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Berliner Politiker schaltet sich in Gema-Streit ein

27.06.2012 | 14:25 Uhr
Berliner Politiker schaltet sich in Gema-Streit ein
Droht durch die neuen Gebührenpläne der Gema ein "Clubsterben"?Foto: dapd

Berlin.   Ein prominenter Berliner Politiker hat an die Gema appelliert, ihre neuen Gebührenpläne zu überdenken. Staatssekretär Björn Böhning wandte sich in einem Brief an die Verwertungsgesellschaft. Gerade Berlin wäre von einem drohenden Clubsterben schwer betroffen.

Im Streit der Musikveranstalter und Clubbetreiber mit der Rechteverwertungsgesellschaft Gema um deren neue Tarifforderungen plädiert der Berliner Senat für einen fairen Interessenausgleich. In einem Brief an die Gema forderte der Chef der Senatskanzlei, Staatssekretär Björn Böhning, ein Überdenken der Pläne, wie die Senatskanzlei mitteilte.

Das Vorhaben würde nach Böhnings Worten für einen Teil der Hauptstadt-Clubs zu massiven Kostensteigerungen führen. Er appelliert an die Beteiligten, das anstehende Schiedsverfahren zu nutzen, um einen Interessenausgleich zu finden.

Böhning unterstrich, dass Berlin eine kreative und innovative Musikszene habe, in der Clubs und Konzerte ein wichtiger Faktor seien. Diese bräuchten als wirtschaftliche Grundlage für ihr Gewerbe bezahlbare Gebührensätze. Deshalb bitte er die Gema, ihre Forderungen zu überprüfen.(dapd)

Kommentare
27.06.2012
23:48
Gema-Streit
von suendenbock | #4

Höchste Zeit, sich über die GEMA Gedanken zu machen! Nicht nur dass dieses Monopol (seit 1933!) nach Gutsherrenart die Höhe der "Gebühr" festlegt, wichtiger ist die Verteilung der Milliarden zu hinterfragen. Angeblich geht es um die Rechte von Künstlern (Autoren und Komponisten), in Wirklichkeit steht der Vorteil von Rechteinhabern und Rechteverwertern im Vordergrund. Bertelsmann weist in der letzten Bilanz Erträge von ca. 10 mrd Euro aus, davon ca. 10% aus Einnahmen aus Lizenzen und Rechten, etwa 1 MRD pro Jahr für Familie Mohn. Die kleinen Künstler kriegen so gut wie nichts! Durch willkürliche Hebesätze werden Klassische Musikstücke begünstigt, die "leichte Unterhaltung" wie die Discos füllen den Erben von Karajan noch heute die Privatschatulle. Wieso behauptet jemand, beim Kauf meiner SD Karte muss ich Gemagebühren bezahlen, weil Rechte kopiert werden? Meine Karte steckt in meinem Fotoapparat, trotzdem kassieren Bertelsmann, Bohlen und die Erben von M. Jackson mit?

27.06.2012
21:07
Berliner Politiker schaltet sich in Gema-Streit ein
von micha4910 | #3

Man liest immer nur die Kritik am neuen Tarifsystem, aber nirgends eine Reaktion der Gema auf die Vorwürfe. Oder lese ich nur die falschen Medien?
Hat jemand einen Link?

1 Antwort
Berliner Politiker schaltet sich in Gema-Streit ein
von Pase_Lacki | #3-1

Die GEMA hat bisher nur mit einer Pressemitteilung geantwortet, mit dem Hinweis, dass die Beträge früher im Vergleich zu anderen Ländern viel zu günstig gewesen wären.

Ohne Worte, der Verein.

27.06.2012
17:50
Berliner Politiker schaltet sich in Gema-Streit ein
von Grobian57 | #2

Wie ist die Verwertung der Rechte von Künstlern eigentlich im Ausland geregelt? Gibt es so etwas wie die GEMA auch noch in anderen Ländern? Und wie hoch sind die entsprechenden Gebühren dort?
Vielleicht könnte die Beantwortung dieser Fragen die Diskussion hier ein wenig versachlichen.

27.06.2012
16:25
Berliner Politiker schaltet sich in Gema-Streit ein
von rudizehner | #1


Die Politik kriecht vor der GEMA zu Kreuze, anstatt die Bürger vor diesen Wegelagerern zu schützen. Unglaublich!

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Berliner Politiker schaltet sich in Gema-Streit ein
Berliner Politiker schaltet sich in Gema-Streit ein
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http://www.derwesten.de/wirtschaft/digital/berliner-politiker-schaltet-sich-in-gema-streit-ein-id6814993.html
2012-06-27 14:25
Gema, Musik, Musikrechte, Gebühren, Clubs
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