Das aktuelle Wetter NRW 25°C
Datenschutz

Smartphone-Apps haben gravierende Sicherheitslücken

24.05.2012 | 10:57 Uhr
Jeder dritte Deutsche besitzt ein Smartphone - und die Apps für diese haben teilweise erhebliche Sicherheitslücken (Symbolbild).Foto: dapd

Berlin.  Smartphone-Nutzer aufgepasst: Die Stiftung Warentest hat 63 Smartphones-Apps analysiert und davon 28 als "kritisch" eingestuft. Passwörter auf dem Handy und Telefonnummern von Kontakten würden teilweise unverschlüsselt übertragen. Professionelle Datensammler können sich freuen.

Beliebte Smartphone -Apps haben teilweise gravierende Datenschutz - und Sicherheitslücken. Bei einer Experten-Analyse von 63 weit verbreiteten Apps seien neun als "sehr kritisch" und 28 als "kritisch" eingestuft worden, berichtete die Stiftung Warentest am Donnerstag in der neuen Ausgabe ihrer Zeitschrift "test". Nur 26 Apps - weniger als die Hälfte der getesteten - erwiesen sich demnach als "unkritisch".

Ein Hilfsprogramm zum Finden günstiger Tankstellen und die Navigations-App eines bestimmten Anbieters würden Benutzernamen und Passwörter unverschlüsselt übertragen, berichtete Stiftung Warentest. Falls Smartphone-Besitzer diese auch für Online-Banking oder Email-Konten verwendeten, sei deren Sicherheit bedroht. Manche Apps übertrügen Teile des Telefonadressbuchs, ohne die Nutzer zu fragen. Andere sendeten Standorte und Benutzerstatistiken. Häufig gingen Informationen direkt weiter an professionelle Datensammler , die Nutzerprofile erstellten.

YouTube-App unproblematisch

Die Tester forderten ein Umdenken der Anbieter kritischer Programme. Apps dürften Smartphone-Nutzer nicht heimlich ausspähen und deren Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen nur anonymisiert weiterverwenden. Dass dies funktioniere, gehe aus den Beispielen der unkritischen Anwendungen hervor, betonte die Stiftung Warentest. Dazu zählten Apps namhafter Anbieter etwa des Videoportals YouTube , der ARD -"Sportschau" oder dem Online-Lexikon Wikipedia. (afp)

Alle Ergebnisse können Sie hier kostenpflichtig herunterladen.

Der Weg zum Smartphone


Kommentare
25.05.2012
08:35
Smartphone-Apps haben gravierende Sicherheitslücken
von Hansiwurstl | #3

Mein Handy hat genau zwei Apps:

- Telefonieren
- SMS

und es kann NICHT ins Internet. Back to the roots...

24.05.2012
14:48
Smartphone-Apps haben gravierende Sicherheitslücken
von MeinLieberScholli | #2

Da kann ich nur Southpark "Humancentipad" empfehlen.
"Wie, er hat sich die nutzungsbedingungen nicht durchgelesen?"

Wenn man so mitbekommt, das FB und die meistens vorinstallierten (und i.d.r. nicht löschbaren) Apps auf Smartphones die Kontaktliste an FB senden, kann einem nur schlecht werden. Durch diesen geschickten Schachzug hat FB bereits meinen Namen, E-Mail, Adresse, Geb. Datum, ohne das ich jemals auf FB gewesen bin. Und durch die Namensgebung auch direkt meinen Familienstand (Sohnemann, Bruder, Papa, Mama).

Wunderbare vernetzte Welt.

Und dann muss man sich noch anhöhren, daß das doch nicht schlimm sei, wenn DIE meine Daten haben. Datensätze sind Kapital. Ich geh ja auch nicht zu Mercedes und schenke denen mal ebend so 100€
Denn das ist genau das, was millionen Smart Phone Benutzer tagtäglich machen. Von daher passt Smart schon ganz gut.
Smart für die Anbieter.

24.05.2012
12:08
Smartphone-Apps haben gravierende Sicherheitslücken
von Dr.Seltsam | #1

Es braucht auch ein Umdenken der Anwender.
Viele schauen überhaupt nicht, welche Rechte sie Apps einräumen und hinterfragen auch nicht, ob die gewährten rechte für die Funktion nötig sind.

Wenn eine Wetterapp Standortdaten sendet, kann das noch sinnvoll sein.
Zugriff auf Kontakte und das Recht, SMS zu versenden sollte schon misstrauisch machen..

Aus dem Ressort
Auch Olsberg bekommt schnelles Internet mit LTE-Technik
Internet
Als letzte Region im Hochsauerlandkreis bekommt nun auch Bigge-Olsberg die LTE-Technik für das Smartphone und Tablet. Ab sofort können Fotos und Musikdateien in ähnlich schnellem Tempo verschickt werden wie über das Festnetz. Mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde erhöht sich die Geschwindigkeit.
Im Darknet versteckt sich die dunklen Seite des Webs
Darknet
Anonym unterwegs im Internet – das geht tatsächlich. Wer seine Verbindungen richtig verschlüsselt, bereitet den Überwachern immense Schwierigkeiten. Doch was politisch Verfolgten zugute kommt, wird von Kriminellen genutzt, um Drogen, Waffen oder andere illegale Waren zu verkaufen.
Shitstorms verursachen keinen Gewinneinbruch bei Unternehmen
Shitstorms
Kaum ein Internet-Phänomen fürchten Unternehmen mehr als den Shitstorm. Wenn Tausende User über Facebook oder Twitter ihrer Wut auf das Unternehmen freien Lauf lassen, geraten Konzernlenker ins Schwitzen. Doch einen neue Studie zeigt, dass die Aufregung um Shitstorms ziemlich ungerechtfertigt ist.
Professor aus Wetter entwickelt multimediales Lernkonzept
Statistik-App
Hans-Joachim Mittag aus Wetter hat gemeinsam mit Informatikern an der Fern-Universität Hagen eine App entwickelt, mit der Statistik praxisnah erlebt werden kann und die zum Lernen motivieren soll. Damit sollen Formeln besser verstanden werden.
Innenministerium verteidigt Überwachung sozialer Netzwerke
Überwachung
Der Bundesnachrichtendienst und die Bundeswehr wollen künftig auch soziale Medien wie Facebook und Twitter beobachten, um internationale Trends frühzeitig zu entdecken. Diese Art der Überwachung würde sich im Rahmen des Grundrechts bewegen, rechtfertigt das Bundesinnenministerium.
Umfrage
Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

 
Fotos und Videos
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin
Handys im Wandel der Zeit
Bildgalerie
Technik
Chaos Computer Club
Bildgalerie
30C3