Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Internet

Geo-Dienst Foursquare zeigt künftig vollen Namen an

04.01.2013 | 10:41 Uhr
Geo-Dienst Foursquare zeigt künftig vollen Namen an
Der Ortungsdienst Foursquare hat seine Datenschutzbestimmungen verändert.Foto: Symbolbild/Lauter/WAZ FotoPool

Berlin.   Nutzer des Online-Ortungsdienstes Foursquare werden künftig mit vollem Namen öffentlich erscheinen. Der Geo-Dienst, der als App für Smartphones erhältlich ist, hat jetzt mitgeteilt, dass er seine Datenschutzbestimmungen verändert hat. Datenschützer sehen das kritisch.

Der Internet-Dienst Foursquare hat eine Änderung seiner Datenschutzbestimmungen angekündigt und zeigt künftig den vollen Namen der Nutzer an. Das US-Unternehmen schickte am Freitag seinen Nutzern in Deutschland eine E-Mail, wonach die Neuregelung am 28. Januar in Kraft treten soll. Mit dem vor allem auf mobilen Geräten von rund 30 Millionen Menschen genutzten Dienst kann man sich am jeweiligen Aufenthaltsort "einchecken". Dabei wird ein spielerisches Punktesystem mit Informationen zur Orientierung und mit Empfehlungen für bestimmte Orte verbunden.

"Mit dieser Änderung werden also ganze Namen öffentlich", heißt es in der E-Mail. Bisher wurde der Nachname in den Profilseiten mit dem ersten Buchstaben abgekürzt. Es war aber auch möglich, nach vollständigen Namen zu suchen. Der Anbieter begründete die Änderung damit dass es täglich E-Mails von Nutzern gegeben habe, "weil viele Leute das verwirrend finden". Foursquare besteht aber nicht auf einem Klarnamenzwang, sondern lässt auch Pseudonyme zu.

Datenschützer sieht bei Foursquare "riesiges kommerzielles Interesse an Klarnamen"

Eine weitere Änderung besteht darin, dass Unternehmen wie etwa Gaststättenbetriebe, die ihre Orte bei Foursquare registrieren, künftig Check-ins für den gesamten Tag angezeigt bekommen - bisher waren es nur die letzten drei Stunden. Diese Funktion können Nutzer in den Datenschutzeinstellungen abstellen.

Der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert sagte zu der künftigen Darstellung des vollen Namens, die Änderung zeige, "dass die Internet-Anbieter ein riesiges kommerzielles Interesse an den Klarnamen haben, um die digitalen Daten, die sie verfügbar haben, mit den analog verfügbaren Daten zu kombinieren". (dpa)



Kommentare
Aus dem Ressort
Hacker-Programm auf Piraten-PC im Landtag entdeckt
Spionage-Software
Auf einem Computer im Landtag ist eine Spionage-Software gefunden worden, die das Ausspähen von Passwörtern ermöglicht. Der PC stand der Piratenfraktion zur Verfügung. Die reagierte sofort und versichert eine umfangreiche Aufklärung. Das LKA wurde eingeschaltet, Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Facebook will Postings von Link-Schleudern ausfiltern
Facebook
"Diese Geschichte hat uns zum Weinen gebracht", "diese Bilder müsst ihr sehen": Mit maximalem Getöse bewerben Clickbaiting-Portale wie heftig.co ihre Texte - mit großem Erfolg. Doch weil die Texte selten halten, was die Überschriften versprechen, will Facebook die Links nun seltener anzeigen.
NRW-Minister will Firmen-Mails nach Feierabend stoppen
Arbeitsstress
Angesichts der Flut von E-Mails nach Feierabend sollen Beschäftigte künftig besser vor Stress durch die ständige Erreichbarkeit geschützt werden. Erste Unternehmen haben reagiert. NRW-Arbeitsminister Schneider will aber mehr. Er wünscht sich eine politische Regelung des Problems.
Sonys Playstation-Netzwerk nach Hackerangriff lahmgelegt
Hacker-Attacke
Hacker-Angriff auf Sonys Playstation-Netzwerk: Unbekannte haben Server des japanischen Unternehmens attackiert und stundenlang lahmgelegt. Parallel verschickten sie eine Bombendrohung: Ein Flugzeug, in dem ein ranghoher Sony-Manager saß, musste umgeleitet werden.
Obst, Nüsse und Beeren mit Hilfe von "Mundraub" finden
Natur
Naschen für lau. Die Internetseite "Mundraub" liefert mit einer interaktiven Weltkarte auch für Menden entlegene Plätze, an denen saftiges Obst, leckere Nüsse, Kräuter oder Beeren wachsen. Ein Spaziergang durch die Wälder zwischen Schwitten und Lahrfeld.
Umfrage
Duisburg droht seine U-Bahn zu verlieren, weil eine Sanierung des maroden Systems zu teuer wäre. Würde Ihnen die Bahn fehlen?

Duisburg droht seine U-Bahn zu verlieren, weil eine Sanierung des maroden Systems zu teuer wäre. Würde Ihnen die Bahn fehlen?

 
Fotos und Videos
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin
Handys im Wandel der Zeit
Bildgalerie
Technik
Chaos Computer Club
Bildgalerie
30C3