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Der richtige Bauplan für die eigene Internetseite

06.09.2009 | 15:49 Uhr

Berlin. Beim Anlegen einer Homepage helfen kostenpflichtige und Gratis-Anbieter. Für den Bau einer Webseite sind weder Programmierkenntnisse noch viel Geld nötig. Doch es gibt Fallstricke. Wen die Warentester empfehlen, lesen Sie hier.

Mehr als sieben Millionen Bürger haben eine Internetseite. Laut dem Verband Bitkom gehen immer mehr Menschen mit einer eigenen Seite ins Netz. Egal ob Fotoschau und Videoclips von der letzten Reise oder ein Kommentar zur politischen Lage – vieles lässt sich im Netz mit Freunden und Fremden teilen. Für den Bau einer Webseite sind weder Programmierkenntnisse noch viel Geld nötig. Doch es gibt Fallstricke.

Immer mehr Menschen gestalten ihre eigene Homepage. ddp-Bild

Wie einfach es ist, sich eine Homepage anzufertigen, weiß IT-Experte und Buchautor Jörg Schieb: „Es gibt nicht nur kinderleicht zu bedienende Software, die nahezu alles automatisch erledigt, sondern auch Onlineangebote, mit denen man seine Webseite im Baukastenprinzip zusammenstellen kann.” Neulingen, die sich schnell und preiswert eine Homepage anlegen möchten, rät Schieb: „Völlig kostenlos ist eine Webseite als Blog bei http://de.wordpress.org.”

Zwar bieten auch einige Internetanbieter die Möglichkeit, kostenlos Internetseiten einzurichten. Doch davon rät der Experte ab: Bei diesen Angeboten mangele es an Service. Gratisanbieter wie www.lima-city.de oder www.funpic.de verursachten zwar keine monatlichen Kosten, aber Nutzer müssten Einschränkungen hinnehmen. So gibt es keine individuelle Internetadresse. Stattdessen erhält der Nutzer eine Subdomain nach dem Muster www.wunschname.anbieter.de. Oft schalten Gratis-Anbieter auch Werbung auf Seiten ihrer Kunden.

Wer eine eigene Domain in Form von www.wunschname.de haben will, sollte kostenpflichtige Anbieter wie www.strato.de oder www.1und1.de nehmen, rät der Experte. „Sinnvoll ist es, wenigstens zwei bis drei Euro im Monat zu bezahlen”, sagt Schieb. Dem Nutzer stehen so mehr Möglichkeiten zur Verfügung: „Die Webseite kann besser wachsen und man kann problemlos umziehen.”

Für den Aufbau gilt: Je individueller die Gestaltung, desto schwieriger wird's. Am einfachsten und schnellsten kann man sich eine Onlinepräsenz per Baukasten zulegen. Schieb: „Man stellt Stück für Stück einzelne Seiten der Homepage zusammen.” Der Haken: Die Bearbeitungsmöglichkeiten sind beschränkt. Nur was der Baukasten hergibt, lässt sich auch einbauen.

Web-Editoren (Seiten-Gestaltungsprogramme) bieten mehr. Wer sich etwas auskennt, kann etwa den Quellcode ändern, um an einer beliebigen Stelle der Homepage eine Landkarte einzufügen, die er sich gebastelt hat. Die Web-Editoren funktionieren nach dem Prinzip: Zuerst wird die Webseite offline im Editor gestaltet, danach wird sie auf die Homepage übertragen.

Die Stiftung Warentest empfiehlt das Gratis-Programm Nvu Composer. Die Software gibt's bei www.nvu-composer.de. Die Arbeit mit dem Editor ist aber kniffeliger. Denn die vorgefertigten Seiten müssen auf die Homepage übertragen werden. Dazu benötigt man ein FTP-Programm („Dateiübertragungsprotokoll”-Programm). Die Software gibt es gratis unter www. filezilla.de, so die Warentester.

Mandy Kunstmann

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