Google plant mit "Chrome OS" das Anti-Windows
09.07.2009 | 06:38 Uhr 2009-07-09T06:38:00+0200
Essen. Google startet den Gegenangriff auf Microsoft. Die Suchmaschine hat ein eigenes Betriebssystem angekündigt. Was „Google Chrome OS” leisten wird und was Experten davon halten: die wichtigsten Fragen.
Im Kampf der Internet-Erzrivalen geht es ans Eingemachte: Seit einem Monat attackiert Microsoft mit seiner Suchmaschine „Bing” ureigenste Google-Gefilde. Im Gegenzug möchte der Suchmaschinenprimus nun auf dem Terrain der Windows-Schmiede Marktanteile plündern – mit einem eigenen Betriebssystem.
In der zweiten Jahreshälfte 2010 sollen die ersten Netbooks (abgespeckte kleine Laptops) mit „Google Chrome OS” in den Handel kommen, teilte Google am Mittwoch mit. Der Internet-Blog „Techcrunch” kommentierte den Vorstoß sogleich mit schwerem Verbal-Geschütz: „Google wirft eine Atombombe aus Chrom auf Microsoft.”
Wodurch zeichnet sich „Chrome OS” aus?
Google preist sein vermeintliches Anti-Windows als schnelles und sicheres System, das auf die nötigsten Funktionen reduziert ist. Dahinter steckt der Gedanke: Der Netbook-Nutzer will einfach nur rasch ins Internet. Dies soll bei Chrome OS bereits wenige Sekunden nach dem Start möglich sein.
Damit wäre Google Chrome OS quasi das Gegenstück zum viel geprügelten Windows Vista. Das aktuelle Micorosoft-Betriebssystem gilt als überfrachtet und läuft daher auf vielen Netbooks nicht.
Wann kommen die ersten Netbooks mit dem „Anti-Windows” in den Handel?
In der zweiten Jahreshälfte 2010. Gerüchten zufolge soll das System später auch auf „normalen” Rechnern laufen. Vorerst aber will Google im Laufe des Jahres den Quellcode für das Betriebssystem offenlegen – und Microsoft piesacken: Denn im Herbst geht der Vista-Nachfolger Windows 7 an den Start.
Chrome OS hat einen offenen Quellcode – was bedeutet das?
Bei einem offenen Quellcode können freie Entwickler und Hardware-Unternehmen das System nach eigenem Gutdünken erweitern. Davon profitieren alle: Google spart Entwicklungszeit - und kosten, die Entwickler können sich das System für ihre Bedürfnisse „zurechtschneidern”, und der Otto-Normal-Nutzer bekommt im Optimalfall praktische Zusatzfunktionen.
Worauf läuft Chrome OS?
Das Betriebssystem basiert auf Linux und soll auf x86- und ARM-Plattformen laufen. ARM-Chips brauchen meist recht wenig Strom und liefern eine vergleichsweise geringe Leistung. Windows 7 unterstützt ARM-Chips nicht.
Kann Google rasch signifikant Marktanteile gewinnen?
Microsoft hat bei den Betriebssystemen 90 Prozent Marktanteil. Der Markt für Netbooks wächst, und darauf zielt Google ab. Dennoch warnt Nicolas von Stackelberg vor übertriebenen Erwartungen. Erst einmal müsse Chrome OS beweisen, dass es hält, was Google verspricht, sagt der Analyst von Sal. Oppenheim. Auch Googles Browser Chrome habe bislang wenig Erfolg gehabt.
Was kostet Chrome OS?
„Google gibt Chome OS kostenlos an die Netbook-Hersteller”, sagt Konzernsprecher Stefan Keuchel. Das nutzt beiden Seiten: Die PC-Hersteller können Lizenzgebühren einsparen, die sie für Windows-Betriebssysteme bezahlen müssten, und Google könnte leichter Fuß fassen.
Sinken nun die Preise für Microsofts Betriebssysteme?
Analysten warnen vor übertriebenen Hoffnungen: „Dafür braucht es nicht noch Google, das erledigt auch heute schon der Wettbewerb”, sagt Thomas Liskamm von der Dresdner Bank. Auch von Stackelberg glaubt nicht, dass Chrome OS zum Preisdrücken taugt: „Google zielt nur auf ein Segment ab”, sagt er im Hinblick auf die Netbooks, die im ersten Quartal auf rund 20 Prozent Marktanteil kamen.
17:49
Wieviel Linux-Versionen gibt es mittlerweile? Wenn irgendeinem Freak nichts passt, entwickelt er sein eigenes BS? Naja, ..... wie oft wurden schon Fahrräder erfunden? ;-))))
01:26
@13
nee,
so blöd kann man mich nicht aufs Glatteis führen. Mir ist schon bekannt und sichtbar das die Anzahl der Zeilen für mich nicht mehr nachvollziehbar ist, geschweige denn ihrer Inhalt, aber das wissen sie ja.
Ansonsten bewiesen ist das Google alles speichert was in ihren Diensten transferiert wird.. aber @13 A. Zymny, früher aufstehen oder nicht so Oberflächlich argumentieren!
11:09
@DerWesten : Google plaziert Chrome OS nicht als direkten Windows Konkurrenten. Bitte etwas mehr Sachkenntnis und Nachforschung an den Tag legen.
@Kommentatoren : Bislang konnte noch keiner beweisen, dass Google Daten von Rechnern stiehlt, wie es hier einige (dasKollektiv, A.S) behaupten. Uhhh, Chrome uebermittelte an Google welche Websites man aufruft. Boese, boese. Google analysiert die Logfiles ihrer Suchmaschiene, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Leute suchen. Uhhh, boese, boese. Google wertet Mails aus um Kontext-bezogene Werbung anzuzeigen. Uhhh, boese, boese.
@DasKollektiv : Schoen, dass Du selbst kompilierst. Wann hast Du Dir das letzte Mal die Sourcen eines Firefox oder eines Linux Kernels und des GNU Userlands angeschaut, ob da nicht irgendwo Schadcode drin steckt? Noch nie? Ziemlich leichtsinnig, oder?
23:39
Den Erfolg was Google hat, beruft sich drauf das es nur auf Leute anspricht die keine Ahnung haben. Einen weiteren Linux-Abklatsch auf dem Google draufsteht, braucht es beim besten Willen nicht. Ich kompeliere selber und das ist am besten. Einen Datenklau kann ich doch gleich durch Trojaner und Bots ersetzen, aber wer so dumm ist und es braucht..
Allerdings werde ich auch weiterhin bei Win bleiben..
15:35
juhuu ... dann bin ich wohl ein Hype Fetischist.
Ich würde es nämlich installieren ... Google will mir nämlich eigentlich überhaupt nichts, ausser mich bewerben ... das halte ich für ein mässig grosses Verbrechen, in einem Land in dem der Staat direkt auf mein Konto schauen darf.
Übrigens: Hat irgendjemand von den Kommentatoren mitbekommen, dass die Seite hier Google Statistics anwendet?
Zum Glück wird google sowas ja nicht (IP Adressenabhängig) auswerten.
12:14
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10:15
... ich find´s für so ein billig Netbook gar nicht mal so übel.
Grad wenn´s denn wirklich so schnell startet.
09:57
Das ist ne ganz normale Linux-Distribution, nicht mehr, nicht weniger. Dazu noch stark inspiriert von einer bereits existierenden: Goo!
Lächerlich wie alle Onlinemedien Werbung für Google machen, ohne mal selbst zu recherchieren!
#6 von Tungdil
^^ Da stimme ich dir zu, aber den meisten Lesern hier fällt das wahrscheinlich nicht auf, weil sie sich noch nicht so mit dem Thema beschäftigt haben ;-)
09:56
aber beim PC für den Hausgebrauch muss MS so schnell nicht angst haben das ihnen jemand das Wasser reicht.
#5 von Thonald
^^ Naja - wenn es darum geht, das man Spiele spielen will, hast du sicherlich recht. Auch wenn man da einiges für und unter Linux laufendes bekommt, so sind die PC-Spielehersteller doch stark auf Microssoft eingeschworen. Aber für so ziemlich alle anderen Anwendungsbereiche muss ich dir wiedersprechen. Egal ob Browser, Mailprogramme, Officeanwendungen ( die von Linux kommen auch mit MS Office Dokumenten klar, also auch kein Problem ), Bildbearbeitung, CD-Brennen, Filme schauen, Chatten, Musik hören etc etc - kann es heutzutage Linux locker mit Microssoft aufnehmen. Man bekommt ( egal welche Distrubution man nimmt, also Ubuntu, Mandriva, Suse etc ) ein Betriebssystem und jede Menge Software ( mehr als man jemals brauchen kann für die meisten ) zu einem unschlagbaren Preis, nämlich für umsonst. Habe letzte Tage noch ein Mandriva-Linux bei einem Kollegen auf sein nicht mehr ganz nagelneues Laptop gespielt und siehe da .- in ca. 20 Minuten war es komplett installiert und via WLAN im Internet und er kann alles damit machen was sein Herz ( als ganz normaler PC-Nutzer ) wünscht, das Ding läuft fix, man muss sich keine Gedanken um Viren und Trojaner machen, da die Windows-Viren die unterwegs sind natürlich nicht bei Linux funktionieren, man hat nach der Grundinstallation alle Programme drauf, die ein Normal-Benutzer so braucht, alles ist abgedeckt und wenn man mehr will, so steht ein schier unerschöpflicher Fundus zum Download bereit. Selbst wenn man auf grafische Spielereien und ein schönes Betriebssystem steht, schlägt Linux da Windos um Längen. Was die Linuxoberflächen an Grafikeffekten zu bieten haben ( wenn man sie dann will und aktiviert ), da kann ein AERO von MS noch nicht einmal ansatzweise mithalten !
Also ich empfehle und installiere jedem, der NICHT mit seinem Rechner spielt, sondern produktiv damit arbeiten will und auch / oder viel im I-Net unterwegs ist, ein Linux. Das umsteigen sonderlich schwer ist, kann auch keiner behaupten - bunte Oberfläche zum Klicken bieten sie alle. Habe inzwischen schon einige Bekannte umgestellt und sie sind alle sehr zufrieden und brauchten nur eine kurze Umgewöhnungsphase.
Fazit : Auch im Privat-PC Bereich ist Linux als Betriebssystem heute eine echte Alternative zu Microsoft
08:49
Das ist ne ganz normale Linux-Distribution, nicht mehr, nicht weniger. Dazu noch stark inspiriert von einer bereits existierenden: Goo!
Lächerlich wie alle Onlinemedien Werbung für Google machen, ohne mal selbst zu recherchieren!