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Kriminelle veröffentlichen Facebook-Fotos auf Porno-Websites

31.10.2012 | 11:42 Uhr
Fotos wie dieses finden sich tausendfach auf Facebook-Profilen von Jugendlichen. Kriminelle kopieren sie und veröffentlichen sie auf anderen Internetseiten.Foto: Thinkstock

Essen.  Wer seinen Freundinnen den neuen Bikini präsentieren will, macht ein Foto und stellt es bei Facebook ein. Kein Problem, sehen ja nur die Freunde, oder? Nein. Eine britische Studie hat nun gezeigt, dass solche Fotos tausendfach auf Porno-Seiten landen. Die Opfer haben keine Chance, sie zu löschen.

Sie wollen sich zeigen, vielleicht ein bisschen flirten, auf keinen Fall hinter ihren Freunden zurückstehen: Viele Jugendliche laden in sozialen Netzwerken Fotos hoch, die sie in sexuell anzüglichen Posen zeigen, beispielsweise im Bikini am Strand. Was die wenigsten von ihnen ahnen - viele dieser Fotos landen auf Porno-Websites, die extra dafür geschaffen wurden, Kollektionen solcher Bilder zu zeigen.

Laut einer Untersuchung der Internet Watch Foundation (IWF) geschieht das mit 88 Prozent aller sexuell anzüglichen Fotos, die Jugendliche in sozialen Netzwerken wie Facebook hochladen. Die IWF, eine halbstaatliche britische Organisation, die sich dem Kampf gegen Kinderpornografie verschrieben hat, analysierte über vier Wochen 12.000 freizügige Fotos und Videos von Jugendlichen - mehr als 10.000 davon fanden sie später auf einschlägigen Seiten im Internet wieder.

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Spezial-Software sucht nach Bikini- und Strandfotos

Die Jugendlichen bekommen davon zunächst nichts mit. Doch selbst wenn sie es bemerken, können sie nichts tun. "Wenn die Bilder einmal im Internet kopiert worden sind, reicht es nicht mehr aus, sie vom eigenen Profil zu löschen", sagt IWF-Chefin Susie Hargreaves: Die Kopien bleiben im Netz und sind dort für jeden auffindbar. Jugendliche müssten deshalb dafür sensibilisiert werden, dass sie die Kontrolle über online gestellte Fotos verlieren können.

Um die Fotos zu finden, setzen die Täter spezielle Software ein, die gezielt nach solchen Fotos sucht. Die Anwendungen suchen nach Aufnahmen, die besonders viel Haut zeigen oder Umgebungen, in denen sich Menschen für gewöhnlich leicht bekleidet aufhalten: am Strand oder im Schwimmbad.

Jeder dritte Jugendliche findet von Fotos von sich im Netz, mit denen er nicht einverstanden ist

Erst am Montag hatte die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) eine Studie präsentiert, wonach gerade jüngere Jugendliche dazu neigen, sehr viele persönliche Informationen, darunter auch Fotos, in sozialen Netzwerken zu teilen. Von einem "problematischen Umgang mit ihren Daten", spricht LfM-Direktor, besonders Jugendliche mit niedrigem Bildungsstand seien betroffen.

Nicht immer haben junge Menschen die Fotos selbst ins Netz gestellt . Einige berichten, ihre Kamera oder ihr Smartphone, auf denen Bilder gespeichert waren, seien ihnen geklaut worden. Andere sind - teils unter Alkoholeinfluss - auf Partys fotografiert worden.

Mehr als ein Drittel aller jungen Menschen hat laut der LfM-Studie schon erlebt, dass Fotos von ihnen ins Netz gestellt wurden, mit denen sie nicht einverstanden waren. Gleichzeitig geben 39 Prozent der Befragten an, dass sie selbst so handeln würden, wenn es um Fotos von Freunden oder Bekannten geht. "Während sie die ungefragte Verwendung der eigenen Daten problematisieren, handhaben junge Menschen den Umgang mit personenbezogenen Daten anderer eher locker", resümieren die Studien-Autoren.

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Kommentare
01.11.2012
09:14
Kriminelle veröffentlichen Facebook-Fotos auf Porno-Websites
von Herby52 | #15

Wer die Geister ruft, wird sie nicht mehr los

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Kriminelle veröffentlichen Facebook-Fotos auf Porno-Websites
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http://www.derwesten.de/wirtschaft/digital/tausende-facebook-fotos-tauchen-auf-porno-websites-auf-id7247231.html
2012-10-31 11:42
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