Das aktuelle Wetter NRW 3°C
Cloud-Computing

Apple-Co-Gründer Wozniak sieht die Datenwolke sehr kritisch

06.08.2012 | 10:53 Uhr
Steve Wozniak (l.), hier mit Apple-Mitgründer Steve Jobs auf einem Archiv-Foto, sieht „furchtbare Probleme beim Cloud-Computing.Foto: rtr

Washington.  Steve Wozniak, Mitbegründer des US-Elektronikriesen Apple, hat sich sehr kritisch über Cloud Computing geäußert. Er sehe „furchtbare Probleme“ beim Auslagern von Daten ins Internet, sagte der 61-Jährige. Wozniak kritisierte, beim Cloud Computing besitze der Nutzer nichts mehr.

Der Co-Gründer des US-Elektronikriesen Apple, Steve Wozniak, sieht den Trend zum sogenannten Cloud Computing sehr kritisch. Er sehe „furchtbare Probleme“ beim Auslagern von Daten ins Internet, sagte Wozniak am Wochenende in Washington. Der 61-Jährige, der Apple zusammen mit dem im vergangenen Jahr verstorbenen Steve Jobs gegründet hatte, nahm dort an der vorletzten Aufführung des Stückes „Die Agonie und die Extase von Steve Jobs“ teil, ein zweistündiger Monolog über die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Werken, in denen die Apple-Produkte gefertigt werden.

Beim Cloud Computing, dem Rechnen in der Wolke, sind Dateien und Programme nicht mehr auf einem lokalen Computer installiert. Sie werden stattdessen ins Internet ausgelagert und laufen auf großen Servern. „Ich habe wirklich Bedenken, dass alles in die Wolke verlagert wird“, sagte Wozniak. „Ich denke, das wird schrecklich. Ich denke, wir werden in den kommenden fünf Jahren furchtbare Probleme damit haben.“

Video
Steve Jobs präsentierte den iCloud-Service. Damit können Nutzer künftig Daten ins Internet verlagern.

Wozniak kritisierte, beim Cloud Computing besitze der Nutzer nichts mehr. „Man gibt es vertraglich weg“, sagte der Apple-Co-Gründer mit Blick auf die Endnutzer-Vereinbarungen, die Computernutzer akzeptieren müssen. „Je mehr wir in das Web übertragen, in die Wolke, desto weniger Kontrolle haben wir darüber.“ (afp)



Kommentare
07.08.2012
09:24
Apple-Co-Gründer Wozniak sieht die Datenwolke sehr kritisch
von Harry.Hirsch | #6

Endlich sagt da mal jemand die Wahrheit. Die werden sich alle noch wundern. Kann ich eh nicht verstehen, wie z.B. eine Firma seine Daten in eine Cloud geben kann. Oder private, sensible Daten.
Das wird noch richtig Krass.

Ich habe ne Festplatte mit Netzwerkarte. Die steht bei mir zuhause und ich kann von überall darauf zugreifen. Ist auch ne Cloud, nur ich kann sie abschalten und mit einem Handgriff vom Netz trennen, Peng!

06.08.2012
23:46
Apple-Co-Gründer Wozniak sieht die Datenwolke sehr kritisch
von quattrisiert | #5

Die "cloud" ist gerade so "in", wie es noch vor kurzem das Virtualisieren war. Ich bin gespannt, wann das erste Unternehmen, das eben diese Clound genutzt hat, über Datenverlust heulen muss, oder die Daten gar in falsche Hände gelangt sind. Meine Daten bleiben auf meinen lokalen Servern und wenn ich sie brauche, habe ich ein hoch gesichertes VPN. Cloud: Nein Danke.

06.08.2012
21:41
Apple-Co-Gründer Wozniak sieht die Datenwolke sehr kritisch
von justuser | #4

Ich kann Wozniak und allen Vorrednern nur uneingeschränkt zustimmen...

06.08.2012
20:10
Apple-Co-Gründer Wozniak sieht die Datenwolke sehr kritisch
von MagicMen | #3

Man gibt doch auch seine Aktenordner ,die hat sicher auch noch jeder, nicht jedem dahergelaufenen mit, damit er sie für mich einlagert, und zahlt dann auch noch dafür.
Wer seine Daten in die Cloud ablegt, ist in meiner Meinung nach nicht ganz gescheit.

06.08.2012
19:07
Apple-Co-Gründer Wozniak sieht die Datenwolke sehr kritisch
von aufkoks | #2

egal wie sich das kind gerade nennt ich müßte mich mit dem hammer kämmen meine daten in hände zu geben von denen ich nicht weiss was damit passiert und wer zugriff darauf hat.

06.08.2012
13:05
Apple-Co-Gründer Wozniak sieht die Datenwolke sehr kritisch
von holmark | #1

Zitat: "Wozniak kritisierte, beim Cloud Computing besitze der Nutzer nichts mehr."

Das ist doch genau der Gedanke, der hinter cloud computing steckt, das Geschäftsmodell der Zukunft. Menschen enteignen, ohne dass sie es merken.
Ander ausgedrückt: Kunde zahl bitte sofort, aber störe dann nicht weiter.

Aus dem Ressort
WhatsApp-Update macht noch mehr Lese-Daten sichtbar
WhatsApp
Kaum hat sich der Ärger um die beiden blauen Häkchen gelegt, könnte WhatsApp für neuen Unmut bei seinen Nutzern sorgen. Eine versteckte Funktion gibt Usern nun detailliert Auskunft über das Leseverhalten des Empfängers. Sie zeigt nicht nur ob eine Nachricht gelesen wurde - sondern auch wann.
Facebook bringt Chat-App "Rooms" nach Deutschland
Facebook
Dass Facebook auf den Trend zu Apps mit anonymer Nutzung aufspringen wolle, war schon länger spekuliert worden. Die nun auch in Europa verfügbare Anwendung "Rooms" erinnert allerdings mehr an die Message Boards aus frühen Internet-Zeiten als an heutige Konkurrenz-Apps.
Amazon vermittelt Handwerker-Dienste in den USA
Handwerker
Online-Händler Amazon steigt ins Geschäft mit Dienstleistungen ein: In den USA will der Internetriese in neun Städte einen Dienst für die Vermittlung von Handwerkern testen.
Video on Demand: Worauf man achten muss und was es kostet
Video on Demand
Sie heißen Watchever, Netflix, Amazon Instant Video, Sky Snap oder Maxdome und gelten als das Fernsehen der Zukunft. Mittlerweile kämpfen mehr als ein halbes Dutzend sogenannter „Video-on-Demand-Dienste“ um Kunden. Immer neue Angebote gibt es, aber auch viele Fragen. Wir haben Antworten.
Das ist aus der vergessenen Welt von "Second Life" geworden
Internet-Hypes
Einst war der Hype um Second Life gigantisch. Das Programm würde unser Leben verändern, hieß es. Doch schon lange gab es kein Lebenszeichen mehr aus der virtuellen Parallelwelt. Existiert sie noch? Ein Ausflug in ein digitales Universum zwischen LSD-Rausch und Post-Apokalypse.
Umfrage
Ernährungsberater sagen, im Schulessen sei zu viel Fleisch. Stimmt das?
 
Fotos und Videos
Fans warten aufs neue iPhone
Bildgalerie
Apple
Das sind iPhone 6 und Apple-Watch
Bildgalerie
Apple-Neuheiten
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin