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"Farmville"-Konzern Zynga rennen die Spieler davon

26.07.2013 | 07:27 Uhr
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"Farmville"-Konzern Zynga rennen die Spieler davon
Farmville war einmal das Erfolgsprodukt von Zynga.Foto: Farmville

San Francisco.  Die Krise beim Spiele-Entwickler Zynga nimmt immer größere Ausmaße an. Im vergangenen Quartal gab es Einbrüche auf ganzer Linie und rote Zahlen. Der neue Chef Don Mattrick will das Steuer herumreißen, sieht dabei allerdings das Glücksspiel nicht mehr als Heilsbringer.

Die für einige Zeit sehr erfolgreiche Internet-Spiele-Schmiede Zynga steht mit dem Rücken zur Wand. Im zweiten Quartal seien 40 Prozent der monatlichen Nutzer abgewandert, teilte der US-Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Damit spielen monatlich nur noch 187 Millionen Menschen Zynga-Spiele wie "Farmville", "Words with Friends" und "Mafia Wars", die häufig über Facebook aufgerufen werden.

Der Umsatz fiel um knapp ein Drittel auf 231 Millionen Dollar und unter Strich stand ein Minus von 15,8 Millionen Dollar. Dies ist etwas weniger als im Vorjahr und mehr als von Analysten erwartet. Die Aktie brach nachbörslich um 14 Prozent an der Wall Street ein und lag damit rund 70 Prozent unter dem IPO-Preis von Dezember 2011.

Keine Zynga-Spiele mehr um echtes Geld

Der neue Zynga-Chef Don Mattrick, der am 1. Juli das Ruder von Firmengründer Mark Pincus übernommen hatte, mahnte Anleger zur Geduld. Er benötige mindestens drei Monate, um sich ein genaues Bild zu machen, wo es mit dem Konzern hingehe. Eine wichtige Entscheidung hat er jedoch bereits getroffen.

Künftig will Zynga in den USA keine Spiele mehr anbieten, wo es wie beispielsweise beim Pokern um "echtes" Geld geht. Zugleich betonte Mattrick, der zuvor bei Microsoft für die erfolgreiche Xbox zuständig war, Zynga kehre zu seinen Wurzeln zurück und konzentriere sich auf das Anbieten von kostenlosen Spielen. (dpa/rtr)

Kommentare
27.07.2013
09:05
Zynga
von drusilla2010 | #4

Das Hauptproblem ist eher das es permanent zu Abstürzen kommt, das man angefragte Sachen nicht bekommt oder schlicht und einfach der Support nur noch für Bezahlkunden ist. Irgendwann ist der Frust einfach zu groß.

26.07.2013
18:57
recht habt ihr
von gaboe | #3

Kann euch beiden nur zustimmen.
Außerdem kommen dann noch die technischen Probleme dazu, die oft auch nach Monaten nicht gelöst werden.

26.07.2013
16:48
zu umfangreich
von Autobahnraser | #2

Vollste zustimmung, Skyfall.

Dazu kam dann noch, das FarmVille irgendwann in Arbeit ausartete. Immer neue Welten, umfangreiche, zeitbasierte Aufgaben. Vor 2 Jahren habe ich dann aufgehört, als eine "Neue Welt/Insel" angekündigt wurde.

Zynga sollte mal darüber nachdenken, das FarmVille & Co. kein Vollzeitjob sein kann. Es soll schon noch den ein oder anderen geben, der ein 2.Live ausserhalb von FB hat ;)

Die Spieler, die die Zeit für alle Welten haben, arbeiten nicht - haben dann meist auch kein Geld um mal hin und wieder den Fortschritt zu beschleunigen.

26.07.2013
10:07
Back to the roots..
von Skyfall | #1

Das passiert, wenn man zu viel will... Hätte sich Zynga darauf konzentriert die beliebten Spiele Inhaltlich attraktiv zu gestalten und auch den Spielern ein Erfolsgefühl zu vermitteln, die nicht 250+ Freunde haben, dann wären die Misere vllt. nicht so groß.

Ist doch verständlich, dass der Spielspaß im Eiltempo davon läuft, wenn man in einem Spiel nur noch weiter kommt, wenn 20 Freunde helfen müssen.

Nebenbei hat sich Zynga ein Eigentor geschossen, in dem es auf neue - viel zu kitschige Grafik umgestellt hat. Auch dass manche Spiele einfach einen Nachfolger mit der Endung 2 bekamen finde ich nicht sehr glücklich.

Ich bin kein riesiger Online Spieler, aber vor ein paar Jahren hat es mir ehrlich zugegeben schon Spaß gemacht meine kleine Farm zu betreiben. Zu viel Klimbim ließ den Spaß dann allerdings irgendwann schwinden. Schade.

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"Farmville"-Konzern Zynga rennen die Spieler davon
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2013-07-26 07:27
Zynga, Farmville, Games, Gaming, Facebook, Words with Friends, Mafia Wars
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