Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Apple

Apple korrigiert Kartenfehler nach australischer Polizei-Warnung

11.12.2012 | 17:19 Uhr
Apple korrigiert Kartenfehler nach australischer Polizei-Warnung
„Potenziell lebensgefährlich“ nannte die australische Polizei einen Fehler bei Apple Maps: Wer in die Stadt Mildura wollte, wurde in die Wüste geschickt.

Sydney.   Dass Autofahrer vom Navi in die Wildnis geschickt werden, kommt immer wieder vor. Australiens Polizei warnte nun vor Apples iPhone-Karten, weil sie statt in eine Stadt mitten in einen heißen Nationalpark führten. Die falsche Ortsmarke kam aber wohl von den Behörden selbst.

Apple hat nach einer Warnung der australischen Polizei einen potenziell lebensgefährlichen Fehler in seine Karten für iPhone und iPad zumindest teilweise korrigiert. Wer sich jetzt eine Route in die Stadt Mildura anzeigen lässt, wird an den richtigen Ort geführt. Der Positionsanzeiger für die Stadt wurde allerdings am Dienstagmorgen zunächst immer noch an der falschen Stelle mitten in einem Nationalpark angezeigt. Doch dies ist wohl auf einen Eintrag in den offiziellen australischen Geodaten zurückzuführen.

Die Polizei im australischen Bundesstaat Victoria hatte am Montag in ungewöhnlich scharfer Form zu Vorsicht bei der Nutzung von Apple-Karten gewarnt. Mildura war auf den Apple-Karten etwa 70 Kilometer vom tatsächlichen Standort platziert worden. Da es in dem Nationalpark keine Wasserversorgung gebe und die Temperaturen 46 Grad erreichen könnten, handele es sich um eine „potenziell lebensgefährliche Angelegenheit“, mahnte die Polizei.

Autofahrer verirrten sich - „potenziell lebensgefährlich“

In den vergangenen Wochen seien bereits mehrere verirrte Autofahrer aufgesammelt worden, erklärte die Polizei. Einige von ihnen seien bis zu 24 Stunden ohne Wasser und Essen gestrandet gewesen und hätten lange Entfernungen durch gefährliches Gebiet auf der Suche nach Mobiltelefon-Empfang zurückgelegt. So sei ein Mann kurz vor Einbruch der Dunkelheit in die Stadt gefahren, in der Wildnis gelandet und sich auch nicht wieder zurückgetraut, aus Angst nachts im Sand steckenzubleiben, berichtete die Zeitung „Guardian“.

Der Online-Dienst „The Register“ machte unterdessen die Behörden selbst als mögliche Fehlerquelle aus. Eine offizielle Website mit australischen Geodaten gibt tatsächlich die auf Apple-Karten angezeigte Position als „Mildura Rural City“ an.

Apple empfahl, Google Maps anstatt Apple Maps zu benutzen

Apple hatte seinen eigenen Kartendienst mit der Markteinführung des iPhone 5 im September gestartet. Auch Dutzende Millionen Nutzer älterer Geräte wechselten mit der Aktualisierung auf das neue Betriebssystem iOS 6 zu den Apple-Karten statt des bisherigen Google-Angebots. Sofort nach dem Start häufte sich Kritik, weil Anwendern viele Fehler, fehlende Details oder verzerrte Luftaufnahmen auffielen.

Apple-Chef Tim Cook entschuldigte sich bei den Kunden und empfahl, über das Internet Konkurrenzdienste etwa von Google oder Nokia zu nutzen bis die Probleme behoben seien. Die Nokia-Karten gibt es als eigene App („Here“) im iTunes-Store, die Karten von Google können über den Safari-Browser genutzt werden (maps.google.com). In der eigenen Map-App bügelte Apple in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Fehler aus.



Kommentare
Aus dem Ressort
Nach 8 kommt 10 - Microsoft stellt neue Windows-Version vor
Betriebssystem
Windows 9 wird es nicht geben. Nachfolger des aktuellen Microsoft-Betriebssystems wird Windows 10. Das teilte der amerikanische Software-Konzern jetzt mit. Die Version ist für PCs, Tablets sowie Smartphones gedacht. Erscheinen soll das Produkt 2015.
Jeder dritte Deutsche fürchtet Betrug im Internet
Angststudie
Ihr Alter geben die meisten Deutschen im Internet relativ sorglos an, bei der Kreditkartennummer zögern schon deutlich mehr. Jeder dritte Befragte einer Allensbach-Untersuchung gibt an, sich vor Betrug und Datenmissbrauch im Internet zu fürchten. Je älter die Nutzer, desto größer die Angst.
Was Verbraucher tun müssen, wenn ihr Name gestohlen wurde
Sim-Karten
Bei Mobilfunkunternehmen ist es für Betrüger leicht, unter falschem Namen eine Sim-Karte aufzuladen. Dazu braucht der Täter lediglich irgendeinen Namen nebst Adresse sowie eine Bankverbindung. Betroffene müssen anfallende Rechnungen zwar nicht bezahlen, ignorieren sollten sie diese aber nicht.
Satiriker Sonneborn piesackt EU-Kommissar Oettinger
EU-Kommission
Günter Oettinger, designierter EU-Kommissar für die Internetwirtschaft, hat sich Fragen von Abgeordneten gestellt - darunter auch Martin Sonneborn von "Die Partei". Dessen ironische Fragen ließ Oettinger abperlen. Im Zusammenhang mit dem Promi-Nacktbilder-Skandal offenbarte er allerdings Unwissen.
Jeder dritte Deutsche fürchtet Betrug im Internet
Angststudie
Ihr Alter geben die meisten Deutschen im Internet relativ sorglos an, bei der Kreditkartennummer zögern schon deutlich mehr. Jeder dritte Befragte einer Allensbach-Untersuchung gibt an, sich vor Betrug und Datenmissbrauch im Internet zu fürchten. Je älter die Nutzer, desto größer die Angst.
Umfrage
Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?

Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?

 
Fotos und Videos
Fans warten aufs neue iPhone
Bildgalerie
Apple
Das sind iPhone 6 und Apple-Watch
Bildgalerie
Apple-Neuheiten
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin