten sich Nutzer aus aller Welt: Wo ist er hin, der Retweet-Knopf?

Katrin Scheib

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