Amazon will mit Kindle-Fire dem iPad von Apple Konkurrenz machen
28.09.2011 | 19:31 Uhr 2011-09-28T19:31:00+0200New York. 199 Dollar – das ist die Kampfansage, die Amazon am Mittwoch in Richtung Apple geschickt hat. Der Versandhändler bringt im November einen eigenen Tablet-PC namens Kindle-Fire auf den Markt. Er soll halb so groß wie ein iPad sein – und halb so teuer.
Mit der Vorstellung eines eigenen Tablet-PC für den Preis von 199 Dollar (146 Euro) hat der Internetversandhändler Amazon am Mittwoch eine Kampfansage an Apple gesendet. Firmenchef Jeff Bezos präsentierte in New York den Kindle-Fire, einen Tablet-PC halb so groß wie ein iPad und damit deutlich kleiner, als vorher von einigen Beobachtern erwartet. Doch trotz der Namensverwandtschaft mit dem E-Book-Reader soll der Kindle-Fire mehr sein als nur ein aufgebohrter Kindle.
Der offensichtlichste Unterschied ist der Farbbildschirm. Auf dem sollen sich Kindle-Fire-Nutzer zukünftig nicht nur Bücher zu Gemüte führen können, sondern auch Spiele, Filme und Musik. Das Ganze läuft mit einer Version des Google-Betriebssystems Android . Die passenden Anwendungen gibt es im amazoneigenen Android-App-Store. Sicherungskopien auf dem heimischen PC sollen mit dem Kindle-Fire überflüssig werden. Alle Daten werden drahtlos auf Amazon -Servern hinterlegt.
Ab dem 15. November soll der Kindle-Fire in den USA erhältlich sein. Ob oder wann er nach Europa kommt, blieb zunächst unklar.
Apple beherrscht mit iPad den Markt
Bisher beherrscht Apple mit dem iPad allen Vorstößen der Konkurrenz zum Trotz den Tablet-Markt. Allein zwischen April 2010 und Juni 2011 verkaufte das Unternehmen 28,7 Millionen dieser Geräte. Die Analysten des Marktforschungsunternehmens Gartner erwarten, dass in diesem Jahr drei von vier verkauften Tablet-Rechnern in Kalifornien entworfen wurden.
Im Gegensatz zu anderen Apple -Konkurrenten, die ausschließlich in der Hardware-Sparte tätig sind, ist Amazon hervorragend aufgestellt, um den Kaliforniern und ihrem iTunes-Store die Stirn zu bieten. Die Internethändler aus Seattle verfügen bereits über attraktive Inhalte, die sie mit Sicherheit gerne den Kindle-Fire-Nutzern verkaufen werden.
Und war die Presse einmal versammelt, nutzte Bezos die Gelegenheit, um noch etwas Produktpflege zu betreiben. Er stellte ein neues Kindle -Einsteigergerät vor, das in den USA nur noch 79 Dollar kosten soll und auf die übliche Tastatur verzichtet. Bisher kostete der billigste Kindle 114 Dollar. Außerdem bringt Amazon ein monochromes Kindle mit Touch-Screen heraus, das ab 99 Dollar erhältlich sein soll. (dapd)
10:32
In den USA sind die Kindles viel weiter verbreitet als in Deutschland. Hier gibt es die (Buch-)Inhalte ja auch erst seit kurzem direkt zu beziehen.
Im Vergleich zu dem bereits bekannten Kindle ist das aktuelle Gerät eine Innovation: man kann damit noch nebenbei schön in Farbe surfen und mit entsprechender Zusatzhardware (Tastatur, Headset) auch andere Dinge machen.
Dass es weniger kann als das IPad ist meiner Meinung nach nicht so schlimm - es hat ja auch einen anderen Bereich im Fokus. Und es ist definitiv die vernünftigere Lösung vom Preis/Leistungsverhältnis her. Und wer braucht die Extra-Funktionen des IPad schon wirklich?
Lediglich das 7 Zoll kleine Display wäre für mich ein Grund doch das IPad zu kaufen.
09:40
Die einzige Drohung gegen Apple sehe ich in der Abstimmung des Geräts auf die Medieninhalte von Amazon.
Ansonsten ist das doch ein Tablet-PC, und damit eine etwa genauso bedrohliche Kampfansage gegen das I-Pad wie alle anderen auch?
07:49
Das einzig attraktive an diesem Gerät ist der Preis. Ansonsten: miese Harwareausstattung, extreme Bindung an amazon. Für diejenigen, die sich am geschlossenen System von Apple stoßen, ist das nix, weil noch restriktiver. Z.B erfolgt das Rendering der besuchten Internetseiten mittels amazon-Server!
07:36
@2: Das mit den Sicherungskopien ist sicherlich nur ein Angebot.
Mit ein bißchen Hirn geht es auch mit S-kopien auf der eigenen Büchse...
07:02
Zitat: Sicherungskopien auf dem heimischen PC sollen mit dem Kindle-Fire überflüssig werden. Alle Daten werden drahtlos auf Amazon-Servern hinterlegt.
Google wird sich sicher über die vielen Daten freuen. Für mich steht damit jetzt schon fest, dass ich dieses Gerät nicht kaufen werde.
19:48
Schade ist, dass Europa wahrscheinlich wieder erst nach Monaten aktuelle Hardware beziehen darf.
Die Innovationskraft von Amazon ist beeindruckend.