Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Anonymous

Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz

03.02.2012 | 19:50 Uhr
Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz
Anonymous veröffentlicht Mitschnitt von FBI-Telefonkonferenz.Foto: dapd

Washington  Die Hackergruppe Anonymous hat sich in die Server der US-Bundespolizei FBI gehackt. Die Gruppe veröffentlichte einen Mitschnitt einer Telefonkonferenz des FBI. Darin unterhalten sich die US-Beamten mit Kollegen der britischen Polizeibehörde Scotland Yard. Das FBI leitete Ermittlungen ein.

Die Hackergruppe Anonymous hat den Mitschnitt einer Telefonkonferenz zwischen der US-Bundespolizei FBI und Großbritanniens Scotland Yard ins Internet gestellt. Das FBI bestätigte am Freitag die Echtheit des Gesprächs, in dem sich die Beamten unter anderem über ein Vorgehen gegen Anonymous und andere Hackergruppen austauschen. Die fast 17-minütige Aufnahme wurde auf dem Videoportal Youtube und anderen Internetseiten veröffentlicht.

In der Telefonkonferenz sprechen Mitarbeiter von FBI und Scotland Yard über mehrere Verdächtige, darunter zwei britische Teenager, die im vergangenen Jahr wegen Hackervorwürfen festgenommen worden waren. Auch die Email, in der zu der Konferenz eingeladen wurde, stellte Anonymous ins Netz. Das FBI bittet darin Kollegen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Ländern um die Teilnahme an dem Telefontermin, "um die andauernden Ermittlungen mit Bezug auf Anonymous, Lulzsec, Antisec und andere verbündete Splittergruppen zu diskutieren".

Laut FBI schafften es die Hacker nicht ins Allerheiligste der Behörde

Anonymous erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass sich das FBI sicher frage, "wie wir in der Lage sind, seit nun schon einiger Zeit ihre interne Kommunikation zu lesen". Dem FBI zufolge sind die Hacker allerdings nicht in das gesicherte Computernetzwerk der Behörde eingedrungen. Experten glauben, dass möglicherweise ein Email-Konto eines Ermittlers geknackt wurde. In der Einladungs-Mail zu der Telefonkonferenz, die Anonymous in die Hände gefallen war, standen die Nummer und der Einwahlcode. Das FBI leitete nach eigenen Angaben Ermittlungen ein, um die Verantwortlichen zu fassen.

Anonymous ist eine lose verbundene Gruppe von Hackern, die sich in den vergangenen Jahren zu einer Reihe von Cyberattacken bekannt haben. Nach eigener Darstellung wollen sie damit für Freiheit im Internet eintreten.

Im Januar legte die Gruppe kurzzeitig die Webseiten des FBI und des US-Justizministeriums lahm, um gegen die Schließung des Online-Speicherdienstes Megaupload zu protestieren. Ende 2010 attackierte das Kollektiv unter anderem die Seiten des Kreditkartenunternehmens Visa und des Online-Bezahldienstes Paypal, weil diese keine Spenden mehr an die Enthüllungsplattform Wikileaks weiterleiteten. (dapd)

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
05.02.2012
14:25
@5 Ja, wäre bestimmt einfach,
von nachdenken | #6

die Finanztransaktionssteuer so zu programmieren, dass sie sofort und ohne Umwege ins Finanzamt, bzw. - ministerium abgeführt wird - ohne dass die Banker das überhaupt merken....
Das sollten die mal auf so einer Konferenz besprechen....

04.02.2012
20:39
Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz
von sak1 | #5

vielleicht machen anonymous die welt ein wenig besser und greifen die sogenannte elite da an wo es ihr am meisten weh tut. sie sollten die wall street und deren system vernichten! so wie die wall street millionen menschen arbeits-und obdachlos gemacht hat!

04.02.2012
08:02
Blockierter Kommentar.
von matrix666 | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.02.2012
23:48
Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz
von lospolloshermanos | #3

Viele scheinen das Internet noch immer nicht verstanden zu haben. Wenn man bedenkt: Unsere gesamte Welt hängt mittlerweile davon ab. Industrielle Prozesse und sogar Kriege werden online geführt und gesteuert. Und niemand sollte sich in Sicherheit wiegen, nichtmal LINUX-User. Alles eine Frage der Begehrlichkeiten! Wenn Staaten Interesse haben, zählt Mühe/Geld keine Rolle! Regeln - Schwachsinn! Gesunder Menschenverstand - Unbezahlbar!

2 Antworten
Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz
von newsreader | #3-1

Ich benutze jetzt seit 9 Jahren BSD und habe keine Probleme mit Viren, Trojanern und aehnlichem Muell. Wer natuerlich auf Phishing hereinfaellt oder illegale Inhalte aus dem Netz laedt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz
von lospolloshermanos | #3-2

Sehense, ich benutze schon immer MS. Und einen Virenscanner und eine Firewall.

Unsachgemäße Handhabung oder auf deutsch: Dummheit, das ist der Grund. Aber das Verstehen-Wollen. Null. "Mein Recht auf Internet" oder so ähnlich. Selber Schuld, wie Sie sagen! :)

03.02.2012
22:18
Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz
von Catman55 | #2

Regel für (unfähige) Administratoren: Wer bei Microsoft kauft wird nicht entlassen.

Ja, ja. Früher hies es noch IBM...

1 Antwort
Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz
von newsreader | #2-1

http://www.golem.de/news/windows-bsi-gibt-lueckenhafte-sicherheitsempfehlungen-1202-89549.html

"Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun" Bibel-Zitat

03.02.2012
21:45
Anonymous hackt sich in FBI-Telefonkonferenz
von newsreader | #1

Ich kann mich immer nur wundern, wie die Sicherheits-Behoerden und andere wichtigen Dienste in den USA und Europa immer noch auf dieses unsagbar unsichere Windows setzen. Auch wenn die Umstellung auf Solaris, Linux oder BSD zeitintensiv ist, so ist es doch ein deutliches Plus an Sicherheit, das man dafuer bekommt. Ich kann mich an keine Pressemeldung erinnern, wo ein OpenBSD, NetBSD oder FreeBSD-Server gehackt wurde. (Benutzerfreundliches BSD fuer Endanwender: Ghost BSD (http://ghostbsd.org) und PC-BSD (http://www.pcbsd.org)) Aber natuerlich gibt es fuer alles ein erstes Mal und der "Fehler sitzt immer vor dem PC". Die Firma Microsoft tut alles um die wichtigen Auftraege von den Regierungen zu bekommen, selbst wenn es zu einem "Minusgeschaeft" wird. Es gibt aber auch Laender, die nicht auf diesen "Zug" aufspringen und sich fuer Linux entscheiden. Ein solches Beispiel ist Spanien bzw. die Extremadura. Auch die franzoesische Polizei hat sich fuer Ubuntu-Linux entschieden und scheint damit keine Probleme zu haben. In der Tuerkei, China, Brasilien, Kolumbien und Kuba gibt es landeseigene Distributionen, die auch von den staatlichen Stellen gepflegt werden. In der Tuerkei wird z. B. Pardus-Linux (http://www.pardus.org.tr) benutzt und auch mit Erfolg eingesetzt. In Muenchen scheint die Migration ebenfalls von Erfolg gekroent zu sein, was in Wien leider nicht geklappt hat.

1 Antwort
Letztens...
von lospolloshermanos | #1-1

ich weiß leider nicht mehr wo, im TV:

Ein junger Mann, arbeitet jetzt in Japan, hat den ersten "Virus" für MS, MAC und LINUX, also voll kompatibel, geschrieben. Niemand ist sicher.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6313822/create

Aktuelle Fotos und Videos
Das Samsung Galaxy S III
Bildgalerie
Smartphones
Anstehen fürs neue iPad
Bildgalerie
Apple-Tablet
Merkel auf Kanzlerrundgang
Bildgalerie
CeBIT 2012
Neuheiten auf Elektronikmesse
Bildgalerie
Technik
Aus dem Ressort
Obama soll Internet-Attacke auf Iran befohlen haben
Internet-Attacke
Mit dem Angriff auf das iranische Atomprogramm per Computer-Viren wollte der US-Präsident eine mögliche militärische Konfrontation vermeiden - schreibt der Autor David E. Sanger in einem neun Buch.
Text 1 Kommentare 1
Facebook-Aktie erholt sich leicht nach dreitägigem Sinkflug
Börsengang
Der Kurs der Aktie des Sozialen Netzwerks stieg um fünf Prozent, liegt aber immer noch unter den 38 Dollar, die beim Börsenstart als Wert angegeben worden waren. Ein Analyst einer Ratingagentur rät zum Verkauf der Facebook-Aktie.
Video 2 Kommentare 2