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Daten-Tarife

Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach

22.03.2013 | 21:59 Uhr
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
Telekom-Breitbandanschlüsse: Wer mehr Volumen mit voller Geschwindigkeit will, muss dafür vielleicht bald auch mehr zahlen.

Berlin.   Immer mehr Menschen nutzen das Internet auch zum Fernsehen. Auf sie könnte eine unangenehme Überraschung zukommen: Die Telekom denkt über Obergrenzen für Daten-Tarife nach. Wer viele Filme aus dem Netz abruft, müsste dann mehr bezahlen - oder mit Handbremse surfen.

Die Deutsche Telekom denkt darüber nach, auch im Festnetz die Internet-Geschwindigkeit ab einer bestimmten Datenmenge zu drosseln. Der Konzern verweist als Grund auf die sinkenden Preise, während viel Geld für den Netzausbau gebraucht werde. "Eine Lösung wäre tatsächlich, das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen zu begrenzen", hieß es in einem Blogeintrag der Telekom am Freitag.

"Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er - wie im Mobilfunk auch - weitere Kapazitäten hinzubuchen", erläuterte die Telekom. Der Vorteil daran wäre, dass nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchten, argumentiert sie. Zugleich hieß es ausdrücklich: "Bisher gibt es keine neuen Tarife." Man werde informieren, wenn sich daran etwas ändere.

Vor allem, wer Filmdienste nutzt, wäre betroffen

Der Podcast "Fanboys" hatte unter Hinweis auf Informationen aus der Telekom berichtet, die Datenobergrenzen sollten wohl zum 2. Mai eingeführt werden. Demnach sei für "Call & Surf"-Tarife und auch das Multimedia-Angebot "Entertain" mit DSL ein Inklusiv-Volumen von 75 Gigabyte vorgesehen. Im schnelleren VDSL-Netz erhöhe sich die Obergrenze auf 200 Gigabyte und bei Glasfaser-Anschlüssen auf 300 bzw. 400 Gigabyte. Danach werde die Geschwindigkeit - wie schon bei Mobilfunk-Tarifen - auf 384 Kilobit pro Sekunde gekappt.

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Mit einem Minus von mehr als fünf Milliarden Euro hat die Deutsche Telekom im Jahr 2012 einen der höchsten Verluste in der Konzerngeschichte erwirtschaftet. Grund sind vor allem milliardenschwere Abschreibungen in den USA. Der scheidende Vorstandschef Obermann sieht das Unternehmen dennoch auf Kurs.

Das Inklusiv-Volumen dürfte für die meisten Nutzer ausreichen. Wer jedoch über den Internet-Anschluss fernsieht oder Film-Dienste nutzt, könnte zumindest bei 75 Gigabyte relativ schnell an die Grenzen stoßen. Allerdings werden derzeit im Mobilfunk eigene Angebote der Telekom oder Services von Partnern wie der Musikdienst Spotify in einigen Tarifen nicht auf das Daten-Kontingent aufgerechnet.

Es ist davon auszugehen, dass die Telekom die Einführung von Daten-Obergrenzen nicht im Alleingang wagt. Auch andere Telekommunikations-Anbieter beschweren sich schon lange über die ihrer Meinung nach zu harte Regulierung, die Preise niedrig halte. Zugleich müssen nach ihrer Aussage in den kommenden Jahren dutzende Milliarden Euro in den Ausbau der Netze gesteckt werden. (dpa)



Kommentare
25.03.2013
21:10
ist doch gerade üblich
von Catman55 | #26

selber Preis für weniger Inhalt....

25.03.2013
09:51
Ihr Naivlinge
von DerPrivilegierte | #25

Dass es hier so viele Naivlinge gibt die der Meinung sind NUR die Telekom strebt eine Datendrosselung an erstaunt mich doch sehr. Da haben längst Absprachen zwischen den einzelnen Anbietern statt gefunden.

25.03.2013
08:26
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
von mansgruf | #24

Jep, dann werde ich meinen Internet und Festnetzanschluss kündigen. Eine einseitige Vetragsänderung gibt mir wohl dann die Möglichkeit aus dem Vertrag rauszukommen, werde ich mir halt doch ein Handy anschaffen!

25.03.2013
07:57
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
von Ex-Leser | #23

Absolut genial !!

Kaum bzw. keine techn.Weiterentwicklung aufgrund der allgemeinen Geldgeilheit von Firmen und Konzernen.
Hätte man in der Vergangenheit für alles extra Gebühren verlangt, hätten heute nur wenige Haushalte Farbfernsehen oder mangels Nachfrage gäbe es das gar nicht.

HDTV, DVBT etc. alles weitere technische Entwicklungschritte, aber mit Extragebühren belastet bzw. den Sendern zu teuer.
Datendrosselung im Netz aber gleichzeitig bei Spielen und teilweise auch Software einen Onlinezwang einführen.
Updates & Software gibt es auch nur noch über das Netz in teilweise in GB-Größe.
Daten werden in die Cloud gelegt und Fernsehen und Radio über das Internet sind auch noch zu verkaufen.

Ich hoffe die Telekom fällt damit ordentlich auf die Fr....., eigentlich müssten die doch schon aufgrund der mangelnden Nachfrage nach UMTS und LTE wissen wo das hin führt.

24.03.2013
12:38
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
von GummiHai | #22

Bevor es hier zu Missverständnissen kommt. Bei Entertain-Kunden fließt der Traffic für IPTV (Entertain-Paket der Telekom) nicht in die Berechnung mit ein. Das Telekom-IPTV wird zudem technisch über ein eigenes VLAN geroutet. Ähnliches ist wohl bei dem mobilen IPTV und dem mobilen Spotify-DIenst der Telekom zu beobachten. Dieser Traffic fließt ebenso NICHT in die Berechnung des Volumns ein. Hier liegt der Hase im Pfeffer, da durch die Telekom spezielle Dienste (natürlich auch die eigenen) begünstig werden. Im Zusammenhang mit der propagierten Netzneutralität ist dies sehr fragwürdig.

23.03.2013
20:21
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
von donelvis | #21

Soll die Telekom ruhig machen. Sie werden dann sehen, wie sich ihre Kundenzahl ruckzuck halbiert. Ganz zu schweigen von den Entertain-Nutzern, die dann bestimmt ihr Abo kündigen... so werde ich es zumindest machen...

23.03.2013
18:52
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
von Dr.Bluesky | #20

ist klar warum, weil die nun Glasfaser bei der Deutschen Annington legen, das kostet Geld, obwohl beide Betreiber nebeneinander funktionieren würden, wird hier ein Monopol aufgebaut. Ja, ich habe Erfahrung damit, die DIAG nicht. Alle anschlüsse liegen einzeln im Keller dort könnte man die , die Telekom haben möchten umschwenken und die anderen nicht. Aber dann zahlt die Telekom ja nicht dafür,

23.03.2013
13:40
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
von Jorgel | #19

Das Problem ist, dass die Telekom in ihren Entertain-Tarifen eine Vielzahl von Fernsehkanälen teilweise in HD und 3D-Qualität liefert - und das nicht nur über VDSL, sondern auch über DSL bis 16 Mbit/s. Diese Kunden stoßen schon bei normalem Fernsehkonsum schnell an die Grenzen - und dann ist´s mit dem Fernsehgenuß vorbei.

Das passiert bei anderen Anbietern nicht, denn die bieten den Fernsehanschluß eben nicht über Internet an, sondern unabhängig davon. Wie z.B. Unitymedia - die trotzdem alles aus einer Hand anbieten und dabei bis zu dreimal so hohe Geschwindigkeit wie das VDSL der Telekom.

Mit gelegentlichem Filme anschauen aus dem Archiv oder von Fremdanbietern, wie es andere Anbieter ermöglichen, sind die Grenzen dabei längst nicht so schnell erreicht, wie mit dem Fernsehen über Internet. Falls andere Anbieter überhaupt nachziehen sollten und ebenfalls Obergrenzen einführen.

Da muß die Telekom sich schon was einfallen lassen, wenn sie nicht reihenweise Kunden verlieren will...

23.03.2013
13:34
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
von jessiesrevenge | #18

naja nachdenken dürfen se natürlich wie das wäre, den Leuten noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber mich würde ja mal interessieren wie das damals gelaufen ist mit der Privatisierung, wieviel Geld haben die denn für die bereits fertigen Netze und Anlagen gezahlt? Ich meine wenn das vorher staatlich war haben ja die Bürger schon über Steuern für die Netze gezahlt. Und wenn denen der Netzausbau so wichtig ist, warum machen sie den nicht einfach anstatt an der Börse ihr Geld zu verzocken??

23.03.2013
11:27
Telekom denkt über Datendrosselung im Festnetz nach
von mKasperski | #17

Die Deutsche Telekom hat alleine 2012 5,3 Milliarden € in den USA in den Sand gesetzt.

Das Geld hätte gut und gerne für den Netzausbau gereicht. Jetzt holt die Telekom sich das Geld von den deutschen Kunden zurück.

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