Das aktuelle Wetter NRW 4°C
MySpace

Justin Timberlake startet aufgefrischtes Musikportal MySpace

17.01.2013 | 14:10 Uhr
Justin Timberlake startet aufgefrischtes Musikportal MySpace
Justin Timberlake ist einer der Investoren von MySpace und nutzt den Neustart, um seine neue Single zu bewerben.Foto: Getty

Essen.  Es war lange ruhig um das soziale Netzwerk MySpace. Die Nutzer hatten das Interesse an der Internetplattform verloren. Doch nun: Still und heimlich kehrt das einstmals größte Musiknetzwerk zurück – in neuem Design und mit Investor Justin Timberlake. Wohin die Reise geht, ist allerdings ungewiss.

MySpace war einmal ganz groß, viel wert – das soziale Netzwerk schlechthin. Dann kamen Facebook, YouTube, Last.fm und das Monopol und Kapital: dahin. Es folgten rasanter Abstieg, freier Fall – der Sturz ins Bodenlose . Zählte das Unternehmen im September 2009 noch mehr als 260 Millionen Mitglieder, rauschte es in eineinhalb Jahren auf etwa 60 Millionen Nutzer hinab. Fast schon in Vergessenheit geraten, ist MySpace jetzt wieder da.

Klickt man auf die Website, öffnet ein Altbekannter das Tor zur neuen MySpace-Welt: Justin Timberlake prangt prominent auf dem LogIn-Screen und nutzt die Plattform, um für seine neue Single „Suit & Tie“ zu werben. Der Sänger ist Teil einer Investorengruppe, die MySpace im Juni 2011 für 35 Millionen Dollar erworben und komplett runderneuert hat.

Der Fokus liegt auf der Musik

Der erste Eindruck, es hat sich gelohnt: klare Strukturen, saubere Schrift, ansprechendes Design. Eine elegante Seite mit Fokus auf Musik. Seit dem 15. Januar 2012 ist die neue Version zugängig für alle. Kein exklusiver Kreis mehr aus eingeladenen Personen wie in der Testphase. Neu ist die Funktion, sich auch aus dem vorhandenen Foto- und Musikmaterial eine Sammlung, einen Mix zu erstellen. Ansonsten bleibt auf den ersten Blick vieles beim Alten: Ein eigenes Profil, die Möglichkeit, Fotos und Songs hochzuladen, anzuhören und anzuschauen – all das gab es bereits.

Hier wird der Kern von MySpace deutlich: „eine Art persönliche Homepage, um sich zu präsentieren, miteinander zu vernetzen und auszutauschen. Das hat insbesondere den Musikern zu dieser Zeit neue Wege geebnet“, fasst der Social-Media-Experte René Bogdanski die ursprüngliche Absicht zusammen. Spannend ist in seinen Augen, wie sich MySpace künftig positioniert; auf welche Funktionalität es seinen Schwerpunkt setzt. Für eine abschließende Beurteilung sei es beim Stand des Relaunch allerdings zu früh, meint Bogdanski. Denn die neue MySpace-Version, die jetzt neben der alten existiert, ist momentan noch unausgereift. So lässt sich zum Beispiel zurzeit kein Link in Kommentare einbauen oder durch das Wischen mit dem Finger die Funktionen auf Touchscreens bedienen – smartphone- und tablet-tauglich ist anders.

Noch ist MySpace nicht wirklich in der neuen Zeit angekommen.

Dennis Christmann



Kommentare
Aus dem Ressort
Filesharing und Downloads - Fakten über Musikrechte im Netz
Musikrechte
Viele DJs und Produzenten träumen von der steilen Karriere eines Robin Schulz und bieten Musik und Mixe auf Filesharing-Plattformen im Internet an. Dabei besitzen sie in den seltensten Fällen die Rechte an den Werken. Auch User, die die Musik herunterladen, könnten in Schwierigkeiten geraten.
Große Smartphones sorgen für Einbruch bei Tablet-Verkäufen
Tablets
Vor kurzem schien es noch, dass Tablet-Computer den traditionellen PC verdrängen würden. Doch inzwischen fallen die Wachstumsraten bei den Tablets deutlich kleiner aus, während sich die Talfahrt bei den PCs abbremste. Das hat auch mit den Produktzyklen bei Microsoft zu tun.
"eCall" - Neuwagen sollen ab 2015 Notrufsystem erhalten
Auto
Ein Notrufsystem, das alle neu auf den Markt kommenden Fahrzeugtypen ab 2015 an Bord haben sollen, könne EU-Experten zufolge die Zahl der Verkehrstoten EU-weit beträchtlich senken, weil Rettungskräfte dann schneller am Unfallort einträfen. Datenschützer haben hingegen große Bedenken.
WhatsApp-Update macht noch mehr Lese-Daten sichtbar
WhatsApp
Kaum hat sich der Ärger um die beiden blauen Häkchen gelegt, könnte WhatsApp für neuen Unmut bei seinen Nutzern sorgen. Eine versteckte Funktion gibt Usern nun detailliert Auskunft über das Leseverhalten des Empfängers. Sie zeigt nicht nur ob eine Nachricht gelesen wurde - sondern auch wann.
Facebook bringt Chat-App "Rooms" nach Deutschland
Facebook
Dass Facebook auf den Trend zu Apps mit anonymer Nutzung aufspringen wolle, war schon länger spekuliert worden. Die nun auch in Europa verfügbare Anwendung "Rooms" erinnert allerdings mehr an die Message Boards aus frühen Internet-Zeiten als an heutige Konkurrenz-Apps.
Umfrage
Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

 
Fotos und Videos
Fans warten aufs neue iPhone
Bildgalerie
Apple
Das sind iPhone 6 und Apple-Watch
Bildgalerie
Apple-Neuheiten
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin