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Pflicht zu Klarnamen bei Facebook landet vor Gericht

04.01.2013 | 12:09 Uhr
Pflicht zu Klarnamen bei Facebook landet vor Gericht
Foto: dapd

Kiel.   Der Streit um den Zwang zur Verwendung von Klarnamen bei Facebook landet jetzt vor Gericht. Die schleswig-holsteinische Datenschutzbehörde will erreichen, dass Facebook-Nutzer ihre Profile auch mit Pseudonymen anlegen dürfen. Facebook wehrt sich dagegen.

Im Streit zwischen Datenschützern und Facebook um den Klarnamenzwang des Online-Netzwerks muss jetzt das Verwaltungsgericht Schleswig eine Entscheidung treffen. Facebook hat Widerspruch gegen eine Anordnung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) eingelegt und die Wiederherstellung einer aufschiebenden Wirkung dieses Widerspruchs beantragt. "Wir sind jetzt vom Verwaltungsgericht zu einer Stellungnahme aufgefordert worden", sagte der Datenschützer Thilo Weichert am Freitag.

Das ULD hatte Facebook in einer Anordnung Mitte Dezember eine Frist von zwei Wochen gesetzt und gefordert, dass sich alle Nutzer aus Schleswig-Holstein auch unter einem Pseudonym registrieren können. Die Klarnamenpolitik von Facebook verstoße gegen das deutsche Telemediengesetz. Facebook konterte damals, es liege in der Hand der Dienstleister, Geschäftsbedingungen bezüglich Anonymität festzulegen. "Wir sind der Ansicht, dass die Verfügungen vollkommen unbegründet und eine Verschwendung deutscher Steuergelder sind."

"Wir werden jetzt eine sehr ausführliche und ins Detail gehende rechtliche Stellungnahme abgeben", sagte Weichert. "Dann gehe ich davon aus, dass sehr zeitnah eine erste Entscheidung des Verwaltungsgerichts getroffen wird." (dpa)

Kommentare
05.01.2013
16:35
@Schorlemme | #2
von vaikl2 | #3

Um mal den völlig falschen Tenor des dpa-/WAZ-Artikels zu korrigieren: Hier klagt Fratzenbuch gegen die legitime Anwendung deutschen Rechts....
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Pflicht zu Klarnamen bei Facebook landet vor Gericht
Pflicht zu Klarnamen bei Facebook landet vor Gericht
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2013-01-04 12:09
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