Microsoft und Murdoch starten Attacke auf Google
24.11.2009 | 14:04 Uhr 2009-11-24T14:04:00+0100
Berlin. Der Softwareriese Microsoft und Medienmogul Rupert Murdoch wollen offenbar den Suchmaschinenprimus Google attackieren. Beide Konzerne verhandeln angeblich über ein Internetbündnis. Dann wären die Medieninhalte von Murdochs News Corporation nur noch auf Microsofts Suchmaschine Bing zu finden.
Der Softwareriese Microsoft und Medienmogul Rupert Murdoch starten offenbar einen neue Attacke auf Google. Wie die Financial Times berichtet, verhandeln beide Konzerne über ein Internetbündnis. Demnach wären die Medieninhalte von Murdochs News Corporation nur noch auf Microsofts Suchmaschine Bing auffindbar. Dafür wiederum könnte Murdochs Medienimperium vom Softwarekonzern Gebühren bekommen. Bislang, so heißt es, sind die Verhandlungen in einem frühen Stadium.
Microsoft will mit Bing Boden auf Googles Suchmaschine gutmachen. So erreichte Microsoft in den USA mit Bing im Oktober einen Marktanteil von 9,9 Prozent, Google verbuchte dagegen 65,4 Prozent der Suchanfragen für sich.
Nicht alle Experten glauben, dass beide Seiten von einer Kooperation profitieren. „Eine Allianz wäre zwar prinzipiell ein Erfolg für Microsoft”, räumt Torsten Gerpott von der Uni Duisburg-Essen ein, wobei er zugleich einschränkt: „Das wäre ein Schrittchen nach vorn, aber nicht der Durchbruch für Bing.”
Partnerschaft kann lohnen
Aus Sicht von Thomas Liskamm, Analyst bei der Dresdner Bank, macht eine Allianz Sinn: „Für Murdochs News Corporation kann sich die Partnerschaft mit Bing durchaus lohnen.” Bing habe zwar weniger Nutzer als Google, aber die Inhalte würden an prominenter Stelle platziert. „Das kann lukrativer sein, als auf einer größeren Suchmaschine weiter hinten zu laufen”, so Liskamm.
Mit einer Allianz könnte Murdoch eine Antwort auf die Frage finden, wie Verlage im Internet neben klassischer Bannerwerbung Geld verdienen könnten. „Eine Partnerschaft der Verlage mit Microsoft ist eine interessante Option”, sagt Holger Kansky vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (bdzv), wobei auch er zunächst nicht mit satten Einnahmen rechnet.
Laut Kansky müssten die Verlage einen drastischen Reichweitenverlust hinnehmen, weil Bing weniger Nutzer hat als Google. Doch die geplante Microsoft-Murdoch-Allianz könnte Google zwingen, ebenfalls für Medieninhalte zu bezahlen. Kommentar
11:05
Auch ich empfehle den Spiegel-Artikel zu dem Thema (Siehe: beitrag 8)
Leider ist dieser Artikel hier nicht fundiert. DIe Gefahren für Murdoch und Microsoft wurden überhaupt nicht aufgezeigt.
09:10
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21:54
Endlich! Bevor man sich versieht, regiert Google das Internet und dann will ich mal sehen wie es weitergeht... Inhalte filtern wie sie möchten, Nutzerprofile erstellen uvm.
Gesunde Konkurrenz ist jetzt wichtig!
11:22
Ja, ja, Anal-ysten von den Banken, hier mal lesen wie es auch gehen könnte: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,662779,00.html
Ich habe Bing und Ask aus Neugier ausprobiert. Ich habe xbox ban eingegeben. Dann bei Google, unter der Rubrik News. Na, dreimal können Sie raten, Herr Liskamm, wer mehr Information ausgespuckt hat.
10:08
Da gehts doch nur noch um Machspiele alter Männer.
Die Zeit wird über derartigen Quatsch hinweggehen...
10:07
@6/7
... Dr. Evil rockt auch.... :)
10:00
Interessant dass die hier zu Wort kommenden Experten mindestens einen der beiden angedachten Partner als Gewinner sehen, wenn nicht sogar beide. Bei der BBC kamen gestern auch diverse Branchenexperte zu Wort, die einhellig beide als Verlierer sehen. Murdochs Gruppe, weil ihr Content nicht mehr gelesen wird und Microsoft, weil sie sinnlos Geld raushauen.
Kaum jemand wird den Nachrichten-Content noch lesen, wenn er dafür bezahlen muss - selbst wenn fast alle großen Nachrichtenkonzerne das machen, reicht es ja wenn ein einziger es nicht macht.
Ausführlicherer Artikel auf SpOn zum Thema:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,662779,00.html
09:53
@#6 ...
...nimm noch das Abo EasyList Germany dazu; funktioniert hervorragend.
09:34
@#3: firefox + adblock-plugin
09:32
ne - aber ich möchte auch nicht nach brüssel....
und nicht wegklickbare werbung ist schon - hut ab - gewagt...
witzigerweise ist die werbung jetzt in ihrem angedachten feld... komisch....
musste meinen kommentar weil ich erst den artikel gelesen habe neueingeben, bzw. copypaste und neu laden??? wo istn da der sinn?