Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Prognose

2,5 Milliarden Dollar Umsatz mit Office für iOS?

19.02.2013 | 15:12 Uhr

Microsoft Office für iOS könnte in Redmond die Kassen klingeln lassen. Analysten rechnen mit mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar Umsatz für Microsoft.

Das Apple iPad hat sich seinen festen Platz im Unternehmenseinsatz erobert. Doch ein großes Manko hat es noch: Es fehlt DIE Office-Lösung. Nämlich Microsoft Office für iOS. Das soll sich vielleicht bald ändern. Und für Microsoft dürfte sich MS Office für iOS ganz besonders lohnen.

Analysten der US-Bank Morgan Stanley schätzen das Umsatzpotenzial von Microsoft Office für iOS auf über 2,5 Milliarden Dollar (zirka 1,9 Milliarden Euro). Diesem Umsatzgewinn steht aber ein drohender Umsatzrückgang an anderer Stelle im Microsoft-Konzern gegenüber: Wenn man MS Office endlich auch auf dem iPad nutzen kann, könnte das den einen oder anderen Anwender davon abhalten, ein Surface zu kaufen. Stattdessen könnte sich ein potenzieller Surface-Käufer eben doch ein iPad zulegen und dafür dann Microsoft Office lizenzieren. In diesem Fall würde Microsoft also in seinem Hardwarebereich verlieren, was es im Mobile-/Softwarebereich dazu gewinnen würde. Trotz dieser nicht ganz auszuschließenden Gefahr gibt es für Microsoft keine Alternative: Office für iOS muss einfach auf den Markt kommen - das meinen zumindest die Analysten.

Als Alternative zu einer nativen Office-App, an der Apple mitverdienen würde, könnte Microsoft natürlich auch den Cloud-Dienst Office 365 für das iPad forcieren. Damit würde Microsoft zwar zunächst weniger verdienen, würde aber Apple nicht am Gewinn beteiligen müssen. Zudem könnte Microsoft damit die generelle Marktdurchdringung von Office 365 vorantreiben, was ja das Ziel der Redmonder ist. Bisher kann man unter iOS nur die Office Web Apps von Microsoft nutzen (und zwar im Browser des iPads), deren Funktionsumfang aber deutlich geringer als der des klassischen MS Office 2013 oder des Cloud-basierten Office 365 ist.

Weder Office 2013 noch Office 365 sind derzeit für iOS oder Android verfügbar. Allerdings kursiert schon seit langer Zeit das Gerücht, dass Microsoft an einer App-Lösung für Office für iOS und Android arbeite. Steve Ballmer hatte sich aber erst im Januar 2013 negativ zu einer App-Lösung für Office geäußert. Analysten halten Ballmers Ansicht aber für völlig verkehrt. Bob O'Donnell, Marktforscher von IDC, sagt sogar, dass Microsoft mit Office für iOS und Android „regelrecht Geld drucken könnte“. Wenn Microsoft allerdings zu lange damit zögere seine Office-Apps auf den Markt zu bringen, dann bestehe die Gefahr, dass sich eine andere Office-Lösung als Ersatz auf dem iPad etabliere - und Microsoft auch diesen Markt verliere.

http://www.pcwelt.de/news/2_5_Milliarden_Dollar_Umsatz_mit_Office_fuer_iOS_-Prognose-7474765.html

Hans-Christian Dirscherl

Facebook
Kommentare
Umfrage
Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

 
Fotos und Videos
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin
Handys im Wandel der Zeit
Bildgalerie
Technik
Chaos Computer Club
Bildgalerie
30C3
Aus dem Ressort
Bochums Bürger können Stadt jetzt elektronisch Mängel melden
Bürger-Service
Mit einem elekronischen Kummerkasten, einem sogenannten Mängel-Melder, können Bochumer Bürger ab sofort per Internet an die Stadt wenden, um über Probleme aus ganz verschiedenen Bereichen in der Stadt zu berichten. Die Stadt sichert zu, dass den Anregungen auch nachgegangen wird.
Moerser "Spoocha"-App hilft Spendengelder zu erlaufen
Soziales
Laufen für den guten Zweck ist keine neue Idee. Aber mit „Spoocha“ (Sport organisiert Charity) hat der Sponsorenlauf eine neue Dimension gewonnen: Über das Internet können sich Interessierte anmelden und mit jedem Kilometer Geld erlaufen. Sogar Bundeswehrsoldaten im Ausland nehmen teil.
Twitter begeistert Börsianer mit großem Nutzerwachstum
Kurznachrichten
Seit dem Börsengang von Twitter im November stellen sich Anleger die Frage: Wächst der Kurznachrichtendienst schnell genug? Lange konnte es Twitter den Anlegern nicht recht machen. Die neuesten Zahlen aber verzückten die Börsianer.
Nach der Besetzung - Zukunft des Thyssen-Krupp-Hauses unklar
Hausbesetzer
Ohne Gewalt ging die Besetzung des ehemaligen Thyssen-Krupp-Gebäudes an der Frohnhauser Straße am Montagabend zu Ende. 16 Männer und Frauen hatten für mehr Freiräume für Kunst und Soziales demonstriert. Was das Unternehmen mit dem Haus plant, ist noch ungewiss
Facebook koppelt Messenger-Chat von der App ab
Facebook
Facebook will sich mit einer ganzen Familie von Apps im Alltag der Nutzer etablieren. Dafür werden einzelne Funktionen in eigene Anwendungen ausgelagert, um sie separat effektiver weiterentwickeln zu können. Jetzt kommen die Kurzmitteilungen an die Reihe.