Apple-Chef Tim Cook entschuldigt sich für fehlerhafte Karten
28.09.2012 | 17:09 Uhr 2012-09-28T17:09:34+0200
Berlin. Apple-Chef Tim Cook hat sich bei Nutzern für das Karten-Chaos seines Kartendienstes entschuldigt. Apple hatte sein neues Karten-Angebot eigentlich an Stelle von Google Maps eingeführt. Nun rät Cook, Nutzer sollten vorerst auf die Angebot der Konkurrenz wie Nokia, Bing oder eben Google umsteigen.
Es ist ein ungewöhnlicher Schritt für Apple: Firmenchef Tim Cook hat in einem offenen Brief an die Kunden Fehler in Apples Kartendienst eingestanden. "Wir entschuldigen uns für die Frustration, die das bei unseren Kunden verursacht hat, und tun alles, um die Karten zu verbessern", schrieb Cook. Apple habe mit den Karten sein Ziel verfehlt.
Das Unternehmen hatte in seinem neuen Betriebssystem für seine Handys und Tablets erstmals eine eigene Kartenfunktion eingebaut . Zuvor nutzte das Unternehmen die Kartendienste des Konkurrenten Google. Mit jeder Navigation schickten Apple-Kunden also Daten an den Konkurrenten, die Google zur Verbesserung des eigenen Angebots nutzen konnte. Dem wollte Apple mit dem neuen Betriebssystem offenbar einen Riegel vorschieben.
Doch Apples eigene Karten stecken voller Fehler: Straßen, Adressen und Sehenswürdigkeiten sind falsch platziert oder tragen veraltete Namen. Satellitenaufnahmen sind aus nicht zueinander passenden Bildern zusammen geschustert. Kunden beschwerten sich im Internet und sammelten die kuriosesten Fehler.
Apple-Chef empfielt Nutzern übergangsweise die Karten von Google, Bing oder Nokia
Auch die Stiftung Warentest urteilte nach einem Schnelltest des iPhone 5, die Kartenfunktion wirke nicht ausgereift . Insgesamt jedoch lobten die Tester das Handy jedoch als eines der besten Smartphones, die sie je untersucht hätten. Besonders die Kamera und das neue Design lobten die Tester, der Akku dagegen biete nur mittelmäßige Leistungen.
Nun reagiert das Unternehmen auf die Kritik und gelobt Besserung. "Je mehr unsere Kunden unsere Karten nutzen, desto besser werden sie", versprach Cook. Das Unternehmen habe mit dem eigenen Dienst neue Funktionen wie gesprochene Wegbeschreibungen auf die Handys bringen wollen. In der Zwischenzeit empfahl er frustrierten Kunden, Alternativen zu nutzen - etwa die Karten von Nokia, Microsofts Suchmaschine Bing oder Google.
Das mobile Betriebssystem iOS 6, das die neue Kartenfunktion mitbringt, können auch Besitzer älterer Apple-Geräte auf ihren iPhones und iPads installieren. Insgesamt läuft das System nach Angaben von Apple bereits auf mehr als 100 Millionen Geräten, fehlerhafte Karten inklusive. (dapd)
12:37
Immerhin! Die Firma Apple gibt öffentlich einen Fehler zu. Bis jetzt waren immer nur die Kunden Schuld.
Wer sich bei den vorhandenen Alternativen noch ein Gerät mit Apfel-Logo kauft ist selbst Schuld. Die Geräte werden auch nur in China hergestellt und die Preise sind maßlos überzogen.
Von daher bleibe ich bei den günstigeren Alternativen und bis dato vollkommen Problemlos, im Gegensatz zu manchen Bekannten mit Eierphone, die sind öfter mal weg zu Reparatur und viele davon müssen selbst bezahlt werden weil das Gerät "ohne Fehler" ist.
17:18
Wer 600 Euro + für ein Gerät ausgibt das höchstens 150 wert ist und das man auch nur eingeschränkt überhaupt nutzen kann dem ist so etwas doch egal.....
Hauptsache das Statussymbol in der Tasche....
Nach dem Motto : Wenn der Porsche ohne Reifen ausgeliefert wurde dann schiebe ich ihn eben in die Garage...Hauptsache ich habe einen....
Dumm......
12:00
Zitat: " "Je mehr unsere Kunden unsere Karten nutzen, desto besser werden sie", versprach Cook. " Ja, es geht doch nichts über zahlende Beta-Tester! Und was das Erstaunliche ist, die Mappleaner werden das auch machen.
02:04
Auch die Google Maps sind nicht das Gelbe vom Ei. Auch da wimmelt es von Fehlern.
Na ja, wenn selbst im deutschen Fernsehen Dortmund schon mal an die holländische Grenze verschoben wird, sollte man nicht so pingelig sein.
Wenigsten werden wir da unabsichtlich belogen. Das ist ja schon mal was!
17:58
"geben Sie uns Ihr Geld, aber nutzen Sie lieber die Produkte der Konkurrenz" - das nenne ich kassieren auf hohem Niveau!
19:18
Das war nicht unbedingt notwendig - Apple-User sind doch leidensfähig... ;-)