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Axel-Springer führt Bezahlmodell für "Bild"-Onlineausgabe ein

22.05.2013 | 18:51 Uhr
Axel-Springer führt Bezahlmodell für "Bild"-Onlineausgabe ein
Der Axel-Springer-Verlag entschied sich dazu, dass Teile der Onlineausgabe der Bild nur gegen Bezahlung erhältlich sein sollen.Foto: afp

Berlin.  Künftig werden Teile der Onlineausgabe der "Bild"-Zeitung nur gegen Bezahlung aufzurufen sein. Kostenlose Inhalte sollen aber auch weiterhin angeboten werden. Bislang gab es auf dem Web-Portal der Zeitung nur teilweise eine Bezahlschranke bei der Nutzung mit dem Smartphone oder dem Tabletcomputer.

Die Internetausgabe der "Bild"-Zeitung wird künftig teilweise kostenpflichtig. Deutschlands größte Boulevardzeitung wolle am Montag ein neues Bezahlmodell für bild.de vorstellen, sagte ein Sprecher des Axel-Springer-Verlages am Mittwoch in Berlin. Vorgesehen ist demnach ein Abonnementmodell, mit dem Nutzer für einen Teil der journalistischen Beiträge bezahlen sollen. Auf bild.de werde es künftig "kostenpflichtige und kostenlose Inhalte nebeneinander" geben, sagte der Sprecher.

Auch im Verlag ist das Bezahlmodell neu

Damit werde das Bezahlmodell für die Onlineausgabe der "Bild" anders gestaltet als jenes der Tageszeitung "Die Welt", die ebenfalls im Axel-Springer-Verlag erscheint, wie der Verlagssprecher sagte. Auf welt.de können Nutzer monatlich auf eine bestimmte Anzahl Artikel kostenlos zugreifen.

Verlag
Axel Springer schließt 2012 mit Rekordergebnis ab

2012 war für den Medienkonzern Axel Springer ein erfolgreiches Jahr. Mit 628 Millionen Euro Gewinn vor Steuern legte das Unternehmen eine Rekordergebnis hin. Dabei übertrafen die Erlöse der digitalen Medien erstmals die aus jedem anderem Geschäftsbereich.

Das neue Bezahlmodell für bild.de habe Bedeutung für die ganze Tageszeitungsbranche , sagte der Verlagssprecher. "Wenn wir mit dem Modell erfolgreich sind, bedeutet das für die Tageszeitungsbranche, dass es auch online eine Chance gibt, neben den Anzeigenerlösen mit Vertriebserlösen Geld zu verdienen." Aufgrund der Reichweite nehme bild.de eine herausgehobene Stellung ein.

Suche nach Einnahmemöglichkeiten im Netz

Die Tageszeitungsbranche sucht seit Jahren nach Wegen, um im Internet neben dem Geschäft mit Onlinewerbung auch durch den Verkauf von Inhalten Geld zu verdienen.

Bislang führte in Deutschland und anderen Ländern eine ganze Reihe Verlage sogenannte Bezahlschranken ein, die Nutzern nur für eine bestimmte Anzahl von Artikeln pro Monat die kostenfreie Lektüre erlauben oder die den Zugriff auf bestimmte Artikel nur gegen Bezahlung ermöglichen.

Bezahlter Online-Inhalt als Antwort auf sinkende Print-Erlöse

Mit dem Verkauf von Onlineinhalten Geld zu verdienen, ist für die Branche deshalb entscheidend, weil die gedruckten und verkauften Auflagen der Zeitungen seit Jahren schrumpfen. Bei der Onlineausgabe der "Bild" gab es bislang teilweise eine Bezahlschranke bei der Nutzung vom Smartphone oder Tabletcomputer, auf einem klassischen Computer waren die gleichen Texte aber kostenlos abzurufen. (afp)


Kommentare
25.05.2013
02:58
Ich kanns nicht glauben
von dereder | #8

Gibt es wirklich noch Menschen in diesem Land, welche die Falschinformationen und erfundenen Lügengeschichten der BILD für "Nachrichten" halten?

http://www.bildblog.de/ressort/bild/

23.05.2013
13:36
Axel-Springer führt Bezahlmodell für
von MisterB | #7

Da sollen die Leute jetzt noch dafür bezahlen, dass sie von der BILD verdummdeuwelt werden....



....schlimm genug, dass man gezwungen wird GEZ zu zahlen. Da wird man medial schon genug, besonders politisch, desinformiert: Siehe Wahlergebnisse.

23.05.2013
11:27
Arme und Geringverdiener werden dafür nicht zahlen. Sie sind aber bald die Mehrheit- Leider
von TimoTasche | #6

Wird die Bildzeitung zur Elitezeitung?
Und wieder einmal ist in Zukunft so etwas Wichtiges wie Information nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Das wäre die Konsequenz. Geringverdiener werden sich schwer tun, dafür zu zahlen. Aber auch solche, die sich mit dem Internet nicht besonders auskennen. Ältere zum Beispiel haben oft Angst vor solchen Vorschlägen. Sie fürchten abgezockt zu werden. Und da rächt es sich klammheimlich, das viele Fälle von Abzocke auch auf ein breites Publikum, nicht nur in der Bild, treffen. Aber auch jüngere Leser werden dieses Angebot kaum nutzen. Dafür gibt es Facebook oder Youtube , um sich zu informieren. Kostenlos. Meiner Meinung wird dieses Vorhaben zu einem Flop, der ganz schnell wieder zurückgenommen wird.

23.05.2013
11:20
„Kai“, fragte ich, „wer ist der coolste Politiker im ganzen Land?“ Da zog er mich in den Fahrstuhl und drückte einen Knopf ganz weit über mir.
von WhatDoesItAllMean | #5

Seit mich Diekmann, der Liftboy mit Gespür für fähige Politiker, so herzlich öffentlich umarmte, zahle ich gerne für alles, was von BILD kommt - natürlich nur Steuergelder. Ich bin doch nicht BLÖD.

Mr. P.R. Cool

23.05.2013
08:39
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Name von Moderation entfernt | #4

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23.05.2013
01:05
Axel-Springer führt Bezahlmodell für
von Ondramon | #3

Für die Bild-Kolumne "Post von Wagner" würde ich mein letztes Hemd geben. ;-)

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3-1

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23.05.2013
00:00
Axel-Springer führt Bezahlmodell für
von schRuessler | #2

Gibt es ernsthaft Leute, die dafür Geld ausgeben?

Ich fürchte, ja.

22.05.2013
19:01
Axel-Springer führt Bezahlmodell für
von mansgruf | #1

Kaufe mir BILD nicht mal am Kiosk...reicht die Werbung nicht?

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