Anonymous-Hacker legen Internetseite der Gema lahm
22.08.2011 | 13:49 Uhr 2011-08-22T13:49:00+0200
Essen.Hacker der Gruppe Anonymous haben die Internetseite der Gema lahm gelegt. Bei Twitter bekannten sie sich zu der Tat. Grund für den Streit zwischen den Hackern und der Gema sind urheberrechtlich geschützte Musikvideos auf der Internet-Plattform YouTube.
Die Hacker-Gruppe Anonymous hat die Homepage der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) lahm gelegt. Am Montagmorgen war die Homepage der Gema daher nicht erreichbar. Am Montagmittag nahmen Techniker der Gema die Seite dann komplett vom Netz.
Hacker-Angriff
Nutzer bekamen statt der offiziellen Gema-Seite eine Meldung: „Leider ist diese Seite (nicht nur) in Deutschland nicht verfügbar, da sie auf ein Unternehmen verweisen könnte, für das Anonymous die erforderlichen Freiheitsrechte nicht eingeräumt hat. Das tut uns leid. Nicht!“ Im Hintergrund lief dazu passende Musik. Bei Twitter bekannte sich die Hacker-Gruppe Anonymous zu der Tat.
Die Hacker spielen mit ihrer Meldung auf die Aussage an, die beim Aufruf fraglicher Videos bei YouTube erscheint: „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die Gema die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.“
„Seit Sonntagmittag versuchen Hacker, Zugriff auf unsere Seite zu bekommen“, sagt eine Sprecherin der Gema. Bei dem Angriff handele es sich nicht wie bei vorherigen Angriffen um eine Blockade der Seite, sondern um einen richtigen Hacker-Angriff. „Der ist jedoch nicht gelungen. Die Hacker konnten keine Daten abgreifen“, so die Sprecherin.
Streit um Urheberrechte
Hintergrund der Angriffe ist der Streit um die Urheberrechte zwischen YouTube und der Gema. In Deutschland sind einige Videos auf der Video-Plattform YouTube nicht verfügbar, weil es im Urheberrechts-Streit bisher keine Einigung gibt.
Bereits im Juni gab es daher Angriffe der Hacker-Gruppe Anonymous auf die Homepage der Gema. In einem eigenen Video gaben die Hacker den Grund für ihre Angriffe an: Sie seien der Meinung, dass die Forderungen der Gema überzogen sind. Google könne diese Forderungen nicht erfüllen, die Gema-Gebühren würden den freien Informationsfluss behindern.
08:19
Zitat: Die GEMA wahrt lediglich die Interessen derjenigen, die die Rechte an der entsprechenden Musik besitzen.
Ich kenne keinen Künstler der Hunger leidet. ..
#27 von bernd1961 , am 24.08.2011 um 07:30
Dass Sie keinen hungerleidenden Künstler kennen liegt daran, dass die GEMA die Tantiemen einzieht und verteilt - nicht daran, dass die anderen drauf achten dass ihre Werke nicht missbraucht werden.
Würden sich die Normalbürger richtig über die GEMA informieren, würden solch dumme Kommentare unterbleiben.
Wechseln Sie doch einfach mal das Wort GEMA gegen ein beliebig anderes aus - zum Beispiel IG Metall, Verdi, Pilotengewerkschaft oder so.
Dann verstehen Sie auch, wozu die GEMA da ist.
07:30
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07:29
Zitat: Die GEMA wahrt lediglich die Interessen derjenigen, die die Rechte an der entsprechenden Musik besitzen.
Ich kenne keinen Künstler der Hunger leidet. Ausser denen, die ihre Kohle verprasst haben und denen geschiehts recht.
Die anderen achten schon darauf, das ihre Werke nicht missbraucht werden. Die Gema ist überflüssig. Ausserdem kann man jede GEMA-Sperrung übergehen, indem man den Link auf dieser Seite eingibt;: http://youtubeproxy.org.uk/
22:19
Ich kann weder die GEMA noch die GEZ leiden, aber daß eine Hackergruppe meint sich das Recht rausnehmen zu können Selbstjustiz auszuüben ist eine Frechheit. ud vorallem eine Straftat.
Hoffentlich erwischt man die Verantwortlichen.
16:31
Der Link funzt
http://www.youtube.com/watch?v=jiOTKjXZaYI
16:28
@ 17 NichtEgal
Wenn die Band den Fehler gemacht hat und der GEMA beigetreten ist, muss sie zahlen, sofern sie auch der Veranstalter ist. Von diesen Gebührten zieht die GEMA zieht (korrekterweise) 10 Prozent für sich ein, 85 Prozent gehen an Sting und Simon & Garfunkel usw. und 5 Prozent bleiben für die Band schließlich übrig, die auch noch ihre Mitgliedsbeiträge aufzuwenden hat. (Sollten die Zahlen nicht so ganz stimmen, liegt das einfach daran, dass die Abrechnungen der GEMA auch jedes Mal anders lauten.) Das Ganze nennt sich GEMA PRO und funktioniert nur, weil man erst ab einem bestimmten Umsatz ein stimmfähiges Mitglied ist und weil es von unseren Politikern so durch den Bundestag gewunken worden ist. Das Ganze ist verbunden mit einem unheimlichen Papierkrieg.
Ist die Band nicht in der GEMA, muss sie aufgrund der GEMA-Vermutung (Grundsätzlich ist erst einmal alles was gespielt wird auf der GEMA-Liste) einen Freistellungsbescheid erwirken. Dann braucht sie auch nichts zu zahlen.
www.youtube.com/watch?v=KVf6QqIT-tw
16:11
GEMA und GEZ sind sicherlich Organisationen, für die man nur schwer Mitgefühl empfinden kann.
Die GEMA kommt mit der digitalen Welt nicht klar und erhält auch noch politische Unterstützung für ihre veralteten Geschäftsauffassungen.
Dennoch sind die Hackerangriffe der letzten Monate und die häufige Veröffentlichung von Daten eine schwere Straftat, die hoffentlich effektiv verfolgt wird.
14:22
@ von NichtEgal
Bin mir sicher. Die Band von meinem Bruder müssen auch löhnen und die spielen absolut ihre eigenen Stücke.
13:50
Selbstverständlich sind die Forderungen der Gema überzogen. Ich käme im Leben nicht auf die Idee, mir eines, der auf You Tube gezeigten Musikvideos herunterzuladen. Erstens weil die Bildqualität in den meisten Fällen miserabel ist und zweitens auch der Sound häufig nicht besonders gut ist. Kurz ich nutze YouTube als reine Infoquelle.
Gute Musik kann ich mir von anderen Seiten legal und für kleines Geld jederzeit downloaden.
Aus meiner Sicht behindert die Gema den, wie auch schon erwähnt, freien Informationsfluss und schadet damit eher den Künstlern, als dass sie ihnen hilft.
12:44
Ich find es toll das sich freie Personen für mehr Freiheit einsetzen und das unentgeltlich...
Das es eine Institution geben muss die die Rechte von Künstlern schützt leuchtet mir ja ein. Aber die Gema hat es wirklich übertrieben, ich erinner mich an Weihnachten, wo mal eben Kindergärten abkassiert wurden, weil sie Weihnachtslieder gesungen haben. Und da hört für mich das Recht der Künstler auf! Nur weil mal irgendeiner Stille Nacht nachgesungen hat, müßen nun Kinder fürs Singen bezahlen....das geht in meinen Augen nicht!
Auch viele Künstler werden dank Gema mehr behindert in ihren Werbestrategien. Schließlich kann ein Video auf Youtube ja auch Werbung sein. Hinzu kommen die Künstler die über Youtube berühmt wurden und nun auf Youtube gesperrt sind...
Zudem ist es ein Unding das alleine nur in Deutschland auf Youtube Videos gesperrt werden und das nur, weil die Gema so unendlich geldgierig ist und es nicht hinkriegt mit Youtube zu verhandeln.
Muss auch zugeben die Schadenfreude über den Hack der Seite heute, hat mein Tag ungemein versüßt....