Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Kommentar

Google verdient unser Vertrauen nicht

11.08.2010 | 16:11 Uhr
Google verdient unser Vertrauen nicht
Mit Google Street View sollen alle Orte auf der Welt virtuell zu besuchen sein. Das betrifft das Weiße Haus in Washington genauso wie etwa die Castroper Straße in Bochum.

Street View gibt zu viel über unser Privatleben preis, meint Frank Preuß. Nicht nur deshalb lehnt er den virtuellen Straßenatlas ab. Durch das unerlaubte Sammeln von Daten habe der Konzern jegliches Vertrauen zerstört.

Frank Preuß

Bisher haben wir „Google” besucht. Freiwillig. Jetzt besucht „Google” uns. Ohne, dass wir sie drum gebeten hätten. Und fotografiert, ohne um Erlaubnis zu fragen. Stattdessen müssen wir veranlassen, dass man uns, unsere Wohnungen und unsere Autos unkenntlich macht. Ist vorgestrig, wer das als dreisten Angriff auf die Privatsphäre empfindet, der nur dazu dient, die Konzernkassen weiter zu füllen und einer Gesellschaft, die sich mit technischem Firlefanz betäubt, ein weiteres Spielzeug in die Hand zu drücken?

Man muss nicht einmal den Theorien von Kriminologen folgen, die orakeln, man erleichtere Einbrechern das Geschäft, weil sie ihre Ziele nicht mehr persönlich ausspähen müssten. Es gibt genügend Gründe, „Street View” abzulehnen. Wer sich auf einen Job bewirbt, muss es nicht lustig finden, wenn der Chef durchs Internet surft, um zu gucken, ob man in geordneten Verhältnisse lebt. Und die Bank geht das auch nichts an.

10 Tipps für Google

Google ist ein intransparenter Konzern, der unser Vertrauen keinesfalls verdient. Schon gar nicht bei den Datenmassen, die er hortet. Mussten die Bosse nicht erst unlängst einräumen, dass die Kamerawagen persönliche Daten aus drahtlosen Netzwerken gespeichert haben?

Frank Preuß

Facebook
 
Kommentare
23.11.2010
01:57
Blockierter Kommentar.
von Tarnkappenträger | #34

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

26.09.2010
14:32
Google verdient unser Vertrauen nicht
von Holz-Auge | #33

Google verdient unser Vertrauen nicht.
Ich benutze auch deshalb andere Suchmaschinen.
Und weil der Server von G. in den usa steht. ;-)

28.08.2010
18:20
Google verdient unser Vertrauen nicht
von ciakgbgoogle | #32

Ist das nicht putzig? Da kommt irgendein dahergelaufener Verein oder Firma daher, holt sich ungefragt Informationen über mich und dann habe ich die Gnade, daß ich – natürlich in dem von ihm vorgegebenen Rahmen – widersprechen darf. Das finde ich aber wirklich großzügig!
Einmal angenommen, meine Haus, mein Auto oder ich werde wirklich in den Veröffentlichungen unkenntlich gemacht, vor allem aber: was geschieht mit den Originalen?
Ich möchte die mich betreffenden Informationen gern – ohne vorher Kopien bei Google zu wissen - gern alle haben!
Es sollte klar sein, daß es sich bei Google - Betätigungen weltweit um einen wahrhaft einmaligen Fall handelt. Die Aktivitäten suchen nach Art und Umfang seiner Bilder- und Datensammelwut ihresgleichen. Der Gedanke an ein ( fast ) perfektes Spionagenetz liegt durchaus nahe. Ich gehe davon aus, daß Ihnen das bekannt ist.
Deshalb sollte man sich auch am wahren Umfang der Problemstellung orientieren und nicht an dem, was man für wünschenswert erachten. Es gibt für mich zumindest keinen Grund, die Bedeutung von Google klein zu reden und ( auch rechtliche ) Verknüpfungen herzustellen, die im Endergebnis Google zugute kommen sollen. Möglich, daß dies exakt Googles Interesse ist.
Bereits früher habe ich geschrieben, wenn ich Obama wäre, würde ich FBI, CIA und wie sie alle heißen, dicht machen und statt dessen Google selbst betreiben. Das sagt alles.
Was machen deutsches Parlament und deutsche Regierung? Sie palavern. Ich denke, es gibt eher zu viele als zu wenig Juristen in diesem Dunstkreis. Sie sollten doch in der Lage sein, schnell und ordentlich eine für die Bürger akzeptable Lösung zu finden. Betrachtet man aber etliche Gesetzeswerke, kommen an diesen Fähigkeiten erhebliche Zweifel auf – oder waren die „Versager“ gar Absicht?

26.08.2010
22:41
Google verdient unser Vertrauen nicht
von wegmitpolitik | #31

Google verdient unser Vertrauen nicht
Ja - wer verdient überhaupt Irgendjemandes Vertrauen?
Politiker etwa?
Wohl kaum!

16.08.2010
20:20
Google verdient unser Vertrauen nicht
von feierabend | #30

Ich stelle mir gerade so vor, Deutsche Regierung gegen Google und so, also zensieren. Hm, was dazu wohl so die Nato und amerikanische Wirtschaftsabhängigkeit sagen könnte und vermutlich auch würde. Jedenfalls sind andere Staaten schon schlauer und zensieren bzw. schränken die Nutzungsrechte ein. Nunja, meistens denn auch Staaten, die uns Deutschen nicht so sehr beliebt zu sein scheinen oder - beliebt haben zu sein?
Google ist ein Teil der Außenpolitik, daran gibt es nichts zu wollen und zu deuteln.

13.08.2010
21:02
Google verdient unser Vertrauen nicht
von Googlekrake | #29

@Stellamaris: ich meinte die Ansicht aus der Luft über Dronen und nicht Satellit. Aber es hat ja nur einer (?) der Google-Chefs eine solche Drohne gekauft, denn solche Dinger gibts wirklich schon. Ich nehme an, er will damit sein Gemüsebeete überwachen. Ich sag nur trau schau wem ... siehe WLAN-Erfassung der Streetview-Autos.

@Modtiger: Danke für den Hinweis, das war mir so nicht klar. Leider stellt das Google etwas anders dar. Aber dazu muß man wohl das Kleingedruckte lesen.

Google baut hier ein Daten- und Informations-Monopol auf, was seinesgleichen sucht. Ich finde es geradzu erschrecken, wieviele Leute sowas total unkritisch sehen. Unterstellen wir solchen Firmen wie Google und Facebook mal nichts böses. Aber was passiert wenn solche Firmen mal in die falschen Hände geraten oder auf Ideen kommen, die den ganzen Fans plötzlich gar nicht mehr schmecken ? Facebook ist da ja ein recht gutes Beispiel. Monopole sind fast immer Verbraucherfeindlich, auch im Internet.

Ich finde einfach, daß Google langsam genug Finger in allen möglichen Sachen drin hat. Angefangen bei Handys-Betriebssystemen, Mailsysteme, Online-Bücher, Online-Bilderalben, Recherche-Dokumente, Navigation usw. Alles teilweise wirklich super Tools.

Die Art und Weise wie diese Firma bei einigen dabei vorgeht ist aber leider halbseiden. Das sieht man den WLAN-Schnüffelei, daran was Google auf Copyrights gibt (nämlich gar nichts, es wird einfach mal jedes Buch kopiert ohne Rücksicht auf Verluste und anschließend mit den Verlagen verhandelt), oder eben auch hier bei Streetview. Erst mal alles kopieren, fotografieren usw. und veröffentlichen. Shoot first, ask later.

Das Regierungen so einem einzigen Unternehmen solch eine Wahnsinns-Markt- und Informationsmacht zukommen läßt, halte ich einfach für sehr fragwürdig.

Wäre Streetview nicht von Google, wäre die Diskussion die es momentan gibt, vielleicht sogar eine andere.

13.08.2010
11:43
Google verdient unser Vertrauen nicht
von vera | #28

Wie findet denn ein Chef durchs Intersurfen heraus, ob jemand in geordneten Verhältnissen wohnt ?

Da reicht doch ne Anfrage an die Schufa ...

13.08.2010
08:21
Google verdient unser Vertrauen nicht
von BlubbOmat | #27

Mein Haus ist leider noch nicht zu sehen, da das Bild zu alt ist ^^

12.08.2010
22:06
Google verdient unser Vertrauen nicht
von StellaMaris | #26

#17 Die Air View Flotte ist schon längst wieder im Hangar. Sie heißt übrigens Google Earth, und auch Ihr Haus ist schon seit Jahren online zu bewundern. Sofern Sie nicht im abgelegensten Teil Zentralasiens leben. :))

12.08.2010
19:58
Google verdient unser Vertrauen nicht
von ayberger | #25

Google ist die größte und beste Fundgrube für Themen aller Art, das Beste, was man im Internet überhauipt finden kann, allein schon dadurch lohnt sich ein Internetanschluß! Danke Google!

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3526841/create

Aktuelle Fotos und Videos
Das Samsung Galaxy S III
Bildgalerie
Smartphones
Anstehen fürs neue iPad
Bildgalerie
Apple-Tablet
Merkel auf Kanzlerrundgang
Bildgalerie
CeBIT 2012
Neuheiten auf Elektronikmesse
Bildgalerie
Technik
Aus dem Ressort
Obama soll Internet-Attacke auf Iran befohlen haben
Internet-Attacke
Mit dem Angriff auf das iranische Atomprogramm per Computer-Viren wollte der US-Präsident eine mögliche militärische Konfrontation vermeiden - schreibt der Autor David E. Sanger in einem neun Buch.
Text 1 Kommentare 1
Facebook-Aktie erholt sich leicht nach dreitägigem Sinkflug
Börsengang
Der Kurs der Aktie des Sozialen Netzwerks stieg um fünf Prozent, liegt aber immer noch unter den 38 Dollar, die beim Börsenstart als Wert angegeben worden waren. Ein Analyst einer Ratingagentur rät zum Verkauf der Facebook-Aktie.
Video 2 Kommentare 2